Invezz

FTSE 100 steigt, da fallende Ölpreise das globale Risikoempfinden stärken

FTSE 100 steigt, da fallende Ölpreise das globale Risikoempfinden stärken
Rivanshi Rakhrai
27. Juli 2026, 12:37 PM

Unterstützt von

Invezz
IAG (British Airways)

IAG: Kaufen. Niedrigere Ölpreise (~-6% to ~$90) senken Treibstoffkosten und stärken die Nachfrageerwartungen im Reisebereich nach der US‑Iran‑Pause. Der Artikel zeigt, dass Reise-/Freizeitwerte die FTSE‑Bewegung anführten (+2.3%) mit IAG +2.8%, was auf eine starke kurzfristige Dynamik hindeutet, die direkt mit Ölpreisen und geopolitischen Faktoren verknüpft ist.

Kernrisiko: Wenn Öl schnell wieder anzieht (oder die Spannungen erneut aufflammen), steigen die Treibstoffkosten wieder und die positive Reisedynamik würde sich umkehren.

Vodafone (Safaricom forecast upgrade)

Vodafone: Kaufen. Die Aktie ist ein klares UK‑Beta gegenüber einem verbesserten Risikoappetit, der Auslöser ist jedoch unternehmensspezifisch: angehobene Prognose im Zusammenhang mit dem Safaricom-Deal und Guidance am oberen Ende. Telekomdienstleister führten (+3%) und Vodafone sprang 4.5%, was darauf hindeutet, dass die Qualität von Ergebnissen und Guidance Zuflüsse antreibt, die über die makroökonomische Ölgeschichte hinausgehen.

Kernrisiko: Die Umsetzung des Safaricom-Deals enttäuscht oder die Guidance erweist sich als zu optimistisch, wodurch die Aktie trotz des makroökonomischen Rückenwinds neu bewertet werden könnte.

  • FTSE 100 steigt, da nachlassende US‑Iran‑Spannungen die Ölpreise drücken.
  • Reise-, Freizeit- und Telekomaktien führen die Gewinne an den britischen Märkten an.
  • Energieaktien fallen deutlich, während Anleger auf wichtige Signale der Zentralbanken warten.

Der Londoner FTSE 100 gewann am Montag, nachdem eine Pause der US‑Iran-Konfrontationen am Wochenende die Ölpreise fallen ließ und das Risikoempfinden an den Weltmärkten verbesserte.

Ein starker Rückgang der Energiewerte begrenzte jedoch den breiteren Aufwärtstrend.

Der Blue‑Chip-Index FTSE 100 stieg um 0,4 % auf 10.781 Punkte bis 09:22 GMT.

Auch der Mid‑Cap-Index FTSE 250 legte zu und gewann 0,6 %.

Die Marktbewegung folgte darauf, dass die USA ihre Angriffe auf den Iran am Wochenende aussetzten.

Die Entwicklungen milderten Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation und trugen zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise bei.

Die Ölpreise fielen um mehr als 6 % auf rund $90 pro Barrel.

Der Rückgang der Ölpreise drückte stark auf britische Energiewerte.

Der Sektor fiel um 2,5 % und steuerte auf seinen größten Tagesverlust seit Monatsbeginn zu.

Reise- und Freizeitwerte führen die Gewinne an

Reise- und Freizeitwerte gehörten am Montag zu den stärksten Performern am Londoner Markt.

Der Sektor legte um 2,3 % zu, da niedrigere Ölpreise das Risikoempfinden insgesamt verbesserten.

IAG-Aktien stiegen um 2,8 %, während Whitbread, Eigentümer von Premier Inn, um 2 % zulegte.

Die Gewinne bei reisebezogenen Aktien entstanden, weil Anleger positiv auf die Entspannung der geopolitischen Spannungen und den Rückgang der Ölpreise reagierten.

Die breitere Marktrallye blieb jedoch teilweise durch die Schwäche im Energiesektor gebremst.

Vodafone stärkt den Telekomsektor

Quartalszahlen trugen ebenfalls zu den Kursgewinnen am britischen Markt bei, da Anleger sich auf Unternehmensaktualisierungen und Prognosen konzentrierten.

Der FTSE‑350‑Index für Telekomdienstleister legte um 3 % zu.

Vodafone zählte zu den Haupttreibern der Sektorperformance, wobei die Aktie um 4,5 % stieg.

Das Unternehmen hob seine Prognose an, um den Safaricom-Deal zu berücksichtigen.

Vodafone gab außerdem an, Ergebnisse am oberen Ende der neuen Spanne zu liefern.

Die stärkere Performance von Vodafone hob den weiteren Telekomsektor und trug zum Anstieg des FTSE 100 während der Sitzung bei.

Pharmaaktien steigen nach AstraZeneca-Ergebnissen

Pharmatitel legten ebenfalls zu, der Sektor gewann 1,3 %.

AstraZeneca-Aktien stiegen um 1,6 %, nachdem das Unternehmen seine Jahres- und Langfristprognosen bestätigt hatte.

Die Pharmagruppe übertraf außerdem die Gewinnerwartungen für das zweite Quartal.

Die Ergebnisse stützten den breiteren britischen Markt zusätzlich, während Anleger Unternehmensgewinne vor dem Hintergrund der Entwicklungen an den Weltmärkten bewerteten.

Ergebnisse großer Tech-Unternehmen und Zentralbanken im Fokus

Anleger blicken auch auf die Ergebnisse großer US-Technologieunternehmen, darunter Microsoft und Apple.

Von deren Ergebnissen wird erwartet, dass sie zeigen, ob die durch Künstliche Intelligenz getriebene Marktrallye anhalten kann.

Die Entwicklung großer Technologieunternehmen könnte die Richtung der breiteren Märkte beeinflussen, während Anleger die Nachhaltigkeit der jüngsten, von KI getriebenen Gewinne beurteilen.

Die Aufmerksamkeit wird sich später in der Woche auch auf die geldpolitischen Stellungnahmen der US Federal Reserve und der Bank of England richten.

Anleger werden nach Hinweisen auf die voraussichtlichen nächsten geldpolitischen Schritte der Zentralbanken suchen.

Laut von LSEG zusammengestellten Daten rechnen die Märkte in beiden Volkswirtschaften mit mindestens einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.

Die Daten zeigten außerdem eine über 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine zweite Zinserhöhung in den USA und eine über 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine weitere Erhöhung im Vereinigten Königreich.

Vesuvius-Aktien fallen nach Gewinnrückgang

Anderswo im FTSE 250 fielen die Vesuvius-Aktien um etwa 10 % und machten das Unternehmen zum größten Verlierer im Mid‑Cap‑Index.

Die Aktie fiel, nachdem das Unternehmen einen Gewinnrückgang für das erste Halbjahr gemeldet hatte.

Der starke Rückgang der Vesuvius-Aktie stand im Gegensatz zu den breiteren Gewinnen an den britischen Märkten.

Während FTSE 100 und FTSE 250 zulegten, reagierten Anleger weiterhin auf unternehmensspezifische Gewinnaktualisierungen, Schwankungen der Ölpreise und Erwartungen an die Geldpolitik.