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Warum die Aktien von IAG und Rolls-Royce diesen Monat stark steigen

Warum die Aktien von IAG und Rolls-Royce diesen Monat stark steigen
Crispus Nyaga
25. Juni 2026, 12:54 PM

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IAG (buy)

IAG kaufen. Kerosin fällt schnell (Kerosin etwa -24% im Monatsvergleich), was die Margen der Fluggesellschaften direkt hebt und die früheren Gewinnsorgen des Marktes als zu pessimistisch erscheinen lässt. IAG weist bereits ein operatives Ergebnisplus von rund 77% und eine Marge von etwa 4,9% aus; falls Öl weiter fällt, sollten sich die Margen weiter ausdehnen. Die Aktie ist zudem durch BA/Aer Lingus exponiert und war weniger vom Nahen Osten betroffen als Wettbewerber, sodass der Treibstoff‑Tailwind der klarste Treiber ist.

Kernrisiko: Die Ölpreise kehren schnell wieder um (Brent/WTI dreht), wodurch die These der Margenausweitung zunichtegemacht würde.

Rolls‑Royce (buy)

Rolls‑Royce kaufen. Die Rally wird von mehreren realen Treibern gestützt: die zivile Luftfahrt erholt sich auf Vor‑Krieg‑Niveau (Service‑Contract‑Umsätze), das Management führt ein operatives Ergebnis von £4.0–£4.2bn und einen Free Cash Flow von £3.6–£3.8bn an, und fallende Aluminiumpreise verbessern die Margen. Hinzu kommen der KI/Rechenzentrumseffekt (Power‑Backlog £7.3bn) und die SMR‑Dynamik (neues schwedisches Projekt) sowie Bewertungsunterstützung gegenüber GE.

Kernrisiko: Ein neuer Schock in Luftfahrt/Verteidigung (Auftragsstornierungen, Vertragsstreitigkeiten oder eine erneute Eskalation des Krieges) würde die Prognosen nach unten zwingen und die Erholungsstory beim Cashflow zerstören.

  • IAG‑Aktienkurs ist gestiegen, da die Kerosinpreise zurückgehen.
  • Rolls‑Royce zog an dank eines boomenden Geschäfts.
  • Es profitiert von sinkenden Aluminiumpreisen.

International Consolidated Airlines Group (IAG) und Rolls-Royce (RR) Aktien sind in diesem Monat stark angestiegen. IAG sprang auf 488p, den höchsten Stand seit 1997, und verzeichnet damit ein Jahresplus von 14,5%. 

Der Aktienkurs von Rolls-Royce stieg vorübergehend auf ein Rekordhoch von 1.532p, zog sich dann aber auf 1.426p zurück. Er hat in diesem Jahr um 23% zugelegt und damit den FTSE‑100, der fast 5% gestiegen ist, übertroffen. 

Rolls-Royce

RR- und IAG-Aktien-Chart | Quelle: TradingView

IAG-Aktien ziehen an, weil die Kerosinpreise fallen

IAG und andere Fluggesellschaftsaktien sind in diesem Monat deutlich gestiegen, wobei der US Global Jets ETF (JETS) auf $32.50 kletterte – ein Plus von 40% gegenüber seinem Jahrestief. JETS bildet die größten Airline‑Gruppen in den Vereinigten Staaten ab.

Der anhaltende Anstieg ist auf den starken Rückgang der Kerosinpreise infolge sinkender Rohölpreise zurückzuführen. Daten zeigen, dass Brent und das West Texas Intermediate (WTI) auf ihre niedrigsten Stände seit Februar gefallen sind. 

Die Ölpreise sind gesunken im Zuge der laufenden Gespräche zwischen den USA und Iran in der Schweiz und weil Öl nun wieder durch die Straße von Hormus fließt. 

Dementsprechend zeigen die Daten, dass der durchschnittliche Kerosinpreis auf $119.17 pro Barrel gefallen ist, ein Rückgang von 24% gegenüber dem Vormonat. Dieser Trend dürfte sich voraussichtlich fortsetzen, da die Energiepreise weiter einbrechen. 

Diese Zahlen bedeuten, dass IAGs Gewinne nicht so schwach ausfallen werden wie zunächst prognostiziert. Die jüngsten Zahlen zeigten, dass IAGs Umsatz im ersten Quartal um 1,9% auf €7,18 Milliarden stieg, während das operative Ergebnis um 77,3% zunahm. Die operative Marge stieg auf 4,9% – ein Trend, der sich fortsetzen dürfte, solange die Ölpreise fallen.

IAG profitiert von seinen mehreren Marken, die unterschiedliche Kundengruppen bedienen, und davon, dass das Geschäft während des Krieges weniger vom Nahen Osten betroffen war. Den Löwenanteil seines Geschäfts tragen British Airways und Aer Lingus. 

Rolls‑Royce‑Aktien haben mehrere Treiber

Andererseits setzte der Aktienkurs von Rolls‑Royce seine starke Rally in diesem Monat fort, da der Krieg – zumindest vorerst – beendet scheint. Daten zeigen, dass die zivile Luftfahrt auf Vor‑Krieg‑Niveau zurückgekehrt ist, was die Umsätze aus langfristigen Serviceverträgen stützt. 

Dieser Trend bedeutet, dass das Unternehmen seine Jahresziele erreichen oder sogar übertreffen könnte: Das Management prognostiziert ein operatives Ergebnis von £4.0–£4.2bn und einen Free Cash Flow von £3.6–£3.8bn.

Der Kursanstieg von Rolls‑Royce wird zudem durch fallende Aluminiumpreise gestützt, da Anleger mit höheren Liefermengen aus dem Nahen Osten rechnen. Aluminium liegt 16% unter seinem Jahreshoch, was die Margen verbessern dürfte. 

Wie andere führende Industrieunternehmen profitiert Rolls‑Royce vom anhaltenden Boom der künstlichen Intelligenz (KI). Das Power‑Geschäft verzeichnete einen Auftragsbestand von £7.3bn, da die Nachfrage aus Rechenzentren gestiegen ist. 

Besonders hervorzuheben ist, dass das SMR‑Geschäft des Unternehmens auch in diesem Jahr gute Fortschritte macht: Rolls‑Royce gewann ein Gebot für ein schwedisches Projekt. Zudem wird Rolls‑Royce günstiger bewertet als GE, sein größter Rivale.