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Top 4 Katalysatoren für den FTSE-100-Index in dieser Woche

Top 4 Katalysatoren für den FTSE-100-Index in dieser Woche
Crispus Nyaga
20. Juli 2026, 09:31 AM

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Shell (LSE: SHEL)

Kauf Shell. Der Artikel weist auf das Risiko durch die Straße von Hormus hin und stellt fest, dass „die Energiepreise weiter steigen werden“, was direkt ölgebundene Gewinne stützt. Shell hat sich bereits erholt (gegenüber dem Monatstief um ~13 % gestiegen), und diese Dynamik sollte anhalten, wenn Rohöl während des Eskalationszeitraums gefragt bleibt.

Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation, die die Ölpreise wieder unter die Niveaus fallen lässt, die für eine Neubewertung der Energieerträge nötig sind.

IAG (LSE: IAG)

Verkauf IAG. Irans Drohung, Schlüssel‑Flughäfen in der Region zu treffen, erhöht das Tail‑Risk für Flugrouten, Kapazitäten und Versicherungskosten. Der Artikel nennt IAG ausdrücklich als einen Titel, der durch die Iran‑Eskalation unter Druck geraten dürfte, wobei das Risiko asymmetrisch gegenüber Aufwärtsrisiken ist.

Kernrisiko: Eine deutliche Deeskalation oder Routen‑/Hedging‑Maßnahmen, die eine nennenswerte Störung von IAGs Nahost‑Exposure verhindern.

  • Der FTSE‑100‑Index hat sich in den vergangenen Wochen stabil gezeigt.
  • Er dürfte auf die anhaltende Eskalation zwischen den USA und Iran reagieren.
  • In dieser Woche veröffentlicht das Vereinigte Königreich wichtige makroökonomische Daten.

Der FTSE-100-Index ist in den letzten Tagen stabil geblieben und erreichte seinen höchsten Stand seit dem 8. Juli. Er hat seit seinem Tief im März dieses Jahres um fast 10 % zugelegt. Dieser Artikel hebt einige der wichtigsten Katalysatoren für den Footsie-Index in dieser Woche hervor.

FTSE 100 Index reagiert auf den US‑Iran‑Konflikt

Ein zentraler Katalysator für den Footsie-Index in dieser Woche ist die anhaltende US‑Iran‑Krise, die sich weiter zuspitzt. In Iran wurden Dutzende Menschen getötet, während zwei US-Soldaten in Jordanien ums Leben kamen. 

Verschärfend kommt hinzu, dass Befürchtungen bestehen, dies könne zu einem neuen „forever war“ werden, da Gespräche keine nennenswerten Ergebnisse erbracht haben. Infolgedessen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Energiepreise weiter steigen, solange die Sperrung der Straße von Hormus andauert.

Einzeltitel im FTSE-100-Index reagieren unterschiedlich auf den US‑Iran‑Konflikt. So dürften die Aktien von IAG und Rolls‑Royce unter Druck geraten, da Iran gewarnt hat, bei andauernden US‑Angriffen auf kritische Infrastruktur Schlüssel-Flughäfen in der Region zu treffen.

Andererseits werden sich Energiewerte wie Shell und BP voraussichtlich weiterhin erholen, da die Ölpreise anziehen. Shell ist gegenüber seinem Monatstief um 13 % gestiegen, während BP um 15 % zugelegt hat.

UK‑Inflation, Arbeitsmarkt und Einzelhandelsumsätze

Der FTSE-100-Index wird in dieser Woche auch auf wichtige makroökonomische Daten aus dem Vereinigten Königreich reagieren. Diese Zahlen sind bedeutsam, da sie Hinweise darauf liefern, wie die Bank of England (BoE) handeln könnte.

Ökonomen erwarten, dass die bevorstehenden Daten zeigen, dass die Arbeitslosenquote im Mai bei 4,9 % verharrte. Da die Energiepreise im Juni gefallen sind, wird erwartet, dass die Gesamtinflation (CPI) von 2,8 % im Mai auf 2,7 % im Jahresvergleich im Juni zurückging. Die Kerninflationsrate wird ebenfalls voraussichtlich von 2,6 % auf 2,5 % im Jahresvergleich sinken.

Auch wenn dieser Rückgang ermutigend wäre, besteht das Hauptrisiko darin, dass sich der US‑Iran‑Konflikt erneut verschärft und die Energiepreise wieder anziehen. Sollte der Konflikt andauern, besteht die Gefahr, dass die Inflation hartnäckig über dem 2‑%‑Ziel bleibt.

Das Vereinigte Königreich wird am Freitag außerdem die neuesten Einzelhandelsumsätze veröffentlichen. Diese Zahlen erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Bank of England auf Polymarket auf 38 % gestiegen ist (Polymarket).

Andy Burnham wird UK‑Premierminister

Ein weiterer wichtiger Treiber für den FTSE-100-Index in dieser Woche ist die Politik: Andy Burnham wird am Montag voraussichtlich neuer Premierminister. Er ist bereits zum neuen Vorsitzenden der Labour Party gewählt worden.

Es gibt Hinweise darauf, dass Burnham Shabana Mahmood zur nächsten Finanzministerin ernennen könnte. Shabana wird weithin als marktfreundlichere Führungspersönlichkeit angesehen als Ed Miliband, der ebenfalls in Betracht gezogen wurde.

Händler werden sich auf weitere Ankündigungen des neuen Premierministers konzentrieren, wie das Wirtschaftswachstum und die Finanzmärkte angekurbelt werden sollen.

Berichtssaison in den USA und Großbritannien

Schließlich wird der FTSE-100-Index auch auf die fortlaufende Berichtssaison in den USA und Großbritannien reagieren. Hunderte US‑Unternehmen werden ihre Zahlen veröffentlichen, darunter besonders beachtete Namen wie Tesla, Google, Charles Schwab, Chubb, GM und GE Vernova. Historisch haben US‑Gewinnberichte einen bedeutenden Einfluss auf britische Aktien.

In Großbritannien werden BT Group, ein großer Telekommunikationskonzern, seine Finanzzahlen veröffentlichen, die zeigen sollen, wie die Turnaround‑Strategie voranschreitet. Auch Compass Group, ein führendes Unternehmen im Bereich Catering/Food‑Services, wird seine Zahlen bekanntgeben.