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XRP verteidigt $1 – harte Probe, da ETF‑Nachfrage zu bröckeln beginnt

XRP verteidigt $1 – harte Probe, da ETF‑Nachfrage zu bröckeln beginnt
Hassan Maishera
09. Juli 2026, 10:07 AM

Unterstützt von

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XRP verkaufen (Spot)

XRP schafft es nicht, die Zone $1.02–$1.09 zu halten, während die ETF‑Nachfrage zu bröckeln beginnt (US‑Spot‑XRP‑ETFs verzeichneten Nettoabflüsse). Es notiert außerdem unter den 50/100/200‑Tage‑EMAs ($1.173/$1.275/$1.482) mit einem RSI von ~42 und nachlassender MACD‑Dynamik – klassisches „schwacher Rebound, dann weiterer Abwärtstrend“. Verkaufen/meiden, bis es $1.173 mit starkem Volumen zurückerobert.

Kernrisiko: ETF‑Abflüsse stoppen und XRP erobert den 50‑Tage‑EMA ($1.173) zurück, wodurch die Dynamik wieder auf Käufer umschlägt.

BTC short gegen Cash (BTC‑Abwärtsrisiko)

Der Artikel verknüpft die Kryptoschwäche mit Risk‑Off durch die Eskalation zwischen USA und Iran sowie mit hawkisheren Fed‑Erwartungen (Zinserhöhungschance >30%). Das Abrutschen von BTC unter $62,000 signalisiert breit angelegtes De‑Risking, das typischerweise Altcoins wie XRP mit nach unten zieht. BTC shorten (oder BTC‑Puts kaufen), um den anhaltenden marktweiten Druck zu monetarisieren.

Kernrisiko: Die geopolitischen Spannungen deeskalieren und die Wahrscheinlichkeit einer Fed‑Zinserhöhung fällt schnell, was eine breit angelegte Krypto‑Rally auslösen würde.

  • XRP hat sich nach dem heftigen Verkaufsdruck am Mittwoch bis auf $1.09 erholt.
  • Erneute USA‑Iran‑Spannungen und die Möglichkeit einer Fed‑Zinserhöhung haben riskante Anlagen unter Druck gesetzt.
  • XRP könnte kurzfristig den 50‑Tage‑EMA bei $1.173 zurückerobern, falls die Rally anhält.

XRP von Ripple hat das Unterstützungsniveau bei $1.02 nach dem heftigen Verkaufsdruck am Mittwoch erfolgreich verteidigt.

Die aktuellen Marktbedingungen werden von eskalierenden geopolitischen Spannungen und wachsenden Sorgen über die US‑Geldpolitik getrieben.

XRP hat sich leicht auf $1.09 erholt. Die Schwäche ist darauf zurückzuführen, dass Anleger ihre Exponierung gegenüber risikoreichen Anlagen verringern, angesichts des erneuten Konflikts im Nahen Osten und zunehmend restriktiverer Zinserwartungen.

Erneuter US‑Iran‑Konflikt drückt die Anlegerstimmung

Die Risikobereitschaft schwächte sich diese Woche, nachdem die Spannungen zwischen den USA und Iran erneut eskalierten.

Berichten zufolge führte das US‑Militär eine neue Angriffswelle gegen Iran als Reaktion auf Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus durch.

Iran reagierte darauf mit Angriffen auf US‑Militäranlagen und ‑güter in Bahrain und Kuwait, während US‑Präsident Donald Trump am Mittwoch erklärte, der Waffenstillstand mit Iran sei beendet.

Der erneute Konflikt veranlasste Anleger, sich von riskanteren Anlagen, darunter Kryptowährungen, zurückzuziehen.

Die Marktstimmung wurde auch durch die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls des Federal Open Market Committee (FOMC) vom 16.–17. Juni beeinflusst.

Die Protokolle zeigten, dass die Entscheider der Federal Reserve hinsichtlich des Zinsausblicks weiterhin uneins sind, wobei anhaltende Inflationssorgen die nachlassenden Bedenken um den Arbeitsmarkt überwiegen.

Nach der Veröffentlichung steigerten Händler die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung.

Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von über 30% für eine Zinserhöhung bei der nächsten Federal Reserve‑Sitzung ein, nach unter 20% noch vor einer Woche.

Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und höheren Erwartungen an eine straffere Geldpolitik trug zu einem breiten Rückgang des Kryptomarkts bei, wobei Bitcoin (BTC) unter $62,000 fiel.

Auch die institutionelle Nachfrage nach XRP zeigte Anzeichen einer Abschwächung.

Daten von CoinGlass zeigen, dass US‑Spot‑XRP‑ETFs am Mittwoch 7,3 Millionen USD (ca. 6,4 Millionen €) an Nettoabflüssen verzeichneten, nach zwei vergleichsweise ruhigen Handelssitzungen.

Sollten die ETF‑Abflüsse in den kommenden Tagen anhalten, könnte XRP zusätzlichen Abwärtsdruck ausgesetzt sein, da die institutionelle Nachfrage nachlässt.

Marktinformationen von CryptoQuant deuten darauf hin, dass große Whale‑Aktivitäten sowohl im Spot‑ als auch im Futures‑Markt sichtbar bleiben.

Die Daten zeigen außerdem, dass die meisten anderen On‑Chain‑Indikatoren neutral bleiben.

Die Daten von CryptoQuant sprechen zudem für vorsichtigen Optimismus und lassen Raum für eine mögliche Erholung, falls die Kaufaktivität zunimmt.

XRP‑Preisanalyse: Bären behalten unter wichtigen Widerständen die Kontrolle

XRP notierte am Donnerstag bei rund $1.09 und blieb damit klar in einem kurzfristigen Abwärtstrend.

Der Token handelt weiterhin unter seinem 50‑Tage‑EMA bei $1.173, dem 100‑Tage‑EMA bei $1.275 und dem 200‑Tage‑EMA bei $1.482.

Die Kursbewegung bleibt zudem innerhalb eines parallel abwärts geneigten Kanals eingeschlossen, was die bärische Marktstruktur untermauert.

Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass die Kaufdynamik weiter nachlässt.

Der Relative‑Stärke‑Index (RSI) liegt bei rund 42 und signalisiert eine schwache Kaufdynamik, ohne in den überverkauften Bereich vorzudringen.

Unterdessen bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) leicht positiv, verliert jedoch an Stärke, was darauf hindeutet, dass jüngste Erholungsversuche keine Nachhaltigkeit fanden.

Damit sich der kurzfristige Ausblick für XRP verbessert, müssen die Bullen mehrere wichtige Widerstandsbereiche zurückerobern.

Der erste wichtige Widerstand liegt beim 50‑Tage‑EMA bei $1.173. 

XRP/USD 4‑Stunden-Chart

Ein deutlicher Ausbruch über dieses Niveau könnte XRP in Richtung der 100‑ und 200‑Tage‑EMAs bei $1.25 bzw. $1.482 treiben. Der wichtigste langfristige Widerstand bleibt bei $1.900. 

Sollte XRP seine kurzfristigen gleitenden Durchschnitte nicht zurückerobern, dürfte der breitere technische Ausblick weiterhin bärisch bleiben.