Öl fällt auf Vorkriegsniveau – Iranische Marine warnt
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Kaufen: Brent‑Futures (oder Brent‑CFD) bis 60–65 US-Dollar, da der Markt von einer „panic disruption“ hin zu „flows normalizing“ umpreist. Der Artikel zeigt Tanker, die die Straße verlassen (zig Millionen Barrel), und Citi hat das Basisszenario einer Abschwächung jeder Sommer‑Rallye. Die IRGC‑Warnung ist eine Beschränkung, keine vollständige Schließung – das Abwärtspotenzial bleibt begrenzt, während die Logistik aufholt.
Kernrisiko: Iran setzt die Korridor‑Drohung tatsächlich durch – wodurch „außerhalb der Korridore gefährliche Routen“ in reale Eingriffe verwandelt werden, die die Tankerflüsse erneut zum Erliegen bringen.
Verkaufen: WTI‑Exponierung über den USOil‑ETF (USOIL) oder WTI‑Futures, wenn Sie long sind. WTI handelt bereits unter Brent und wird wahrscheinlich unterperformen, falls sich der Markt weiter auf „reopening sentiment“ konzentriert, während die Korridorregel Reibungen erzeugt, die zeitnahe Barrel und Schifffahrtsökonomie ungleich treffen. Citis Ansicht „sell into strength“ stützt das Abschwächen jeder WTI‑Erholung.
Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation beseitigt die Korridor‑Reibung rasch und führt zu einer breiten Rohölerholung, die WTI stärker anhebt als Brent.
- Brent rutscht unter 73 US-Dollar, da sich die Tankerströme in Hormus zu normalisieren beginnen.
- WTI nähert sich 69 US-Dollar, nachdem die Kriegsrisikoprämie aus den Rohölpreisen abgeklungen ist.
- Citi sieht Deeskalation als Basisszenario und warnt, dass Rallyes abklingen könnten.
Die Ölpreise fielen am Donnerstag wieder auf das Niveau vor dem Iran‑Krieg, da Händler darauf setzten, dass sich die schlimmsten Störungen in der Straße von Hormus offenbar abschwächen könnten.
Brent fiel unter 73 US-Dollar pro Barrel, während US West Texas Intermediate um etwa 69 US-Dollar gehandelt wurde.
Beide Benchmarks erreichten ihr niedrigstes Niveau seit dem 27. Februar, dem Tag vor Beginn des US‑Israel-Konflikts mit Iran.
Der unmittelbare Grund ist einfach. Öltanker fahren wieder, doch die Komplikation ist genauso bedeutsam.
Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden warnt Schiffe, dass sicheres Durchfahren nur über von Teheran festgelegte Routen möglich sei.
Der Tanker‑Rückstau löst sich endlich auf
Die klarste gute Nachricht für Rohölhändler ist, dass Fässer, die einst im Persischen Golf festsaßen, nun wieder den Markt erreichen.
Kpler‑Daten zeigten, dass mindestens 20 Tanker mit insgesamt etwa 35 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus verlassen haben, seit das US‑Iran‑Abkommen die Route wieder geöffnet hat.
Die meisten waren nicht‑iranische Schiffe, die mehr als drei Monate festsaßen. Es wird erwartet, dass sie bis Anfang August Käufer, überwiegend in Asien, erreichen.
Etwa 20 Millionen Barrel Rohöl hatten die Straße innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden passiert, so US‑Energieminister Chris Wright.
Wright gab einen optimistischen Ton an und sagte beim Reuters Global Energy Forum, „wir haben heute normale Flüsse.“
Er sagte außerdem, die USA würden daran arbeiten, den Ölförderverkehr aufrechtzuerhalten, selbst wenn das Anfangsabkommen mit Iran scheitere.
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Wall Street setzt auf Deeskalation
Citi geht im Basisszenario von einer Deeskalation aus und sieht Brent in den nächsten sechs bis zwölf Monaten im Bereich von 60–65 US-Dollar pro Barrel.
Die Bank vertritt die Auffassung, dass jede Rallye im Sommer nachlassen sollte; Anleger sollten demnach in Stärke verkaufen, statt einer Erholung hinterherzulaufen.
Das ist eine deutliche Abkehr von den Panikpreisen während der schlimmsten Phase des Kriegs.
Tamas Varga, Analyst bei PVM Oil Associates, sagte gegenüber Al Jazeera, der scharfe Rückgang von Brent sei „eine spürbare Vertrauensbekundung“, dass die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich Angebotsstörungen nun hinter dem Markt lägen.
Das ist jedoch kein blinder Optimismus. Vandana Hari, Gründerin von Vanda Insights, sagte gegenüber Al Jazeera, der Rückgang beim Rohöl sei „vollständig stimmungsgetrieben“.
Ihr Punkt war, dass Händler bereits die optimistischste Version der Wiedereröffnung einpreisen, bevor die harte Arbeit von Logistik, Routenkoordination und politischer Umsetzung abgeschlossen ist.
Irans Marine zieht eine Linie auf See
Die Warnung der Marine der Iranischen Revolutionsgarden ist das Kleingedruckte der Erholungsrallye.
Die Tasnim‑Nachrichtenagentur berichtete, die IRGC‑Marine habe erklärt, sicheres Durchfahren der Straße von Hormus sei nur über von Iran offiziell deklarierte Seewege möglich.
Die Erklärung warnte außerdem, dass Schiffsverkehr außerhalb dieser Korridore als gefährlich und verboten angesehen werde und dass Schiffe, die Anweisungen nicht befolgten, „konfrontiert werden könnten“.
Das ist nicht das gleiche wie eine Schließung der Straße. Es erinnert jedoch daran, dass Teheran weiterhin eine Rolle dabei spielen will, wie der weltweit wichtigste Engpass für Öl verwaltet wird.
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