PayPal-Aktie im Fokus: Wall Street erwartet Reaktion auf Stripe-Angebot
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PayPal (PYPL) kaufen. Das $53B-Angebot von Stripe+Advent liegt unter PYPLs $49B-Bewertung, daher wird der Vorstand wahrscheinlich auf einen höheren Preis oder einen Bietkrieg drängen. Selbst bei einer Ablehnung kann der Weg eines „weißen Ritters“ die Aktie neu bewerten. Das Setup ist stärker, weil der Markt bereits langsames Wachstum und Margendruck einpreist, während ein Deal PYPL zu einem günstigen Forward-KGV (~10.5) bewerten würde.
Kernrisiko: Stripe+Advent ziehen sich zurück oder der Vorstand akzeptiert schnell bei ~$53B ohne höheres Gegenangebot.
PayPal (PYPL) verkaufen oder Put-Schutz vor den Zahlen kaufen. Wenn das Management einen Turnaround signalisiert ohne einen glaubwürdigen Fahrplan, kann die Aktie auf Basis derselben Fundamentaldaten fallen: Umsatzwachstum ~2% und EPS-Rückgang (steigende Kosten). Der Markt könnte das Angebot als Ablenkung werten und ein „kein Deal“-Ergebnis bestrafen.
Kernrisiko: Ein klarer, glaubwürdiger Weg zu einem höheren Gebot (oder einer Annahme), der den Gewinn-/Wachstumsrückgang überlagert.
- Die PayPal-Aktie bewegte sich in den letzten Tagen in einer engen Bandbreite.
- Stripe und Advent unterbreiteten ein $53 billion-Angebot für das Unternehmen.
- Das Management plant, auf das Gebot zu reagieren, wenn es seine Quartalszahlen veröffentlicht.
Die PayPal-Aktie geht mit Spannung in eine der bisher wichtigsten Ergebnisveröffentlichungen, da Anleger auf die Reaktion des Unternehmens auf das jüngste Übernahmeangebot von Stripe und Advent International warten. PYPL wurde bei $56 gehandelt, deutlich über dem Jahrestief von $40.
PayPal reagiert auf Angebot von Stripe und Advent
In einer der größten M&A-Geschichten des Jahres kündigten Stripe and Advent International an, dass sie sich zusammenschließen würden, um PayPal in einem $53 billion-Deal zu kaufen. Die aktuelle Bewertung von PayPal mit $49 billion deutet darauf hin, dass das Unternehmen das Angebot ablehnen könnte.
PayPal hat nicht formell auf das jüngste Angebot reagiert, aber einige Medienberichte deuten darauf hin, dass der Vorstand es aufgrund der Bewertung abgelehnt habe. Daher wird das Management voraussichtlich eine detaillierte Stellungnahme zum Angebot abgeben.
Das Unternehmen hat mehrere Optionen. Es kann das Angebot vollständig annehmen, was Stripe und Advent zugutekäme. Alternativ könnte es die beiden Unternehmen bitten, ihr Angebot zu erhöhen, was den Aktienkurs nach oben treiben würde.
Alternativ könnte ein „weißer Ritter“ auftauchen und ein höheres Gebot für das Unternehmen abgeben. Ein gutes Beispiel dafür ist, als Netflix in Paramounts Übernahme von Warner Bros. Discovery hineinplatzte. Danach schoss der Kurs von Warner Bros. Discovery nach oben, und Paramount war gezwungen, deutlich mehr zu zahlen, als ursprünglich vorgesehen.
PayPal könnte das Angebot auch ablehnen und das Management würde signalisieren, dass es einen Turnaround für das Unternehmen einleiten will. Sollte dies eintreten, könnten die beiden Erwerber daraufhin beschließen, das Angebot direkt an die Aktionäre zu richten.
Falls ein Deal zustande kommt, würden die beiden Unternehmen ein Unternehmen kaufen, das günstig bewertet ist. Daten zeigen, dass es ein Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10.5 aufweist, deutlich niedriger als der Fünfjahresdurchschnitt von 18.70. Dieses Multiple ist deutlich kleiner als der Durchschnitt des S&P 500 Index von 21.
PayPal veröffentlicht seine Q2-Ergebnisse
Analysten erwarten, dass der bevorstehende Quartalsbericht zeigt, dass sich das Geschäft von PayPal im zweiten Quartal weiter verlangsamt hat, da der Wettbewerb in der Branche zugenommen hat.
Die durchschnittliche Schätzung unter Analysten lautet, dass der Umsatz im Jahresvergleich nur um 2.2% auf $8.47 billion gestiegen ist. Für das dritte Quartal prognostizieren Analysten einen Umsatzanstieg von lediglich 2.54% auf $8.48 billion. Für das Gesamtjahr erwarten sie einen Umsatzanstieg von 3.48% auf $33.84 billion.
Gleichzeitig wird erwartet, dass das Ergebnis je Aktie von $1.4 auf $1.28 sinkt, da die Kosten weiter steigen.
Das Wachstum von PayPal hat sich in den letzten Jahren deutlich abgeschwächt, da der Wettbewerb im Zahlungsverkehr zugenommen hat. Es konkurriert nun mit Unternehmen wie Stripe, Google, Amazon und Apple.
Einige Wachstumsinitiativen haben sich nicht bewährt. Zum Beispiel hat PayPal USD (PYUSD) Jahre nach seiner Einführung noch keinen nennenswerten Marktanteil im Stablecoin-Bereich gewonnen. Es hat nur $2.4 billion an verwalteten Vermögenswerten, ein verschwindend geringer Betrag in einer Branche mit über $300 billion an Vermögenswerten.
Das Unternehmen hat außerdem Fastlane gestartet, das den Checkout-Prozess vereinfachen soll. Dieser Launch hat in den letzten Jahren nicht zu einem signifikanten Wachstum des Zahlungsvolumens geführt. Zuletzt strich es im ersten Quartal 20% der Belegschaft.
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