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Devisenmärkte werden vorsichtig, da Öl wegen Nahost‑Risiken ansteigt

Devisenmärkte werden vorsichtig, da Öl wegen Nahost‑Risiken ansteigt
Rivanshi Rakhrai
23. Juli 2026, 11:26 AM

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Long-Position auf USD/JPY

Kaufen Sie USD/JPY. Das ölgetriebene Risiko im Nahen Osten treibt Anleger in eine ‚Risikoscheu‘, die typischerweise den USD gegenüber dem JPY stützt. USD/JPY notiert bereits über 163,30 (höchster Stand seit rund vier Jahrzehnten) und Japan spricht bislang nur von Maßnahmen, stoppt die Bewegung aber noch nicht. Bei einer Fortsetzung in Richtung 164+ vor den EZB-/US‑Daten bietet sich ein Aufstocken an, da die Zinserwartungen USD‑freundlich bleiben.

Kernrisiko: Japan interveniert tatsächlich massiv (oder überrascht mit einer strengeren Devisenpolitik), was eine schnelle USD/JPY‑Umkehr auslösen würde.

Short-Position auf GBP/USD

Verkaufen Sie GBP/USD. Das Pfund steckt nach vier Verlusttagen unterhalb von 1,3400 fest und steht weiter ‚unter Druck‘, ohne Erholungsmomentum. Da die Risikoneigung durch die Nahost‑Spannungen und steigendes Öl gedämpft ist, neigt GBP dazu, zurückzubleiben, weil Anleger USD bzw. sichere Finanzierungen bevorzugen. Erwarten Sie anhaltenden seitwärts bis abwärts gerichteten Druck im Zuge der durch die EZB ausgelösten Neubewertung des Risikos.

Kernrisiko: Ein klarer Risk‑On‑Shift plus eine unerwartet dovishe EZB, die den USD breit schwächt und GBP/USD wieder über 1,3400 hebt.

  • Ölpreise steigen, da sich die Spannungen im Nahen Osten verschärfen und die Märkte vorsichtiger werden.
  • US-Aktienfutures fallen, während Anleger auf EZB-Entscheidungen warten.
  • Dollar bleibt fest, während Bewegungen bei Yen und Rupie Aufmerksamkeit erregen.

Devisenmärkte wurden am Donnerstag vorsichtiger, da die Ölpreise weiter anstiegen aufgrund zunehmender Spannungen im Nahen Osten.

Investoren konzentrieren sich außerdem auf wichtige Zentralbank- und Wirtschaftstermine im weiteren Tagesverlauf.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird voraussichtlich in der zweiten Tageshälfte ihre geldpolitischen Entscheidungen bekanntgeben.

Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Besorgnis an den Finanzmärkten verstärkt.

US-Aktien-Futures geben nach, Risikoaversion nimmt zu

Die US-Aktienindex-Futures notierten im Minus, mit Verlusten zwischen 0,6% und 0,8%.

Die Verluste entstanden, während Anleger die jüngsten geopolitischen Entwicklungen und deren mögliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte bewerteten.

Der US-Dollar-Index (USD) blieb gleichzeitig relativ stabil.

Der Index hielt sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung leicht über der Marke von 101,00.

Euro bleibt über 1,1400 vor EZB-Entscheidung

Der Euro blieb im frühen europäischen Handel am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar relativ stabil.

Nach leichten Gewinnen am Mittwoch hielt EUR/USD die Marke von 1,1400.

Das Paar zeigte nur begrenzte Bewegungen, während die Märkte auf die geldpolitische Entscheidung der EZB später am Tag warteten.

Die EZB-Entscheidung dürfte weiterhin im Mittelpunkt der Devisenmärkte stehen.

Anleger werden die geldpolitische Mitteilung der Zentralbank beobachten, um die Richtung des Euro einzuschätzen.

Pfund hat Mühe, Erholungskraft aufzubauen

GBP/USD blieb während der europäischen Sitzung am Donnerstag ebenfalls unter Druck.

Das Paar fand Halt und schloss am Mittwoch unverändert.

Zuvor hatte es vier Tage in Folge deutliche Verluste verzeichnet.

Am Donnerstag gelang dem Pfund jedoch kaum, weiteres Erholungstempo aufzunehmen.

GBP/USD bewegte sich während der europäischen Sitzung seitwärts unter der Marke von 1,3400.

Die Entwicklung des Paares spiegelte die anhaltende Vorsicht am Devisenmarkt wider.

Anleger konzentrierten sich weiter auf die gesamtmarktlichen Entwicklungen, da die Risikoneigung nachließ.

Yen schwächt sich, USD/JPY steigt über 163,30

Auch USD/JPY stand in der Sitzung am Donnerstag im Fokus.

Die Korrektur des Paares erwies sich am Mittwoch als kurzlebig.

USD/JPY erholte sich und schloss den Tag praktisch unverändert über 163,00.

In der europäischen Sitzung am Donnerstag gewann das Paar dann an Fahrt.

Es notierte auf dem höchsten Stand seit rund vier Jahrzehnten und stieg über 163,30.

Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama bekräftigte am frühen Donnerstagmorgen, dass ihre Regierung „bereit sei, bei Bedarf entschlossene Maßnahmen im Devisenmarkt zu ergreifen.“

Die Äußerungen erfolgten, während der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar unter Druck blieb.

Der Anstieg bei USD/JPY richtete die Aufmerksamkeit auf mögliche Maßnahmen der japanischen Behörden am Devisenmarkt.

Indische Rupie klettert leicht gegenüber dem US-Dollar

Die indische Rupie (INR) eröffnete am Donnerstag geringfügig höher gegenüber dem US-Dollar (USD).

Die Bewegung erfolgte vor dem Hintergrund möglicher Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) im Spot- und im Non‑Deliverable‑Forwards‑(NDFs)-Markt zur Unterstützung der Währung.

Das USD/INR-Paar gab während der Sitzung leicht nach und notierte bei rund 96,47.

Das Paar blieb jedoch in der Nähe seines Zweimonatshochs von 96,75, das am Montag verzeichnet wurde.

Die Entwicklung der Rupie erfolgte, da die Devisenmärkte empfindlich auf Entwicklungen beim US-Dollar und die allgemeine Risikostimmung reagierten.

Die Möglichkeit einer Intervention der RBI blieb ebenfalls ein Faktor für die Handelsaktivität des Paares.

Insgesamt blieben die Finanzmärkte am Donnerstag vorsichtig, da steigende Rohölpreise und eskalierende Spannungen im Nahen Osten die Risikoneigung belasteten.

Gleichzeitig warteten Anleger auf die geldpolitische Entscheidung der EZB und auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA, um weitere Orientierung zu erhalten.