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Nvidia im Fokus: Bilanz vor der Tür und bevorstehende GPU-Preiserhöhungen

Nvidia im Fokus: Bilanz vor der Tür und bevorstehende GPU-Preiserhöhungen
Crispus Nyaga
23. Aug. 2026, 07:16 AM

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NVDA: Rückkauf als Erholungsimpuls

NVDA kaufen. Die Aktie steht nach einem Ausverkauf vor den Zahlen auf der Unterstützung (~$214). Selbst bei einem nur „normalen“ Earnings‑Beat wäre der eigentliche Katalysator ein größerer als erwarteter Rückkauf, gestützt auf eine günstige Bewertung, der die Streuung verringern und das EPS schnell anheben kann. GPU‑Preiserhöhungen (überwiegend Lieferungen 2028) signalisieren ebenfalls Preissetzungsmacht und Margenstütze, selbst wenn die Nachfrage zunächst vorgezogen wird.

Kernrisiko: Die Guidance enttäuscht oder der Rückkauf fällt kleiner aus als erwartet, was darauf hindeutet, dass Preissetzungsmacht durch schwächere Nachfrage ausgeglichen wird.

AMD/TPU‑Alternativen: Verkaufen

AMD verkaufen und Marvell/andere Nutznießer von AI‑Beschleunigern meiden. Der Artikel hebt Kundenverlagerungen zu internen Chips und konkurrierendem KI‑Silizium (Trainium/Maia/TPU) sowie zu AMD und anderen KI‑Chipherstellern hervor. Sollten Nvidias Preiserhöhungen verstärkt Substitution auslösen, wäre das Upside von AMD im KI‑Bereich begrenzt, während Nvidias Preissetzungsmacht bestehen bleibt.

Kernrisiko: Kunden vollziehen keinen nennenswerten Pivot und AMD/andere gewinnen trotzdem Marktanteile, womit das Substitutionsrisiko überschätzt wäre.

  • Nvidia‑Aktie hat in den letzten Tagen nachgegeben.
  • Das Unternehmen erwägt, seine Serverpreise zu erhöhen.
  • Nvidia wird diese Woche seine Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlichen.

Der Aktienkurs von Nvidia fiel letzte Woche deutlich, als Händler sich wieder auf den bevorstehenden Quartalsbericht konzentrierten, der Einblicke in Umsatz- und Gewinnwachstum geben wird. NVDA wird auch auf Nachrichten zu GPU-Preiserhöhungen reagieren, die in absehbarer Zukunft die Einnahmen steigern könnten. 

Nvidia erhöht GPU-Preise

Nvidia, das weltweit größte Unternehmen, erhöht die Produktpreise – ein Schritt, der Umsatz und Gewinn steigern, aber auch Risiken bergen könnte.

Laut Bloomberg hat das Unternehmen seine größten Kunden bereits über diese Preiserhöhungen informiert, die überwiegend Produkte betreffen werden, die 2028 ausgeliefert werden. Der Bericht stellt fest, dass die Erhöhungen Systeme mit den Flaggschiff‑Chips Vera Rubin und Grace Blackwell einschließen werden.

Nvidia führt die Maßnahmen auf steigende Geschäftskosten zurück, einschließlich Speicher und anderer Serverkomponenten. 

Diese Erhöhungen werden dem Unternehmen helfen, die Erlöse in diesem und den kommenden Jahren zu steigern. Für dieses Jahr könnten Kunden entscheiden, Käufe vorzuziehen, um die Preiserhöhungen zu vermeiden. 

Andererseits bergen die Preiserhöhungen erhebliche Risiken. So könnten einige Kunden verstärkt auf eigene Chips oder alternative Lösungen setzen.

Obwohl Amazon viele Nvidia‑Chips verwendet, arbeitet das Unternehmen auch an der Weiterentwicklung seiner Trainium‑Chips. Diese Chips treiben einen Großteil des KI‑Trainings von Anthropic an. 

Microsoft verfügt über Maia‑Chips, während Google und Meta Platforms Maia und MTIA einsetzen. Letzte Woche erweiterte Google seine Partnerschaft mit Marvell Technology, um die Produktion seiner TPU‑Chips zu beschleunigen.

Neben diesen Unternehmen erhöhen auch andere führende Halbleiterfirmen ihre Produktion von KI‑Chips, die mit Nvidia konkurrieren könnten. Besonders erwähnenswert sind Unternehmen wie Cerebras, Etched und AMD.

Nvidia: Quartalsergebnis steht bevor

Der nächste wichtige Katalysator für den NVDA‑Aktienkurs ist der bevorstehende Quartalsbericht, der mehr Informationen zu seinem Wachstum liefern wird. Basierend auf den letzten Berichten seiner Kunden und Zulieferer stehen die Chancen gut, dass Umsatz und Gewinn besser ausfallen als erwartet. 

Analysten erwarten, dass der bevorstehende Quartalsbericht einen starken Anstieg von Nvidias Umsatz und Gewinn im letzten Quartal zeigt. Für das Umsatzwachstum wird ein Anstieg von 96 % erwartet, womit der Umsatz bei 92 Mrd. $ läge. 

Für das dritte Quartal wird eine Prognose von 103 Mrd. $ erwartet. Da Nvidia jedoch normalerweise die Prognosen übertrifft, ist eher mit tatsächlichen Zahlen von 96 Mrd. $ bzw. 112 Mrd. $ zu rechnen. 

Dass Nvidias Gewinne und Umsätze die Erwartungen übertreffen, bewegt die Aktie selten. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigen könnte, wäre ein größerer Aktienrückkauf als die vor einigen Monaten angekündigten 80 Mrd. $. Das würde einen größeren Rückkauf rechtfertigen, da er auf der günstigen Bewertung aufbaut.

Technische Analyse des Nvidia‑Aktienkurses

NVDA‑Aktienchart | Quelle: TradingView

Der Vier‑Stunden‑Chart zeigt, dass die NVDA‑Aktie in den vergangenen Tagen gefallen ist, von einem Hoch von 227 $ auf aktuell 214,75 $. Sie ist bereits leicht unter den 25‑Perioden‑Exponentialgleitenden Durchschnitt (EMA) gesunken.

Die Aktie hat nun das entscheidende Unterstützungsniveau von 214 $ erneut getestet, dem Höchststand vom 25. Juli. Sie hat sich außerdem am 50‑Perioden‑EMA stabilisiert. 

Daher besteht die Möglichkeit, dass die Aktie wieder ansteigt, möglicherweise bis zum wichtigen Widerstandsniveau von 227 $. Ein Rückfall unter das Unterstützungsniveau von 200 $ würde die bullische Aussicht ungültig machen,