DRAM-Aktie: Warum dieser ETF mit Micron, SK Hynix und SanDisk abgestürzt ist
KI-Sentiment: 18/100 Bärisch
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Verkaufen: DRAM (Roundhill Memory ETF). Der Artikel weist auf ein Risiko eines Peak-/Abschwungs der Speichernachfrage hin (Meta monetarisiert überschüssige Kapazitäten), potenziellen Angebotsdruck (Apple drängt auf Käufe aus China) und eine bärische Divergenz (PPO fällt, RSI sinkt von 89 auf 43). Da die drei größten Positionen rund 73.4% der Vermögenswerte ausmachen, trifft jede negative Verschiebung den gesamten Korb schnell.
Kernrisiko: Meta und Apple verändern das Nachfrage-/Angebotsbild nicht – die Speicherpreise halten sich und die bärische Divergenz schlägt nicht in einen echten Abwärtstrend um.
Verkaufen: SK Hynix. Die Meldung hebt ein gehebeltes Produkt im Zusammenhang mit SK Hynix (CSOP Sk Hynix Daily (2x)) hervor, das mehr als ~$13B an Assets akkumuliert hat und nun beginnt, den zugrunde liegenden Titel zu bewegen – zusätzlich steigen die Haushaltskredite in Korea im Zusammenhang mit der Aktiendnachfrage, was erzwungene Glattstellungen vorbereiten kann. Diese Kombination kann scharfe, liquiditätsgetriebene Abwärtsbewegungen auslösen, selbst wenn die Fundamentaldaten stabil bleiben.
Kernrisiko: Die gehebelten Zuflüsse werden nicht abgebaut (keine erzwungenen Verkäufe) und die Nachfrage/Preisbildung für SK Hynix-Speicher bleibt stark genug, um technischen Druck zu absorbieren.
- Der DRAM-ETF hat in den letzten Tagen eine starke Kehrtwende erlebt.
- Apple erwägt offenbar den Kauf von Speicher bei chinesischen Unternehmen.
- Meta Platforms erwägt offenbar den Verkauf überschüssiger Rechenzentrumskapazitäten.
Der Roundhill Memory ETF (DRAM) gab zum zweiten Tag in Folge nach, da die Nervosität in der Speicherbranche zunahm. Der Fonds, der zu einem $24.3 billion Riesen angewachsen ist, fiel im vorbörslichen Handel auf $62.45 und liegt damit 22.75% unter seinem Höchststand in diesem Jahr.
Warum der DRAM-ETF fällt
DRAM ist ein führender ETF, der Anlegern Zugang zu den größten Unternehmen der Speicherbranche bietet. Er bildet überwiegend Unternehmen aus den Vereinigten Staaten, Japan und Südkorea ab.
Die größten Namen im Fonds sind Unternehmen wie Samsung Electronics, SK Hynix, Micron, SanDisk und Kioxia. Die drei größten Positionen machen rund 73.4% des Fonds aus, was ein erhebliches Risiko darstellt, falls sich die Lage verschlechtert.
Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Situation in der Speicherbranche verändert. So deutete ein Bericht am Mittwoch darauf hin, dass Meta Platforms erwäge, ein Cloud-Geschäft zu starten, um überschüssige Kapazitäten zu verkaufen.
Der Begriff „überschüssig“ sendet ein deutliches Warnsignal an Anleger, da Meta zu einem der größten Ausgeber in der KI-Branche geworden ist. Es plant, in diesem Jahr zwischen $125 billion und $145 billion an Kapitalausgaben. Zuletzt kündigte es einen $27 billion-Deal mit Nebius an, einem der führenden Anbieter in der Neocloud-Branche.
WEITERLESEN: DRAM-ETF läuft auf vollen Touren – aber Vorsicht vor großen Risiken
Daher besteht das Risiko, dass die Branche ihren Höhepunkt erreicht, was zu einer Verlangsamung führen könnte, die die Kurse in den vergangenen Jahren angetrieben hat. In einer Notiz schrieben Analysten von DA Davidson:
„Wenn Meta die Capex drosselt und beginnt, diese zu monetarisieren, sehen wir erhebliches Aufwärtspotenzial bei Umsatz und Cashflow. Es könnte im KI-Wettlauf bleiben, indem es zu seinen Open‑Source-Wurzeln zurückkehrt.“
Der DRAM-ETF steht zudem vor großen Herausforderungen, nachdem Berichte darauf hindeuteten, dass Apple Druck auf die Trump-Administration ausübte, um den Kauf von Speicherchips bei großen chinesischen Lieferanten zu ermöglichen. Würde ein solcher Schritt akzeptiert, würde dies das Angebot an Chips erhöhen und deren Preise belasten.
Der ETF fällt außerdem nach einem neuen Bericht über SK Hynix. Laut Bloomberg hat das Produkt CSOP Sk Hynix Daily (2x) mehr als $13 billion an Vermögenswerten akkumuliert und beginnt nun, die Aktie zu bewegen, die es abbilden soll.
Es gibt Befürchtungen, dass die wachsende Hebelwirkung bei südkoreanischen Aktien in den kommenden Monaten eine Rückbewegung auslösen könnte, sobald Händler beginnen, diese Positionen abzubauen.
Ein aktueller Bericht zeigte, dass die Konsumentenkredite in Südkorea im Mai um KRW 9.3 trillion zunahmen, nach KRW 3.5 trillion im April – das stärkste Wachstum seit August 2024. Citi stellte fest, dass der Anstieg weitgehend auf die wachsende Nachfrage nach Aktien zurückzuführen sei.
Bullische Divergenz bildet sich
DRAM-Aktienchart | Quelle: TradingView
Der DRAM-ETF läuft zudem Gefahr, dass sich eine bärische Divergenz gebildet hat, ein Muster, das auftritt, wenn wichtige Oszillatoren fallen, während die Assets steigen.
In diesem Fall zeigt das Vierstunden-Chart, dass der Percentage Price Oscillator (PPO) seit dem 11. Mai, als er bei 10.4% seinen Gipfel erreichte, gefallen ist. In ähnlicher Weise ist der Relative Strength Index (RSI) von einem überkauften Niveau von 89 auf aktuell 43 gesunken.
Auf eine bärische Divergenz folgt normalerweise eine Kursschwäche, was erklärt, warum die DRAM-Aktie heute fällt.
Der Rückgang erfolgt auch, weil Anleger Gewinne in diesen Speicheraktien realisieren, die in diesem Jahr zu den besten Performern in den USA, Japan und Südkorea gehören.
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