Brent-Ölpreis: Absturz dürfte sich beschleunigen, zwei Risiken bleiben
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Short-Positionen auf Brent-Rohöl über Short-Kontrakte auf Brent-Futures verkaufen (oder inverse Öl-ETFs wie USO/DBO-ähnliche inverse Produkte, falls verfügbar). Der Artikel verweist auf ein Angebotsplus (Tankerschlangen an Hormus, Iran verkauft nach Aufhebung der Sanktionen, erhöhte Produktion in den USA/Kanada/Venezuela), während die Nachfrage schwächer wird (Nachfrageeinbruch durch hohe Preise). Die technische Lage bestätigt dies: unterhalb der $86.23-Nackenlinie nach einem Doppeltop, Ziel ~ $60.
Kernrisiko: Eine Eskalation im Nahen Osten, die Hormus schließt oder einen US/Iran/Israel-Konflikt auslöst, würde das Angebotsüberhang sofort beseitigen und eine scharfe Brent-Erholung erzwingen.
Short-Positionen in russisch gebundenen Ölaktien/ETFs (z. B. Lukoil (LUKOY) ADR oder energieorientierte Russland-Körbe) oder Verwendung von Rohöldifferenzialen über einen Proxy für russisches Rohöl. Die Angriffe der Ukraine auf Raffinerien bedrohen Russlands Exportfähigkeit (der Artikel nennt nahe Rekordwerte von ~3.83m bpd beim Versand). Wenn Exporte gestört werden, verknappt sich russisches Öl gegenüber globalen Benchmarks; das spezifische Angebotsrisiko würde die Cashflows und Bewertungen russischer Produzenten belasten, obwohl das breitere Ölkomplex dennoch fallen kann.
Kernrisiko: Eine schnelle Umgehung, die die Verarbeitungskapazitäten und Exportwege Russlands wiederherstellt (oder ein politisches Abkommen, das die Angriffe stoppt), sodass Russland seine Lieferungen aufrechterhalten kann.
- Der Brent-Rohölpreis ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen.
- Das US-Iran-Abkommen wird zu einem Angebotsanstieg auf dem Ölmarkt führen.
- Dieser Angebotsanstieg fällt in eine Phase anhaltender Nachfrageeinbußen.
Der Brent-Rohölpreis setzte seinen starken Abwärtstrend heute, am June 23, fort und fiel auf den niedrigsten Stand seit March 2nd, während sich die Anleger auf die laufenden US-Iran-Gespräche konzentrieren. Er ist inzwischen um mehr als 35 % von seinem diesjährigen Höchststand gefallen, und dieser Trend könnte sich mit steigendem Angebot fortsetzen.
Rohölangebot dürfte steigen, während Nachfrageeinbruch anhält
Die Benchmarks Brent und West Texas Intermediate (WTI) setzten ihren jüngsten Abwärtstrend fort, da sich die Anleger auf die laufenden US-Iran-Gespräche in der Schweiz und darauf konzentrieren, dass der Strait of Hormuz has been opened.
Die Hoffnung ist, dass die weltweiten Ölbestände in den kommenden Monaten deutlich ansteigen werden, da Hunderte voll beladener Tanker darauf warten, die Straße von Hormus zu passieren. Gleichzeitig verfügt iran über große Ölbestände, die es nun zum Marktpreis verkaufen kann, nachdem die Trump-Administration ihre Sanktionen aufgehoben hat.
Dazu kommt, dass die Ölproduktion in anderen Ländern auf hohem Niveau bleibt. So ist die US-Ölproduktion auf fast 14 million barrels per day gestiegen, während Kanada über 5.3 million barrels verkauft. Venezuela ist nach der Festnahme von Nicolas Maduro Anfang dieses Jahres wieder auf den Markt zurückgekehrt.
Hinzu kommt, dass die angekündigten Angebotssteigerungen des OPEC+-Kartells nun in Kraft treten werden, solange die Öffnung der Straße von Hormus anhält.
All dies geschieht zu einer Zeit, in der es auf dem Ölmarkt zu einem anhaltenden Rückgang der Nachfrage kommt. Ursache sind die hohen Ölpreise in Schlüsselmärkten sowie Probleme in den Lieferketten.
Mögliche Risiken für den Ölmarkt
Es gibt heute zwei Hauptgefahren für den Ölmarkt. Die erste ist, dass Israel das aktuelle Abkommen zwischen den USA und Iran ablehnt und alles tun wird, um es zu vereiteln. Seine wahrscheinlichste Option in diesem Fall wären Angriffe im Libanon, was ein deutliches Warnzeichen für Iran darstellt.
Intensivierte Angriffe gegen den Libanon würden Iran wahrscheinlich dazu veranlassen, die laufenden Gespräche abzubrechen und eine Bombenkampagne gegen Israel zu beginnen. Ein solches Vorgehen würde die USA womöglich zur Intervention veranlassen und den Konflikt wieder eskalieren.
Das andere Risiko besteht darin, dass die Ukraine in diesem Jahr ihre Angriffe auf russische Raffinerien verstärkt hat. Dieser Trend dürfte anhalten, da das Land Russland mit solchen Schlägen wirtschaftlich treffen will.
Ein derartiges Vorgehen würde die laufenden Exporte des Landes stören. Jüngste Daten zeigten, dass Russland über 3.83 million barrels of crude oil per day verschiffte, ein nahezu rekordhoher Wert.
WEITERLESEN: What is in the new US-Iran peace deal? Here’s what we know
Technische Analyse des Brent-Rohölpreises
Brent oil prices chart | Source: TradingView
Die technische Analyse legt nahe, dass der Brent-Rohölpreis in den vergangenen Monaten in einem starken Abwärtstrend war. Er fiel von $120 im March auf aktuell $77.50.
Das Öl bildete eine Doppeltop-Formation und ist unter die Nackenlinie bei $86.23 gefallen, dem niedrigsten Stand im April. Misst man die Höhe der Doppeltop-Formation und überträgt denselben Abstand von der Nackenlinie, lässt sich ableiten, dass der Preis später in diesem Jahr weiter auf $60 fallen könnte.
Das alternative Szenario ist, dass Brent eine Gegenbewegung startet und die Nackenlinie bei $86.20 erneut testet. Ein solcher Verlauf würde ein Break-and-Retest-Muster darstellen, das in der technischen Analyse ebenfalls als bärisch gilt.
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