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Ölpreise steigen nach neuen US‑Iran-Angriffen, Durchfahrt durch Hormus hält

Ölpreise steigen nach neuen US‑Iran-Angriffen, Durchfahrt durch Hormus hält
Devesh Kumar
13. Juli 2026, 06:19 AM

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Brent-Rohöl (UKOIL)

Long‑Exposure auf Brent kaufen (z. B. Brent‑Futures oder ein ETF wie BNO). Der Artikel stellt fest, dass der Markt ein Risiko verlorener Liefermengen einpreist, nicht eine vollständige Schließung – daher können die Preise unterstützt bleiben, selbst wenn Schiffe weiterhin in reduziertem Umfang passieren. Eskalation (140 Ziele) + Zerfall der Waffenruhe + Auslaufen von Notfallfreigaben = anhaltender Aufschlag, nicht nur ein eintägiger Ausreißer.

Kernrisiko: Ein glaubwürdiges, durchsetzbares Abkommen zur Schifffahrt in Hormus bringt den Verkehr nahezu auf Normalniveau zurück und der Markt hört auf, Lieferverluste einzupreisen.

US-Dollar (UUP)

USD kaufen (z. B. UUP). Der Ölpreissprung überträgt sich auf Anleihen und den Dollar: zweijährige Renditen steigen und die Futures preisen mehr Fed‑Straffung ein. Diese Kombination stützt typischerweise den Dollar gegenüber Risikoanlagen und Rohstoffen, wenn Inflationsängste zunehmen.

Kernrisiko: Die Fed‑Erwartungen kehren sich schnell um (Renditen fallen), weil der Konflikt abkühlt oder die Inflationsängste nachlassen, was die Unterstützung des USD schwächt.

  • Die Ölpreise steigen um über 4%, nachdem erneute US‑Iran-Angriffe Lieferbefürchtungen schüren.
  • Hormus bleibt teilweise offen, der Schiffsverkehr verläuft auf reduziertem Niveau.
  • Analysten warnen, dass die gefährlichen Bedingungen in Hormus die Rohölpreise erhöht halten könnten.

Die Ölpreise stiegen am Montag um mehr als 4%, nachdem die USA und Iran eine weitere Angriffsserie ausgetauscht hatten, was die Befürchtungen erneuerte, dass Energielieferungen durch die Straße von Hormus stärker gestört werden könnten.

Die Wasserstraße funktioniert jedoch weiterhin. Iran erklärt sie für geschlossen, während die USA darauf bestehen, dass der Handelsschiffsverkehr weiterläuft, und Schiffsverfolgungsdaten zeigen, dass Schiffe die Straße zwar noch queren, jedoch in deutlich reduziertem Umfang.

Der Markt bewertet daher ein wachsendes Risiko verlorener Liefermengen, nicht eine bestätigte, durchsetzbare Schließung des weltweit wichtigsten Öl-Flaschenhalses.

Fragile Waffenruhe bricht erneut zusammen

Das US-Militär gab an, am Wochenende rund 140 iranische Ziele getroffen zu haben, darunter Raketensysteme, Drohnenanlagen, Munitionsdepots, Kommunikationsausrüstung und Marineinfrastruktur.

Es handelte sich um eine weitaus umfangreichere Operation als die beiden vorherigen US-Schläge in der vergangenen Woche.

Iran antwortete mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Einrichtungen mit US-Bezug in Bahrain, Kuwait, Katar, Jordanien, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der jüngste Austausch folgte einem Angriff auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff GFS Galaxy, das während der Durchfahrt durch die Straße auf einer Route nahe Oman außer Gefecht gesetzt wurde.

Die Eskalation hat die am 17. Juni von Washington und Teheran unterzeichnete Absichtserklärung weiter geschwächt.

Das Abkommen verlängerte den Waffenstillstand um 60 Tage, zielte darauf ab, den Schiffsverkehr wiederherzustellen, und sollte Verhandlungsspielraum über Irans Atomprogramm und Sanktionen schaffen.

Doch die Waffenruhe begann Anfang Juli zu zerfallen, nachdem Handelsschiffe angegriffen wurden und das US-Finanzministerium eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung für iranische Ölexporte widerrief.

Der Analyst von IG Australia, Tony Sycamore, sagte Al Jazeera, dass das Abkommen in der Frage, wer die Straße kontrollieren und den Schiffsverkehr regeln würde, „absichtlich vage“ formuliert gewesen sei.

Die Öl‑Rallye weitet sich auf Anleihen und den Dollar aus

Brent kletterte am Montag im asiatischen Handel um 4.1% auf $79.11 je Barrel, während West Texas Intermediate um 4.1% auf $74.37 zulegte.

Der internationale Referenzpreis war zuletzt bis auf $70.14 gefallen, da Händler zunehmend davon überzeugt waren, dass Produktion und Schiffsverkehre im Golf sich erholten.

Die jüngste Bewegung beschränkte sich nicht auf Energiemärkte.

Die zweijährigen US-Staatsanleiherenditen stiegen auf 4.2393%, den höchsten Stand seit Anfang 2025, während der Dollar an Stärke gewann.

Die Futures-Märkte erhöhten die erwartete Straffung der Federal Reserve bis zum Jahresende.

Diese Reaktion deutet darauf hin, dass Anleger eher über eine erneute Inflation besorgt sind als lediglich über einen vorübergehenden Sprung der Treibstoffpreise.

Teureres Rohöl erhöht Transport- und Produktionskosten, was den Ausblick für Zentralbanken potenziell verkomplizieren könnte, gerade da US-Inflationszahlen und die Kongressanhörung des Federal Reserve‑Vorsitzenden Kevin Warsh in den Fokus rücken.

Saul Kavonic, Leiter der Energiestudien bei MST Financial, sagte Al Jazeera, dass die Preise voraussichtlich erhöht bleiben würden, solange die Lage in der Straße gefährlich ist und Freigaben aus Notfallölreserven zurückgefahren werden.

Kavonic warnte, dass Iran seine Einflussnahme über die Wasserstraße zementieren wolle, wodurch der Verkehr monatelang auf unter die Hälfte des Vorkriegsniveaus fallen und es zu periodischen Aufflackern kommen könnte.