Warum die Zoom-Video‑Aktie nach dem Quartalsbericht stark fällt

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Kaufen MSFT. Falls das Enterprise‑Wachstum von Zoom durch Wettbewerb belastet wird, profitieren Plattformen, die Kommunikation + Cloud + KI bündeln. Microsofts Teams und Azure bilden den Standard‑Enterprise‑Stack; wenn Zoom an Dynamik verliert, verschieben Unternehmen Budgets oft zu etablierten Anbietern mit stärkerer Profitabilität und Cross‑Sell‑Fähigkeit. Das ist ein direkter Nutznießer von „Zoom unter Druck“, ohne auf das Timing einer möglichen Zoom‑Wende setzen zu müssen.
Kernrisiko: Unternehmen kürzen die Gesamtbudgets für Collaboration/Kommunikation und das Wachstum von Microsoft Teams verlangsamt sich so stark, dass es die Rotation weg von Zoom ausgleicht.
Verkaufen ZM. Die Zahlen waren „gemischt“: Das Umsatzwachstum ist moderat, die Margen fielen (Bruttomarge auf 77.2%, operative Marge auf 24.6%), weil die KI‑Ausgaben steigen. Die Forward‑EPS‑Prognose ($1.46–$1.48) verfehlte die Erwartungen. Die schwächere Guidance plus der technische Bruch (Wimpel ungültig; Nackenlinie des Doppelbodens bei ~94.37 bereits verloren) üben Druck nach unten aus, bis das nächste Quartal belegt, dass die Profitabilität stabil bleibt, während der Umsatz wächst.
Kernrisiko: Die KI‑Investitionen beschleunigen sich, wandeln sich aber schneller als erwartet in höhere Margen um und führen zu stärkeren Q3‑Ergebnissen, die Analysten zu Schätzungsanhebungen zwingen.
- Die Zoom-Video‑Aktie stürzte nach den Quartalszahlen ab.
- Das Unternehmen gab eine relativ schwache Prognose heraus.
- Die Aktie hat das bullische Wimpelmuster ungültig gemacht.
Die Aktie von Zoom Video erlitt diese Woche eine deutliche Kehrtwende und beendete damit die jüngste Hausse, die sie auf den höchsten Stand seit Monaten getrieben hatte. Am Dienstag fiel sie um fast 4% und im vorbörslichen Handel anschließend um 5.7%. Sie erreichte ein Tief von $95, knapp 15% unter ihrem diesjährigen Höchststand.
Zoom Communications legte gemischte Quartalszahlen vor
Zoom, das bekannte Videokommunikationsunternehmen, veröffentlichte gemischte Quartalsergebnisse, die zeigen, dass das Geschäft weiterhin wächst, trotz steigender Konkurrenz durch Unternehmen wie Google, Microsoft und Cisco.
Der Umsatz des Unternehmens stieg im zweiten, im Juni endenden Quartal um 4.9% auf $1.27 billion, wobei das Enterprise-Segment $788 million erreichte. Die monatliche Abwanderungsrate blieb bei 2.9%.
Die Brutto- und die operative Marge gingen jedoch im Quartal zurück, da das Unternehmen weiterhin mehr für KI ausgibt. Die Bruttomarge fiel auf 77.2%, die operative Marge sank leicht auf 24.6%.
Ein zentraler Lichtblick sind die Investitionen in KI-Tools: Zoom Workplace with AI hat seit dem Start Millionen von Nutzern hinzugewonnen. Zudem profitiert das Unternehmen von Zoom Phone, einem Produkt, das es Firmen erleichtert, mit Kunden und Partnern weltweit zu kommunizieren. Laut eigener Website hat Zoom Phone über 10 Millionen aktive Nutzer. Eric Yuan, der CEO sagte:
„Wir integrieren KI über unsere gesamte Plattform, um Gesprächskontext in Handlung umzusetzen und das zu liefern, was Kunden wollen: echten KI‑Nutzen, der Ergebnisse liefert.“
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Der Kurs der Zoom-Video‑Aktie fiel, weil die Prognose vergleichsweise schwächer ausfiel als erwartet. Das Unternehmen erwartet für Q3 einen Umsatz zwischen $1.27 billion und $1.28 billion. Laut Yahoo Finance liegt der durchschnittliche Konsens bei $1.27 billion. Außerdem lag die prognostizierte Kennzahl für das Forward‑EPS bei $1.46–$1.48 und damit unter den Erwartungen.
Positiv zu vermerken ist, dass Zoom weiterhin günstig bewertet ist: Das erwartete KGV (Forward) liegt bei 17.3 und damit deutlich unter dem Median des Technologiesektors. Die Aktie könnte jedoch unter Druck bleiben, bis das Unternehmen ein stärkeres Umsatz‑ und Gewinnwachstum vorweisen kann.
In diesem Fall muss es die Schätzungen kontinuierlich übertreffen. Daten von Yahoo Finance zeigen, dass das durchschnittliche Umsatzwachstum für die nächsten zwei Jahre bei etwa 4% liegt.
Technische Analyse des Zoom-Video‑Aktienkurses

ZM stock chart | Source: TradingView
Das Tageschart zeigt, dass die ZM-Aktie seit dem Tief am 25. Juni bei $82.21 in einem starken Aufwärtstrend war. Diese Erholung folgte auf die Ausbildung eines Doppelbodens, dessen Nackenlinie bei $94.37 lag. Ein Doppelboden ist eines der häufigsten bullischen Umkehrsignale in der technischen Analyse.
Vor der Veröffentlichung der Zahlen bildete die Aktie einen bullischen Wimpel, bestehend aus einer vertikalen Linie und einem symmetrischen Dreieck. Der Kurssturz hat dieses Muster jedoch ungültig gemacht.
Daher dürfte die Aktie kurzfristig unter Druck bleiben. Sie könnte weiter bis zur psychologischen Marke von $90 fallen. Langfristig könnte die Aktie jedoch wieder anziehen und den Widerstandsbereich um $110 erneut testen, sobald der Verkaufsdruck nach den Zahlen nachlässt.

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