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AUD/USD-Signal: Prognose — Chancen für RBA- und Fed-Zinserhöhungen steigen

AUD/USD-Signal: Prognose — Chancen für RBA- und Fed-Zinserhöhungen steigen
Crispus Nyaga
03. Sept. 2026, 04:50 AM

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AUD/USD

Verkaufen Sie AUD/USD. Höhere Wahrscheinlichkeiten für Zinserhöhungen von RBA und Fed drängen den Markt in Richtung einer strafferen USD-Politik und verringern den Spielraum für eine Rallye des AUD; starke australische Daten sind bereits eingepreist, während der Artikel auf erhöhte Inflation und erneuten Öl-/Energie-Druck hinweist, die beide Zentralbanken falkenhaft halten können. Die technische Analyse deutet ebenfalls auf eine bärische Umkehr hin (Konvergenz des aufsteigenden Keils, bärischer PPO-Crossover, RSI dreht nach unten). Ziel: Unterstützung bei 0.700.

Kernrisiko: Ein starker Risk-off-Schub, der den USD schwächt (oder eine überraschende taubenhafte Kehrtwende von Fed/RBA), die AUD/USD wieder über 0.7207 treiben würde.

Brent-gebundenes AUD

Verkaufen Sie AUD-Exposure über AUD/JPY (oder AUD-Futures). Die Nachrichten verbinden die restriktive Neubewertung der Zinsen mit höheren Ölpreisen nach den US-Iran-Aktivitäten; das stützt zwar das globale Wachstum, hält aber auch die Inflation hartnäckig, wodurch der JPY gegenüber dem hoch volatilen AUD tendenziell relativ gestützt bleibt, wenn die Zinsen unsicher sind. Da das AUD/USD auf einen tieferen Durchbruch vorbereitet ist, sollte AUD/JPY derselben Neubewertung von Zins- und Risikofaktoren folgen.

Kernrisiko: Öl steigt weiter stark an und löst eine breite Rohstoff- und Risiko-Rallye aus, die AUD/JPY trotz des bärischen Keil-/Oszillator-Setups anhebt.

  • Das AUD/USD-Paar hat ein bärisches Umkehrmuster gebildet.
  • Händler setzen darauf, dass Fed und RBA die Zinsen anheben werden.
  • Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass das Paar kurzfristig fallen könnte.

Der australische Dollar hielt sich heute, September 3rd, stabil, während Anleger ihre Erwartungen an die RBA und die Federal Reserve für das Jahr anpassten. Das AUD/USD-Paar wurde bei 0.7165 gehandelt, wenige Punkte unter dem Augusthoch von 0.7207. 

Erwartungen an RBA-Zinserhöhung steigen

Händler bereiten sich auf Zinserhöhungen der Federal Reserve und der Reserve Bank of Australia (RBA) vor, die bereits diesen Monat erfolgen könnten.

Polymarket sieht die Wahrscheinlichkeit für eine RBA-Zinserhöhung im September bei 67%. Diese Wahrscheinlichkeit stieg, nachdem die USA und Iran ihre kinetischen Aktivitäten wieder aufgenommen hatten, was zu höheren Ölpreisen führte. 

Australien veröffentlichte diese Woche ebenfalls starke Makrodaten. Ein S&P Global-Bericht zeigte, dass der Dienstleistungs-PMI im August bei 53.2 lag, höher als erwartet 52.9. Ein PMI-Wert von 50 und darüber gilt üblicherweise als Zeichen für Wachstum in einem Sektor. Der Composite-PMI lag bei 52.7, ebenfalls höher als die erwarteten 52.50.

Ein weiterer am Mittwoch veröffentlichter Bericht zeigte, dass die australische Wirtschaft im zweiten Quartal um 2.1% gewachsen ist, mehr als die erwarteten 1.8%. Sie wuchs im Q2 um 0.4% nach einem Wachstum von 0.3% im Q1 auf Quartalsbasis. 

Dieses Wachstum trat auf, obwohl die Reserve Bank of Australia (RBA) zu den restriktivsten Zentralbanken dieses Jahres gehört. Sie hat bereits drei Zinserhöhungen in diesem Jahr vorgenommen, wobei die Entscheidungsträger die Tür für weitere Erhöhungen offenlassen.

Ein zentrales Anliegen ist, dass die Inflation in Australien in den vergangenen Monaten auf einem erhöhten Niveau geblieben ist. Dieser Trend dürfte anhalten, da die USA und Iran ihre kinetischen Aktivitäten wieder aufgenommen haben, was zu höheren Energiepreisen führt. Brent, der globale Benchmark, stieg auf $95.68, während West Texas Intermediate (WTI) auf $91 anstieg.

Wahrscheinlichkeit für Fed-Zinserhöhungen steigt

Ähnliches spielt sich in den USA ab, wo die Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung in diesem Monat auf Polymarket auf 55% gestiegen ist. Diese Wahrscheinlichkeit schoss in die Höhe, nachdem Kevin Warsh beim Jackson Hole Symposium eine ausgesprochen falkenhafte Äußerung geäußert hatte.

Darin deutete er an, dass die Bank besorgt über den Stand der Inflation sei, die in den vergangenen fünf Jahren über dem Zielwert von 2% geblieben ist.

Der Fokus richtet sich nun auf den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht nonfarm payrolls (NFP), der Aufschluss über den Arbeitsmarkt geben wird. Ökonomen erwarten, dass die Daten zeigen, dass die Wirtschaft im August dieses Jahres mehr als 80k Stellen geschaffen hat.

AUD/USD technische Analyse

AUDUSD-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass das AUD/USD-Paar in den kommenden Tagen an der Schwelle zu einer bärischen Umkehr stehen könnte. Es hat unter anderem ein aufsteigendes Keilmuster ausgebildet, dessen Linien kurz vor dem Zusammentreffen stehen. 

Außerdem haben die beiden Linien des Percentage Price Oscillator (PPO) einen bärischen Crossover gebildet, während der Relative-Stärke-Index nach unten zeigt.

Daher ist das wahrscheinlichste Szenario ein Rückgang des AUD/USD-Paares, möglicherweise bis zur wichtigen Unterstützung bei 0.700.