Invezz

US-Dollar hält sich, US-Iran-Gespräche dämpfen Ölängste, Fed-Wetten steigen

US-Dollar hält sich, US-Iran-Gespräche dämpfen Ölängste, Fed-Wetten steigen
Devesh Kumar
22. Juni 2026, 08:32 AM

Unterstützt von

Invezz
USD/JPY kaufen

USD/JPY kaufen. Der Artikel weist auf Yen-Schwäche nahe 161.5 und einen klaren Auslöser bei 161.96 hin, während die US-Renditen steigen und die Fed restriktiver auftritt. Selbst wenn das Interventionsrisiko die Bewegung verlangsamt, hält die Zinsdifferenz den USD gegenüber dem JPY gestützt, bis Tokio nachweist, dass es höhere US-Renditen ausgleichen kann.

Kernrisiko: Japan interveniert effektiv (oder die US-Renditen hören auf zu steigen), wodurch USD/JPY wieder unter den 161.96-Auslöser zurückfällt.

EUR/USD verkaufen

EUR/USD verkaufen. Der Euro fiel auf etwa $1.146, da Investoren in US-Anlagen blieben. Da das Ölrisiko die Inflationserwartungen erneut anfachen könnte und die Fed höhere Zinsen einpreist, verfügt der Dollar über mehrere Stützpfeiler, während die Unsicherheit in Europa ungelöst bleibt.

Kernrisiko: Ein klarer Risk-off-Schock trifft die USA weniger als Europa (oder die Fed tritt deutlich moderater auf), was das Dollargebot umkehrt und EUR/USD steigen lässt.

  • Dollar hält sich, da US-Iran-Gespräche Ölängste beruhigen, aber nicht die breiteren Währungsrisiken.
  • Yen nähert sich der Interventionszone, da Erwartungen auf Fed-Zinserhöhungen die US-Treasury-Renditen anheben.
  • Pfund rutscht ab, da Zweifel an der Führung in Großbritannien erneut Sorgen um Gilts schüren.

Der US-Dollar begann die Woche mit einem vertrauten Vorteil: Investoren suchten Schutz, aber nicht vollständige Sicherheit.

Ein fragiler diplomatischer Fahrplan zwischen den USA und Iran milderte die schlimmsten Befürchtungen um die Schifffahrt im Golf, doch der Devisenmarkt wurde weiterhin von Ölrisiken, höheren US-Treasury-Renditen und neuer politischer Unruhe in Großbritannien geprägt.

Der US-Dollar blieb am Montag stabil, nachdem hochrangige Gespräche in der Schweiz einen 60-tägigen Fahrplan für eine weiterreichende Vereinbarung ergeben hatten.

Der Plan, gestützt von Vermittlern aus Katar und Pakistan, sieht weitere technische Gespräche und einen Mechanismus vor, der die kommerzielle Schifffahrt durch die Straße von Hormuz schützen soll.

Risikoprämie verlagert sich von Öl zu Devisen

Rohöl fand zunächst Unterstützung, nachdem Iran erklärte, es habe die Wasserstraße geschlossen, doch die Preise gaben später nach, als beide Seiten Fortschritte signalisierten.

Brent notierte unter $80 je Barrel, was darauf hindeutet, dass Energiehändler die unmittelbare Angebotsprämie reduziert haben.

Devisenanleger zeigten sich vorsichtiger.

Der Grund ist einfach. Selbst mit laufenden Gesprächen bleibt der Weg zu einem endgültigen Abkommen ungewiss.

Die Schifffahrtsströme durch Hormuz haben sich bereits verlangsamt, und jede erneute Bedrohung des Frachtverkehrs würde schnell auf Ölpreise, Inflationserwartungen und Zinsmärkte zurückwirken.

Devisenstrategen zufolge dürften Devisen- und Goldflüsse an den Energiesektor gebunden bleiben, bis Händler einen Beleg dafür sehen, dass Schiffe sich wieder frei bewegen können.

Das hielt den Dollar gegenüber den meisten wichtigen Währungen gestützt. Der Euro fiel auf etwa $1.146, während der australische Dollar sich in Richtung $0.700 abschwächte.

Auch der Neuseeland-Dollar blieb unter Druck, was die breitere Präferenz für US-Anlagen zu Wochenbeginn widerspiegelt.

Neubewertung der Fed hält den Yen unter Druck

Der Yen wirkte erneut wie das schwächste Glied. Er notierte nahe 161.5 pro Dollar, in der Nähe von Niveaus, die zuvor Warnungen aus Tokio ausgelöst hatten.

Ein Anstieg über 161.96 würde die Währung nahe ihres schwächsten Niveaus seit 1986 bringen.

Das japanische Finanzministerium wiederholte, dass es bereit sei, auf übermäßige Wechselkursbewegungen zu reagieren, doch der Markt testet diese Entschlossenheit.

Analysten sagten, eine Intervention wäre schwierig, solange die US-Renditen steigen und die Fed deutlich restriktiver auftritt.

Die Renditen zweijähriger US-Treasuries kletterten auf das höchste Niveau seit Anfang 2025; Händler preisen eine volle Viertelprozent-Fed-Erhöhung bis September und rund 43 Basispunkte Straffung in diesem Jahr ein.

Diese Zinsdifferenz setzt den Yen unter Druck, auch wenn die Androhung offizieller Maßnahmen die Bewegung verlangsamen könnte.

Britische Politik belastet das Pfund

Das Pfund trug seine eigenen inländischen Belastungen. Das Pfund fiel um rund 0.2% auf $1.3205, als Händler die Position von Premierminister Keir Starmer beobachteten, nachdem Andy Burnhams entschiedener Weg ins Parlament Fragen zur Führung der Labour-Partei neu aufgeworfen hatte.

Die Marktbesorgnis gilt nicht nur politischem Drama. Investoren konzentrieren sich darauf, ob ein Führungswechsel lockere Fiskalregeln, höhere Kreditaufnahmen und zusätzlichen Druck auf Gilts mit sich bringen würde.

Strategen sagten, eine solche Entwicklung würde wahrscheinlich auf das Pfund drücken.

Vorerst stützt sich die Stärke des Dollars auf drei Faktoren: die Unsicherheit im Nahen Osten, steigende US-Renditen und Zweifel anderswo. Keiner scheint kurzfristig zu verschwinden.