Dow hält nach Eröffnung stabil, Inflation übertrifft Erwartungen – Nvidia-Ergebnisse im Fokus

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Kaufen Sie Nvidia (NVDA)-Aktien im Vorfeld der Zahlen. Die Aktie ist der größte Treiber im S&P 500; wenn der Ausblick bestätigt, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur stark bleiben, kann das Aufwärtspotenzial den gesamten Index anheben, selbst bei weiterhin erhöhter Inflation. Fokus auf die Stabilität des Umsatzwachstums und den Ausblick.
Kernrisiko: Risiko: Der Ausblick enttäuscht (oder die KI-Nachfrage zeigt erste Abkühlung), was eine breite Herabbewertung des KI-Sektors zur Folge hätte.
Verkaufen Sie Nasdaq-100-Futures (NQ) oder kaufen Sie QQQ-Puts. Hartnäckiger Kern-PCE (3,3 % im Jahresvergleich) hält die Fed davon ab, sich entspannt zu geben, sodass Diskontierungsraten höher bleiben und wachstumsorientierte Werte mit langer Duration zuerst getroffen werden. Die Inflation liegt über dem Ziel und Dienstleistungen/Wohnkosten sind stabil, daher verpuffen Rallys bei vermeintlicher „Abkühlung“ schnell.
Kernrisiko: Das Risiko: Die Kerninflation beschleunigt sich weniger stark als befürchtet neu und die Märkte preisen einen klaren Pfad zu Zinssenkungen im September ein, wodurch Bewertungsmultiplikatoren für Werte mit langer Duration steigen.
- Die Aktienmärkte bleiben kaum verändert, nachdem die Inflation im Juli die Erwartungen übertraf.
- Der Kern-PCE entsprach den Prognosen, während die Gesamtinflation 3,7 % erreichte.
- Nvidia-Gewinne und die Rede von Powells Nachfolger Warsh bleiben zentrale Katalysatoren.
Der S&P 500 zeigte sich am Mittwoch kaum verändert, nachdem die jüngsten Inflationsdaten anzeigten, dass der Preisdruck hoch bleibt.
Der breit gefasste Index stieg um 0,1 %, während der Nasdaq Composite rund um die Nulllinie notierte. Der Dow Jones Industrial Average gewann 53 Punkte bzw. 0,1 %.
Inflation bleibt über dem Fed-Ziel
Der persönliche Konsumausgaben-Preisindex, die von der Federal Reserve bevorzugte Inflationskennzahl, stieg im Juli saisonbereinigt um 0,2 %, wodurch die jährliche Inflationsrate auf 3,7 % kletterte, teilte das Handelsministerium mit.
Beide Werte lagen um 0,1 Prozentpunkte über der Dow-Jones-Konsensschätzung.
Der Kern-PCE, der volatile Nahrungsmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im Monatsvergleich um 0,2 % und im Jahresvergleich um 3,3 % – beides entsprach den Erwartungen.
Die Fed berücksichtigt beide Messgrößen, wobei Entscheidungsträger den Kerninflationswert allgemein als besseren Indikator für die zugrunde liegenden Preistrends ansehen.
Der Bericht zeigte zudem eine stärker als erwartete Verbrauchernachfrage. Das persönliche Einkommen stieg im Juli um 0,4 %, während die Konsumausgaben um 0,2 % zulegten.
Die Güterpreise fielen im Monatsverlauf um 0,1 %, unterstützt durch einen Rückgang der Benzin- und sonstigen energiebezogenen Güter um 2,7 % sowie einen Rückgang von Einrichtungsgegenständen und langlebigen Haushaltsgeräten um 0,9 %.
Die Dienstleistungspreise stiegen um 0,3 %, teilweise angetrieben durch einen Anstieg der Finanzdienstleistungen und Versicherungen um 1,2 % sowie durch einen Zuwachs der Wohnkosten um 0,3 %.
Die Daten halten die Inflation über dem 2%-Ziel der Fed, während die Entscheidungsträger ihr nächstes Vorgehen abwägen.
Das Federal Open Market Committee tagt im August nicht formell, was den Verantwortlichen vor ihrer nächsten planmäßigen Sitzung am 15.–16. September mehr Zeit verschafft.
Die Märkte preisen derzeit grob eine Chance von einem Drittel auf eine Zinsbewegung im September ein; Dezember weist aktuell die höchste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung auf.
Nvidia-Ergebnisse rücken in den Fokus
Nvidia ist geplant, die Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal am Mittwoch nach Börsenschluss zu melden, wodurch die Zahlen für Anleger besonders im Fokus stehen.
Wall Street erwartet laut FactSet einen Gewinn von 2,09 USD je Aktie bei einem Umsatz von 92,28 Mrd. USD.
Der Bericht könnte Auswirkungen über Nvidia hinaus haben, weil das Unternehmen ein enormes Gewicht im Gesamtmarkt hat.
Nvidia ist das größte Unternehmen im S&P 500 mit einer Marktkapitalisierung von über 5 Billionen USD.
Anleger werden nach Anzeichen suchen, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur stark genug bleiben, um Nvidias schnelles Umsatzwachstum zu stützen, und zugleich den Ausblick des Unternehmens beobachten, um Hinweise zu erhalten, ob dieser Schwung anhalten kann.
Fed-Reden ebenfalls im Fokus
Anleger blicken zudem auf die Rede des Federal-Reserve-Vorsitzenden Kevin Warsh am Freitag beim jährlichen Symposium der Zentralbank in Jackson Hole, Wyoming.
Die Äußerungen könnten Hinweise auf das Denken der Fed zu Inflation und Zinsen geben, obwohl einige Anleger erwarten, dass Warsh vor der geldpolitischen Sitzung im September relativ zurückhaltend bleibt.
Für die Märkte erzeugt die Kombination aus hartnäckiger Inflation und Nvidias Ergebnis zwei konkurrierende Kräfte: Höher als erwartete Preisdrücke könnten die Erwartungen an eine Lockerung der Geldpolitik dämpfen, während ein starkes Nvidia-Ergebnis das Vertrauen in das KI-getriebene Gewinnwachstum, das Aktien stützt, stärken könnte.

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