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Dollar bleibt robust, Anleger prüfen neue US-Zölle und Nahost-Risiken

Dollar bleibt robust, Anleger prüfen neue US-Zölle und Nahost-Risiken
Rivanshi Rakhrai
24. Juli 2026, 10:13 AM

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USD kaufen (DXY)

Positionen auf den US-Dollar-Index aufbauen (z. B. UUP). Zölle für mehr als 50 Partner erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines langsameren globalen Wachstums und lassen den Markt zugunsten eines 'sicheren US-Dollar' und strafferer US-Finanzbedingungen tendieren. Da Öl nachgibt und EUR/USD bereits unter 1,1400 schwach ist, ist USD-Stärke die klarste Ausdrucksform der Kombination aus Risikoaversion und Handelskonflikten.

Kernrisiko: Wenn Zollemeldungen eindeutig wachstumsfördernd wirken (oder ein großes Risikoereignis die weltweite Risikobereitschaft deutlich erhöht), könnte dies einen breit angelegten USD-Verkauf auslösen.

EUR/USD verkaufen

EUR/USD verkaufen (z. B. Short auf FXE). Die EZB hat die Zinsen unverändert gelassen und Lagarde stellte keinen klaren Weg für eine Zinserhöhung im September in Aussicht, während der Euro bereits fällt. Mit zusätzlicher Zollunsicherheit und schwächeren Wachstumserwartungen bleibt der Weg des geringsten Widerstands für den Euro gegenüber einem starken USD nach unten.

Kernrisiko: Die EZB signalisiert glaubhaft eine Zinserhöhung im September und die Daten aus der Eurozone überraschen deutlich positiv, wodurch sich die Wachstumslücke umkehrt.

  • Neue US-Zölle für mehr als 50 Handelspartner belasten die Stimmung.
  • Der Dollar bleibt robust, während Anleger Handels- und geopolitische Risiken bewerten.
  • PMI-Daten großer Volkswirtschaften liefern neue wirtschaftliche Signale.

Die Finanzmärkte blieben zum Wochenende hin vorsichtig, während Anleger die Auswirkungen einer neuen Zollwelle der USA bewerteten.

Marktteilnehmer beobachten zudem aufmerksam die Entwicklungen aus dem Nahen Osten.

Öl zieht nach starken Gewinnen zurück

Die Ölpreise gaben am frühen Freitag nach, nachdem sie in der vorherigen Sitzung starke Gewinne verzeichnet hatten.

West Texas Intermediate-Rohöl notierte etwas unter $90 je Barrel, nachdem es am Donnerstag um rund 6 % gestiegen war.

Die Bewegung am Ölmarkt erfolgte, während Anleger weiterhin umfassendere Marktrisiken bewerteten.

Der Rückgang am frühen Freitag bedeutete eine Korrektur nach dem starken Anstieg in der vorangegangenen Handelssitzung.

Unterdessen bewegte sich der US-Dollar-Index seitwärts in der Nähe von 101,40.

Der Index war am späten Donnerstag über 101,50 gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Wochen, bevor er wieder nachgab.

Die Performance des Dollars blieb ein zentraler Fokus der Devisenmärkte.

Händler bewerteten weiterhin die Auswirkungen der neuen US-Zollmaßnahmen neben breiteren wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen.

USA kündigen neue Zölle an

Die USA kündigten am späten Donnerstag an, dass sie neue Zölle gegen mehr als 50 Handelspartner verhängt hätten.

Die Ankündigung erfolgte kurz bevor eine vorübergehende Abgabe auf globale Importe auszulaufen war.

Einem US-Beamten zufolge sind die jüngsten Zölle nicht einfach eine Wiederholung der Zölle, die im Februar vom Obersten Gerichtshof aufgehoben wurden.

Der Beamte sagte, die Maßnahmen zielen vielmehr darauf ab, Zwangsarbeit in der Produktion von Waren zu bekämpfen.

Die Ankündigung hat eine weitere Unsicherheitsebene für die Finanzmärkte hinzugefügt.

Anleger beurteilen nun die möglichen Auswirkungen der neuen Handelsmaßnahmen und beobachten gleichzeitig die Entwicklungen in anderen wichtigen Wirtschaftsregionen.

EZB belässt die Zinsen unverändert

Die Europäische Zentralbank ließ ihre Leitzinsen unverändert nach ihrer Juli-Sitzung.

Während der Pressekonferenz nach der Sitzung gab EZB-Präsidentin Christine Lagarde keinen Hinweis darauf, ob die Entscheidungsträger voraussichtlich eine Zinserhöhung im September in Betracht ziehen würden.

Lagarde merkte an, dass die EZB vor dem nächsten Treffen noch wichtige Wirtschaftsdaten zu bewerten habe.

Der Euro schwächte sich nach der EZB-Entscheidung gegenüber dem US-Dollar ab.

EUR/USD fiel am Donnerstag um etwa 0,3 % und trat am Freitag unterhalb von 1,1400 in eine Konsolidierungsphase ein.

Das Paar notierte nach der Euro-Schwächung gegenüber dem Dollar bei rund 1,1377.

Der Rückgang erfolgte, obwohl die EZB die Zinsen unverändert ließ und Lagarde einräumte, dass es vereinzelt Forderungen nach einer Zinserhöhung gegeben hatte.

Yen erhält erneute Interventionswarnung aus Japan

USD/JPY stieg am Donnerstag um fast 0,5 % und erreichte den höchsten Stand seit vier Jahrzehnten.

Das Währungspaar zeigte sich in der frühen europäischen Sitzung am Freitag relativ ruhig und notierte bei etwa 163,80.

Anleger verfolgten weiterhin offizielle Äußerungen, da USD/JPY auf erhöhtem Niveau blieb.

Pfund erholt sich leicht

GBP/USD erholte sich am Freitag moderat, blieb aber während des europäischen Vormittags unter 1,3350.

Die Bewegung folgte einem starken Rückgang in der vorherigen Sitzung.

Die Erholung des Pfunds blieb begrenzt, da Anleger weiterhin die breiteren Entwicklungen auf den Devisenmärkten und die Auswirkungen der jüngsten US-Zollankündigungen bewerteten.

Anleger blicken nun auf die vorläufigen PMI-Zahlen für Juli aus der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und den USA, um neue Hinweise zur wirtschaftlichen Aktivität und zur möglichen Richtung der Finanzmärkte zu erhalten.