Drei KI‑Giganten setzen groß auf AMD: Ist das die am stärksten unterbewertete Aktie?
KI-Sentiment: 68/100 Bullisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
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Kauf AMD (NASDAQ: AMD). Drei führende Hyperscaler (OpenAI, Meta, Oracle) unterzeichneten große Mehr‑GW‑Verpflichtungen in Verbindung mit MI450‑Bereitstellungen ab H2’26 — das ist eine Bestätigung auf Beschaffungs‑Ebene, kein Hype. Die Analysten‑Upgrades und höheren Kursziele spiegeln eine Neubewertung von „CPU‑Zweitquelle“ zu „zweiter Bezugsquelle für KI‑Infrastruktur“ wider, was die Bewertungsmultiples auch nach einem starken Anstieg stützen kann. Wichtiger Katalysator ist, dass der MI450‑Hochlauf sich in messbare Umsätze und Marktanteilsgewinne übersetzt, während sich das Verhältnis von CPU zu GPU zugunsten agentischer KI verschiebt.
Kernrisiko: Der MI450‑Hochlauf verzögert sich (Lieferverzögerungen, schlechtere als erwartete Performance oder geringe Software‑Reife), sodass die großen Kundenverpflichtungen nicht in Umsätze umgesetzt werden und AMDs Prämienbewertung unter Druck gerät.
Verkauf Nvidia (NASDAQ: NVDA) gegenüber AMD. Die Nachrichten deuten darauf hin, dass Hyperscaler aktiv von einem einzigen dominanten Lieferanten diversifizieren; AMD wird als ernstzunehmendes zweites Pferd gewählt. Wenn die Beschaffung von „Nvidia‑only“ zu „Nvidia + AMD“ wechselt, kann AMD zusätzlichen Marktanteil gewinnen, während NVDA an der Marge ein langsameres Wachstum und stärkeren Preisdruck erfährt.
Kernrisiko: NVIDIAs Ökosystemvorteil bleibt so stark verankert, dass Hyperscaler AMD nur als marginale Ergänzung behandeln, womit NVDA‑Wachstum und -Margen intakt bleiben und AMD es nicht schafft, nennenswerte Anteile zu gewinnen.
- Die 150%-Rallye von AMD hat die Aktie über das durchschnittliche Kursziel von Wall Street getrieben.
- Deals mit OpenAI und Meta stärken AMDs Story als ernsthafte zweite Bezugsquelle für KI‑Chips.
- Analysten sagen, das KI‑Aufwärtspotenzial von AMD werde noch durch eine veraltete Perspektive beurteilt.
Die Aktie von Advanced Micro Devices NASDAQ:AMD ist in diesem Jahr um rund 150 % gestiegen, dennoch liegt das durchschnittliche Kursziel von Wall Street weiterhin unter dem aktuellen Kurs der Aktie.
Das ist das Paradoxon, das nun die Debatte um Advanced Micro Devices antreibt. Der Markt hat bereits entschieden, dass AMD nicht mehr nur ein deutlich zweitplatzierter Anbieter gegenüber Nvidia bei KI‑Chips ist.
Analysten hinken noch hinterher, da einige der optimistischsten Stimmen an der Wall Street argumentieren, das Unternehmen werde durch eine veraltete Brille bewertet — als CPU‑Hersteller mit einem KI‑Nebengeschäft.
AMD-Aktie: Deals, die die Diskussion veränderten
Die Wende begann mit Kundenverpflichtungen.
OpenAI schloss eine 6‑Gigawatt‑Vereinbarung mit AMD für KI‑Infrastruktur der nächsten Generation ab, beginnend mit der ersten 1‑GW‑Bereitstellung von Instinct MI450‑GPUs in der zweiten Hälfte 2026.
Meta folgte mit einem mehrjährigen Vertrag über bis zu 6 GW an AMD Instinct‑GPUs, ebenfalls beginnend mit einer ersten Bereitstellung in der zweiten Hälfte 2026.
Oracle hat eine anfängliche Bereitstellung von 50.000 MI450‑GPUs für seine Cloud‑Infrastruktur zugesagt, mit geplanter Expansion ab 2027.
OpenAI, Meta und Oracle sind keine kleinen Käufer, die mit einem zweiten Lieferanten experimentieren. Sie gehören zu den weltweit größten Ausgabenträgern für KI‑Infrastruktur.
Wenn drei von ihnen unabhängig denselben Herausforderer unterstützen, wirkt das wie ein Wandel in der Beschaffungsstrategie.
Die Botschaft ist nicht, dass AMD Nvidia eingeholt hat, sondern dass die Hyperscaler ein ernsthaftes zweites Pferd im Rennen wollen — und AMD ist zunehmend die Wahl.
Was das Smart Money sagt
Deshalb hat sich der Ton der Analysten so deutlich verändert.
Barclays‑Analyst Tom O’Malley erhöhte sein Kursziel für AMD auf 665 $ (zuvor 500 $) und behielt dabei ein Overweight‑Rating bei, berichtete TheStreet.
O’Malleys Argument lautet, dass Investoren den KI‑Chip‑Trade in den letzten zwei Jahren zu eng gefasst hätten.
„Das Verhältnis von CPU zu GPU verengt sich, da die Nachfrage nach CPUs in der rasch wachsenden Welt der agentischen KI neue Ebenen erreicht“, sagte O’Malley.
„AMD ist am besten positioniert, um von diesem Übergang zu profitieren.“
Auch Atif Malik von Citi wechselte deutlicher ins Bull‑Lager. Er stufte AMD von Neutral auf Buy hoch und erhöhte sein Kursziel auf 575 $ (zuvor 460 $), berichtete Investor’s Business Daily.
Malik sagte, dass das GPU‑Potenzial von AMD weiterhin unterschätzt werde, und beschrieb das Unternehmen als eine „legitime zweite Bezugsquelle“ im Markt für KI‑Acceleratoren.
Bank of America erweiterte die Argumentation über GPUs hinaus. Analyst Vivek Arya hob die Prognose der Bank für den Server‑CPU‑Markt 2030 auf mehr als 170 Mrd. $ (zuvor 125 Mrd. $), berichtete Investing.com.
Das ist wichtig für AMD, weil seine EPYC‑Server‑CPUs im Zentrum derselben KI‑Rechenzentren stehen, die Beschleuniger anschaffen.
AMD wird nicht mehr nur als Nvidia‑Alternative diskutiert, sondern als ein breiter aufgestelltes KI‑Infrastrukturunternehmen.
Die Rallye braucht Bestätigung
Der Haken ist die Bewertung: AMD ist im traditionellen Sinne nicht mehr günstig.
Die Aktie wird mit einem hohen Forward‑KGV gehandelt, und vieles des nächsten Schritts hängt von der Umsetzung ab, die sich noch nicht in den ausgewiesenen Umsätzen gezeigt hat.
Der MI450‑Hochlauf beginnt in der zweiten Hälfte 2026, was bedeutet, dass Anleger heute für eine Story zahlen, die erst über mehrere Quartale geliefert werden muss.
Lieferketten, Software‑Reife und Zeitpläne für Kunden‑Bereitstellungen sind entscheidend, da Nvidias Ökosystem nach wie vor umfangreicher, stärker verankert und intensiver erprobt ist.
Das macht AMD derzeit attraktiv: Die Chance ist real, aber die einfache Euphorie könnte bereits eingepreist sein.
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