Trump kaufte Nvidia und Google: 327 Aktien vor Zollerücknahme-Rallye
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NVDA über QQQ kaufen (oder NVDA direkt kaufen). Die Nachricht ist eine politisch getriebene Überverkaufsbereinigung, gefolgt von einer schnellen Zollpause; der stärkste Aufwärtsimpuls traf zuerst die Mega‑Cap‑Techwerte (NVDA +18,7% am 9. April). Trumps Käufe am Tiefpunkt signalisieren eine Rückkehr institutioneller Risikobereitschaft zu denselben Leitaktien, die Rallyes anführen, wenn die Unsicherheit nachlässt.
Kernrisiko: Eine erneute Eskalation bei Zöllen (insbesondere gegenüber China), die einen weiteren breiten Tech‑Ausverkauf auslöst, bevor sich der Markt stabilisieren kann.
AAPL und MSFT als Paarkorb kaufen. Beide gehörten zu den Käufen und zogen dann nach der Aussetzung stark an, was zu einer „Qualitäts‑Mega‑Cap‑Erholung“ passt: Wenn die politische Angst nachlässt, bewertet der Markt die liquidesten, cash‑starken Werte zuerst neu. Das ist eine sauberere Art, die gleiche These auszudrücken, als dem einzelnen größten Gewinner hinterherzulaufen.
Kernrisiko: Gewinn‑ oder Prognoseenttäuschungen, die die zollbedingte Erleichterung für die Fundamentaldaten irrelevant machen.
- Trumps Konten kauften 327 Aktien einen Tag vor der Zollpause.
- S&P 500 stieg nach Trumps Aussetzung vieler Zölle um 9,52%.
- Das Weiße Haus erklärt, Trump erteilt keine Anweisungen zu individuellen Aktiengeschäften.
Die Anlagekonten des US‑Präsidenten Donald Trump kauften am 8. April 2025 Hunderte von Aktien, einen Tag bevor er einen Teil seines „Liberation Day“-Zollplans aussetzte und damit eine der größten Wall‑Street‑Rallyes der letzten Jahre auslöste.
Die Abfolge, die in neu veröffentlichten Finanzoffenlegungen von CNBC analysiert wurde, hat neue Aufmerksamkeit erregt, weil die Trades nahe dem Tiefpunkt eines zollgetriebenen Ausverkaufs erfolgten.
Das Weiße Haus und Trumps Vertreter sagen, der Präsident gebe keine Anweisungen für einzelne Anlageentscheidungen.
Trumps Kaufrausch am Tiefpunkt des Einbruchs
Das Timing wirkt auffällig: Trump hatte am 2. April 2025 umfassende Zölle angekündigt, was die Märkte in einen raschen viertägigen Abwärtstrend schickte.
Der S&P 500 verlor nach der Ankündigung mehr als 12% und schloss am 8. April unter 5.000, dem niedrigsten Schlusskurs seit fast einem Jahr.
Am selben Tag tätigten Trumps Anlagekonten laut der neu eingereichten Offenlegung 327 einzelne Aktienkäufe.
Laut CNBC‑Analyse war der 8. April Trumps elftgeschäftigster Kaufstag 2025 und mehr als das Fünffache seines Tagesdurchschnitts von rund 62 Trades.
Zu den Käufen gehörten einige der größten US‑Technologiewerte wie Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon und Alphabet, wobei jeder dieser Käufe mit bis zu 250.000 $ angegeben wurde.
Die Offenlegungen zeigen nicht die genauen Preise, Gewinne oder ob die Trades direkt als Stammaktien oder über verwaltete Kontostrukturen ausgeführt wurden.
Das ist wichtig, weil die Meldungen Zeitpunkt und grobe Wertbandbreiten zeigen, nicht die Absicht.
Dann kam die Wende — und die Rallye
Am nächsten Morgen postete Trump um 9:37 Uhr ET auf Truth Social:
„JETZT IST EINE GUTE ZEIT ZUM KAUFEN!!! DJT.“
Kurz nach 13:00 Uhr kündigte er eine 90‑tägige Aussetzung vieler der Zölle an, die die Märkte verunsichert hatten, während er die Zölle gegenüber China erhöhte.
Die Marktreaktion war sofortig: Der S&P 500 stieg am 9. April um 9,52%, sein größter Tagesgewinn seit Oktober 2008, während der Nasdaq um 12,16% und der Dow fast 8% zulegte.
Apple stieg um 15,3% und Nvidia legte um 18,7% zu – zwei der stärksten Bewegungen unter den großen Technologiewerten.
Marktstrategen beschrieben die Rallye als Reaktion auf die plötzliche Erleichterung nach mehreren Tagen erzwungenen Verkaufs.
Gina Bolvin, Präsidentin der Bolvin Wealth Management Group, sagte Reuters, Anleger hätten die Aussetzung als Schritt in Richtung Klarheit gesehen, warnte jedoch, dass nach dem 90‑Tage‑Zeitraum weiterhin Unsicherheit bestehe.
Kevin Gordon von Charles Schwab sagte, das Aufbäumen von überverkauften Niveaus sei nachvollziehbar, fügte jedoch hinzu, dass sich die Politik so schnell ändere, dass Entscheidungen mit hoher Überzeugung schwerfielen.
Kritiker blieben beim Timing fokussiert.
Die demokratischen Senatoren Ruben Gallego und Adam Schiff baten das Office of Government Ethics zu prüfen, ob Mitarbeiter des Weißen Hauses oder Mitglieder der Familie Trump vorab von der Aussetzung Kenntnis hatten und daraufhin gehandelt haben, berichtete The Washington Post.
Verspätete Offenlegungen und die Verteidigung des Weißen Hauses
Die Frage der Transparenz gehört jetzt zur Geschichte.
Bundesethikregeln verlangen, dass periodische Transaktionsberichte innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Mitteilung über eine erfasste Transaktion und spätestens 45 Tage nach der Transaktion eingereicht werden.
Trump reichte keine 278‑T‑Transaktionsberichte für die April‑Trades ein, und ein Prüfer des Office of Government Ethics wies später auf mögliche Versäumnisgebühren für Transaktionen hin, die zuvor nicht auf diesen Formularen gemeldet worden waren.
Die jährliche Meldung selbst umfasste 927 Seiten und wurde diese Woche von der US‑Regierung veröffentlicht.
Das Weiße Haus hat die Kritik wegen Interessenkonflikten zurückgewiesen.
Sprecherin Anna Kelly sagte Reuters, weder der Präsident noch seine Familie hätten sich an Interessenkonflikten beteiligt oder würden dies tun, und dass Trumps Handlungen im besten Interesse der Amerikaner getroffen würden.
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