IBM-Aktie steigt nach JPMorgan-Hochstufung wegen KI- und Softwarewachstum
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Buy IBM. Die Hochstufung von JPMorgan stützt sich auf eine klare Verschiebung in der Ertragsstruktur: Software macht etwa 45 % des Umsatzes aus, liefert aber rund zwei Drittel des Gewinns, was einen höheren Multiple stützen sollte. Die Katalysatoren sind konkret – Red Hat‑Schwung, OpenShift‑Migrationen und die Automatisierungsnachfrage von HashiCorp – plus die Einführung einer KI‑gesteuerten Containerplattform. Die Aktie hat bereits reagiert, aber die These zielt auf eine anhaltende Beschleunigung der Software im 2. Halbjahr 2026 ab, nicht auf einen einmaligen Ausreißer.
Kernrisiko: Das Softwarewachstum verlangsamt sich oder der Schwung bei OpenShift/Red Hat/HashiCorp führt nicht zu höheren Gewinnen, wodurch die Aktie wieder auf eine hardwareähnliche Bewertung zurückfallen könnte.
Buy Microsoft (MSFT). IBMs Vorstoß in KI und Hybrid‑Cloud ist ein zweites Indiz dafür, dass Unternehmensbudgets für KI wachsen und die Plattformausgaben hin zu Software‑Abonnements und Automatisierung verschoben werden. MSFT ist der klarste Nutznießer dieses Unternehmensausgabenzyklus über Azure AI, Cloud‑Migration sowie Sicherheits‑ und Automatisierungstools, die Unternehmen im Zuge der Modernisierung zur Hybrid‑Cloud einführen.
Kernrisiko: Unternehmensausgaben für Cloud/KI werden verzögert oder umverteilt, und MSFTs Wachstum verlangsamt sich schneller als vom Markt erwartet.
- IBM steigt nach JPMorgan-Hochstufung und Anhebung des Kursziels.
- KI-Software und HashiCorp-Schwung stärken IBMs Ausblick.
- US-Quanteninitiativen bringen einen weiteren Wachstumskatalysator für IBM.
Die IBM-Aktie stieg am Dienstag im vorbörslichen Handel um fast 5 %, nachdem JPMorgan das Technologieunternehmen hochgestuft hatte und verstärktes Vertrauen in das Softwaregeschäft sowie mögliche Vorteile durch zunehmende KI-Adoption nannte.
JPMorgan-Analyst Brian Essex stuft IBM von Neutral auf Overweight hoch und hat sein Kursziel von $270 auf $291 erhöht.
Der Analyst sagte, die Erwartungen an eine Beschleunigung des Softwaregeschäfts in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 hätten den Ausblick des Hauses für die Aktie gestärkt.
Die Hochstufung erfolgt, während IBM seine mehrjährige Transformation von einem Hardware- und Dienstleister zu einer softwarezentrierten Plattform mit Schwerpunkt auf Hybrid-Cloud- und KI-Technologien fortsetzt.
Software-Transformation und KI‑Einführung stützen den Ausblick
JPMorgan hob mehrere Wachstumstreiber hervor, darunter den Schwung durch Red Hat und OpenShift-Migrationsaktivitäten.
Das Institut wies auf die Rolle von OpenShift bei der Unterstützung der Einführung von IBMs KI‑gesteuerter Containerplattform in Unternehmen hin.
Die Analysten stellten außerdem eine beschleunigte Nachfrage nach Automatisierung fest, nachdem IBM HashiCorp übernommen hatte; das Management habe erklärt, dass dies zunehmend Unterstützung von leitenden Unternehmensverantwortlichen erhalte.
Das Softwaresegment von IBM ist zur wichtigsten Ertragsquelle des Unternehmens geworden.
Laut JPMorgan macht Software nun etwa 45 % von IBMs Umsatz aus, erzielt aber ungefähr zwei Drittel des konsolidierten Gewinns.
„Wir bewerten die anhaltende Verlagerung hin zur Software positiv, da Software eine margenstärkere, wiederkehrende Ertragsstruktur mit besserer Cash‑Conversion und einer qualitativ hochwertigeren Gewinnquelle darstellt, die eine höhere Bewertungskennzahl als die Hardware‑ und Dienstleistungsgeschäfte rechtfertigt“, erklärten die Analysten.
JPMorgan ergänzte, falls IBM ein bedeutender Nutznießer der steigenden KI‑Nachfrage werde, könne die Aktie weiter an Bewertung zulegen.
Unabhängig davon hob Morgan Stanley sein Kursziel für IBM von $225 auf $267 an und beließ die Einstufung bei Equal Weight.
Das Institut stellte fest, dass die jüngsten Gewinnberichte von Dell und Hewlett Packard Enterprise gezeigt hätten, dass die Nachfrage nach Unternehmensservern trotz höherer Preise, bedingt durch Rechenkapazitätsengpässe, Hardware‑Refresh‑Zyklen und wachsende Anforderungen an KI‑Infrastrukturen, stärker als erwartet geblieben sei.
Morgan Stanley fügte hinzu, dass die Wall‑Street‑Erwartungen für 2026 und 2027 „zu niedrig erscheinen“ und erhöhte seine Gewinnprognosen je Aktie um 5 % bis 6 % für Unternehmen mit Exponierung gegenüber der Nachfrage nach Rechenleistung.
Quantencomputing‑Initiativen liefern zusätzlichen Rückenwind
IBM könnte zudem von neuer Unterstützung der US‑Regierung für Quantencomputing profitieren.
CEO Arvind Krishna war am Montag im Weißen Haus anwesend, als Präsident Donald Trump zwei Executive Orders unterzeichnete, die die inländische Entwicklung von Quantencomputing beschleunigen und die Cybersicherheit gegenüber quantenbasierten Bedrohungen stärken sollen.
Die erste Executive Order weist die Entwicklung "des ersten jemals für die wissenschaftliche Forschung leistungsfähigen Quantencomputers" an, mit dem Ziel, das System bis 2028 in einem nationalen Labor zu positionieren.
Die zweite Anordnung beschleunigt den Übergang der Bundesregierung zur post‑quantum‑Kryptographie bis 2031.
„Als Präsident Trump mir Anfang 2025 einen Brief schrieb, setzte er Quantencomputing neben KI und Kernenergie als Schlüsselindustrie an, in der Amerika weltweit führend sein soll“, sagte Michael Kratsios, der oberste Berater des Präsidenten für Wissenschafts‑ und Technologiepolitik.
Branchenakteure arbeiten darauf hin, bis zum Ende des Jahrzehnts Fehlertoleranz zu erreichen – ein Meilenstein, der es Quantencomputern ermöglichen würde, auch dann zuverlässig zu arbeiten, wenn einzelne Komponenten ausfallen oder gestört werden.
Die jüngsten politischen Initiativen fügen einen weiteren potenziellen Wachstumskatalysator für IBM hinzu, während das Unternehmen seine Präsenz in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Hybrid‑Cloud‑Software und Next‑Generation‑Computing‑Technologien ausbaut.
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