AMD will laut Bericht bis zu 5 Mrd. $ in Anthropic investieren bei KI‑Chip-Deal
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Kaufempfehlung für AMD. Die berichtete Investition von bis zu 5 Mrd. $ plus die Multi‑Gigawatt‑MI450‑Kaufverpflichtung ab 1H’27 ist ein echtes Nachfrage‑Signal und kein reines Marketing. Sie vertieft zudem Anthropics Abhängigkeit von AMD‑Hardware und stärkt AMDs Software‑Glaubwürdigkeit durch die auf Claude basierende Engineering‑Zusammenarbeit – was AMD hilft, die „Software‑Vertrautheits“‑Lücke zu Nvidia zu schließen.
Kernrisiko: Anthropic verfehlt die Bereitstellungsmeilensteine oder der Hochlauf der MI450 verzögert sich, sodass die 5 Mrd. $ wirkungslos bleiben und das Nachfrage‑Signal schwächer ausfällt.
Selektiver Kauf von NVDA‑Puts (oder selektives Shorten von NVDA). Wenn Anthropic bedeutende MI450‑Kapazitäten sichert und über Cloud‑/Leasing‑Partner skaliert, reduziert das marginal den zusätzlichen Nvidia‑Anteil für die nächste Welle von durch Anthropic getriebener Inferenz‑Nachfrage. Der Markt könnte das zunächst unterbewerten, weil es „nur ein Kunde“ ist, aber die Größenordnung von Anthropic macht es zu einem relevanten Volumenhebel in Rechenzentren.
Kernrisiko: Anthropic führt weiterhin den Großteil der Inferenz auf Nvidia‑Hardware aus (oder die Kundenmischung bleibt überwiegend Nvidia‑lastig), sodass AMDs Deal Nvidias Umsatzentwicklung nicht beeinträchtigt.
- AMD und Anthropic unterzeichnen KI‑Chip‑Deal im Wert von mehreren zehn Milliarden.
- Anthropic kauft ab 2027 bis zu 2 GW AMD MI450‑Chips.
- AMD plant Investitionen von bis zu 5 Mrd. $ in Anthropic.
Advanced Micro Devices Inc. AMD und Anthropic haben einem Vertrag über künstliche‑Intelligenz‑Server im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar zugestimmt, berichtete das Wall Street Journal. Der Schritt könnte AMDs Stellung gegenüber Nvidia stärken und zugleich die Rechenkapazität von Anthropic ausbauen.
Nach dem berichteten Abkommen wird Anthropic ab der ersten Hälfte des Jahres 2027 bis zu 2 Gigawatt der nächsten Generation von AMDs Instinct MI450‑Chips kaufen.
AMD wird zudem bis zu 5 Mrd. $ in Anthropic investieren, vorbehaltlich des Erreichens bestimmter Bereitstellungsmeilensteine durch das KI‑Startup.
Die AMD‑Aktien fielen nach dem Bericht im vorbörslichen Handel um etwa 2,5 %.
Das Abkommen ist AMDs erste Investition in Anthropic und erweitert die Präsenz des Chipherstellers im rasant wachsenden Markt für KI‑Infrastruktur.
Anthropic setzt AMD‑Chips in der KI‑Infrastruktur ein
Dem Bericht zufolge wird Anthropic einige der AMD‑Chips in eigenen Rechenzentren einsetzen und zusätzliche Rechenkapazität über große Cloud‑Provider und Neocloud‑Anbieter anmieten.
AMD und Anthropic arbeiten außerdem gemeinsam daran, geeignete Rechenzentrumsstandorte für die Bereitstellung der neuen Hardware zu identifizieren.
„Wir wollten unbedingt ein wichtiger Teil ihrer Infrastruktur sein“, sagte AMD‑Chief Executive Lisa Su.
Sie fügte hinzu, dass die Engineering‑Teams der Unternehmen bereits seit geraumer Zeit zusammenarbeiten.
Anthropic betreibt derzeit Workloads auf mehreren KI‑Hardwareplattformen, darunter die Tensor Processing Units von Google, Amazons Trainium‑Chips und Grafikprozessoren von Nvidia.
Zur Planung großer KI‑Infrastruktur‑Rollouts sagte Su: „Man kann nicht einfach eines Morgens aufwachen und sagen: ‚Oh, ich will morgen ein Gigawatt Rechenleistung.‘“
„Man muss tatsächlich 12, 18, 24 Monate im Voraus planen, was man will.“
Das Wall Street Journal berichtete außerdem, dass AMD Gespräche darüber führt, eine finanzielle Absicherung für künftige Rechenzentrumsmieten von Anthropic bereitzustellen.
AMD intensiviert Herausforderung gegenüber Nvidia
Der Deal fällt in eine Phase, in der AMD seine Marktanteile im Markt für KI‑Beschleuniger weiter ausbauen möchte; dort ist Nvidia nach wie vor der dominierende Anbieter.
Die wachsende Nachfrage nach KI‑Infrastruktur eröffnet AMD Chancen, da Entwickler nach alternativen Chip‑Anbietern suchen.
AMD hat kürzlich große Vereinbarungen mit OpenAI und Meta Platforms gesichert und arbeitet daran, jüngere KI‑Firmen als Kunden zu gewinnen.
Im Rahmen der Partnerschaft hat AMD zudem eine technische Zusammenarbeit mit Anthropic vereinbart, bei der Anthonpics Claude‑KI‑Modelle genutzt werden sollen, um die Leistung der AMD‑Chiptechnologie zu verbessern.
Die Verbreitung von AMD‑Chips liegt derzeit hinter der von Nvidias Produkten, teilweise weil viele KI‑Entwickler mit dem Software‑Ökosystem von Nvidia vertrauter sind.
Dem Bericht zufolge hat AMD außerdem Anreize, darunter Warrant‑Angebote, eingesetzt, um große Kunden zu gewinnen.
Die Nachfrage nach KI‑Infrastruktur beschleunigt weiter
Das Abkommen dürfte Anthropic dabei helfen, die steigende Nachfrage nach seinen KI‑Diensten zu bedienen, nachdem die rasche Adoption die eigenen Rechenressourcen belastet hatte.
Das Unternehmen erlitt in den vergangenen Monaten Kapazitätsengpässe, wobei einige Kunden Ausfälle und Nutzungslimits meldeten, als die Nachfrage nach seinen KI‑Tools stieg.
Anfang dieses Jahres hat Anthropic seine Infrastruktur‑Partnerschaften durch Vereinbarungen mit Google, Amazon und Elon Musks SpaceX ausgeweitet, das begonnen hat, überschüssige Rechenzentrums‑Kapazitäten Kunden anzubieten.
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