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USD/JPY-Prognose: Wie geht es weiter mit dem fallenden japanischen Yen?

USD/JPY-Prognose: Wie geht es weiter mit dem fallenden japanischen Yen?
Crispus Nyaga
23. Juli 2026, 04:52 AM

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Long auf USD/JPY

USD/JPY kaufen. Die Zinsdifferenz weitet sich weiterhin aus (BoJ ~1% vs Fed 3.50–3.75% mit >67% Wahrscheinlichkeit weiterer Fed-Erhöhungen), und das Chart befindet sich bereits in einem bullischen Regime (Breakout über 162.82; gestützt vom 50-Tage-EMA und Supertrend). Auf Rücksetzer in Richtung 162.8–163.0 aufstocken; Ziel 164, dann 165.

Kernrisiko: Die BoJ fährt überraschend einen schnelleren Straffungskurs, der die US–Japan-Zinsdifferenz merklich verringert und USD/JPY unter 162.8 zurückfallen lässt.

Short auf JPY (Carry-Unwind)

JPY über ein Carry-Proxy verkaufen: JPY gegenüber einem breiten Risiko-Korb shorten, z. B. über USD/JPY, oder USD/JPY-Call-Spreads kaufen. Der Yen-Abverkauf wird von Carry-Tradern verstärkt, und das Risiko im Nahen Osten treibt Anleger in die USD-Sicherheit, während Öl die Inflationserwartungen steigen lässt. Dieser Trade profitiert, wenn sich das Carry langsam weiter auflöst und der USD gefragt bleibt.

Kernrisiko: Ein starker Risk-off, der speziell den JPY stärkt (z. B. globale Funding-Stressphasen, die Yen-Rückführungen auslösen), oder eine plötzliche BoJ-Intervention, die tatsächlich Wirkung zeigt.

  • Das USD/JPY-Paar befindet sich in den letzten Monaten in einem Aufwärtstrend.
  • Der Rückzug des japanischen Yen setzte sich vor dem Hintergrund der Krise im Nahen Osten fort.
  • Die technische Analyse deutet darauf hin, dass das Paar kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial hat.

Der japanische Yen blieb heute, am 23. Juli, unter massivem Druck, da Händler angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten zum US-Dollar flüchteten. Das USD/JPY-Paar notierte bei 163,07, nur wenige Pips unter dem Wochenhoch von 163,2. 

Der Absturz des japanischen Yen setzt sich fort

Der japanische Yen ist in diesem Monat weiter gefallen, obwohl die Zentralbank des Landes mehrere Abwehrmaßnahmen eingeleitet hat. 

Die Bank of Japan hat die Zinsen auf den höchsten Stand seit 1995 angehoben und angedeutet, dass weitere Erhöhungen folgen könnten. 

Gleichzeitig hat die Bank mehr als 73 Milliarden US-Dollar für Devisenmarktinterventionen ausgegeben. Während solche Interventionen typischerweise einen stärkeren Yen auslösen, waren die Gewinne historisch gesehen meist von kurzer Dauer.

Der Yen ist größtenteils aufgrund der erheblichen Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan gefallen.

Die japanischen Zinsen sind auf 1% gestiegen, während die Fed sie in den USA unverändert zwischen 3.50% und 3.75% belassen hat. Ökonomen und Händler rechnen nun damit, dass die Fed in diesem Jahr weiter anheben könnte, da die Inflationssorgen bestehen bleiben. Die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Erhöhung liegt laut Polymarket inzwischen bei über 67%.

Höhere Zinsen in den USA machen den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen attraktiver. Sie haben zudem die Beliebtheit des USD/JPY-Paares bei Carry-Tradern angefacht, die in Niedrigzinswährungen leihen, um in höher verzinsliche Währungen zu investieren.

Die anhaltende Krise im Nahen Osten hat zum fortgesetzten Yen-Abverkauf beigetragen, da Japan in hohem Maße auf Öl aus der Region angewiesen ist. In einer Erklärung sagte ein iranischer Funktionär, dass sich die Krise ausweiten werde. Er sagte:

„Wenn die Amerikaner eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran ins Visier nehmen, wird der Iran seinerseits Infrastruktur und Brücken in der Region treffen, einschließlich Energieanlagen, in denen die Vereinigten Staaten Interessen haben.“

Daten zeigen, dass Brent und der West Texas Intermediate (WTI) über Nacht weiter gestiegen sind, während die Krise andauerte. Außerdem trafen Huthi-Kämpfer einen Öltanker, der versuchte, die Straße von Bab El-Mandab zu durchqueren. Brent sprang auf $96, während der WTI sich dem wichtigen Widerstand bei $90 näherte. Diese Ereignisse haben die Gewinne des US-Dollars befeuert, da Anleger in seine Sicherheit fliehen.

USD/JPY technische Analyse

USD/JPY

USD/JPY-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass das USD/JPY-Währungspaar in den letzten Monaten weiter gestiegen ist. Diese Zuwächse wurden vom 50-Tage-EMA gestützt. 

Das Paar hat kürzlich das wichtige Widerstandsniveau bei 162,82 durchbrochen, dem höchsten Stand seit dem 1. Juli. Es liegt zudem weiterhin über dem Supertrend-Indikator. 

Daher ist der Weg des geringsten Widerstands für das Paar bullisch, wobei das nächste wichtige Niveau bei 164 liegt. Ein Anstieg über diesen Preis könnte im Laufe der Zeit den Widerstand bei 165 anvisieren.