Hat die Oracle-Aktie den Boden erreicht? Was der Chart vor den Zahlen zeigt

KI-Sentiment: 72/100 Bullisch
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Kaufen Sie Oracle (ORCL). Die Aktie hat nahe $115 einen Doppelboden ausgebildet und versucht, den 200‑Wochen‑EMA zurückzuerobern — klassische "Angst ist eingepreist"‑Konstellation. Die Fundamentaldaten verbessern sich vor den Zahlen: Umsatz‑ und EPS‑Wachstumserwartungen sind stark (Umsatz +28% YoY in Q2, +31% im nächsten Quartal; EPS ~ $8.06 dieses Jahr, ~ $10.93 nächstes Jahr). Die Bewertung ist gegenüber dem Sektor günstig (Forward P/E ~18 vs ~23 Median), daher kann ein gutes Quartalsergebnis eine deutliche Neubewertung in Richtung $200 und anschließend $250 auslösen.
Kernrisiko: Ein enttäuschendes Quartalsergebnis oder eine schwache Prognose von Oracle könnte die Sorgen um die KI‑Relevanz und/oder den Verschuldungsplan wieder aufleben lassen und die Aktie zurück unter etwa $115 drücken.
Verkaufen Sie das Kreditrisiko von Oracle über Oracle‑High‑Yield‑Anleihen bzw. CDS‑Absicherung. Der Artikel weist auf eine Verschuldung von etwa ~$129B hin, Pläne zur Beschaffung von ~$40B und Anleihen, die nahe dem Junk‑Status gehandelt werden. Wenn das Eigenkapital "den Boden findet", hinkt der Kreditmarkt oft nach; jede Volatilität bei den Ergebnissen kann die Spreads ausweiten, weil Hebelwirkung und Refinanzierungsrisiko die eigentlichen Beschränkungen sind. Sie setzen auf das Abwärtsrisiko: Selbst wenn die Aktie anzieht, könnte der Markt für die Bilanzgeschichte weiterhin höhere Renditen verlangen.
Kernrisiko: Die Refinanzierungsbedingungen von Oracle verbessern sich deutlich (niedrigere Zinsen/stärkere Nachfrage) und die Ergebnisse bestätigen einen klaren Deleveraging‑Pfad, wodurch sich die Spreads verengen und die Credit‑Short‑Position zerschlagen würde.
- Die Oracle-Aktie hat sich in den vergangenen Wochen erholt.
- Nvidias Quartalsergebnisse zeigen, dass die KI‑Branche gut läuft.
- Die Aktie hat im Wochenchart einen Doppelboden ausgebildet.
Die Oracle-Aktie stieg am Donnerstag um fast 2 %, nachdem Nvidia die Dynamik bei Unternehmen der künstlichen Intelligenz (AI) verstärkt hatte. ORCL kletterte auf $149, etwas erholt vom Tief des Monats bei $114. Diese Rallye wird nun auf die Probe gestellt, wenn das Unternehmen Anfang nächsten Monats seine Quartalszahlen veröffentlicht.
Analysten werden für die Oracle-Aktie bullisch
Die Oracle-Aktie befindet sich in den vergangenen Monaten in einem starken Abwärtstrend und gehört zu den größten Nachzüglern im Technologiesektor. Sie ist gegenüber dem Vorjahreshöchst um über 56 % eingebrochen, obwohl der Nasdaq 100 und der S&P 500 Rekordstände erreicht haben.
Dieser Einbruch ist auf wachsende Sorgen über die Verflechtungen mit OpenAI und eine steigende Verschuldung zurückzuführen. Die Gesamtverschuldung ist auf über $129 billion gestiegen, und das Unternehmen plant, mehr als $40 billion in Form von Fremd- und Eigenkapital zu beschaffen. Die Anleihen werden inzwischen nahe dem Junk-Bereich gehandelt.
Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass Anleger extrem verängstigt sind, gerade jetzt, da sich abzeichnet, dass der KI-Boom anhält. Eines dieser Anzeichen kam von Nvidia, das starke Quartalsergebnisse. Nvidia teilte mit, dass der Umsatz im dritten Quartal auf $96 billion sprang, bzw. $1.06 billion pro Tag. Außerdem hob das Unternehmen seine Prognose für das dritte Quartal auf $106 billion an.
Analysten werden gegenüber der ORCL-Aktie langsam wieder bullisch. Tyler Radke von Citigroup bekräftigte seine Kaufempfehlung und merkte an, dass das Unternehmen zu einem Schnäppchen werde. UBS behielt seine Outperform‑Einstufung bei, während Wedbush und Bernstein ihre Kursziele auf $240 bzw. $325 anhoben. Moffett Nathanson hat ein Kursziel von $325.
Die Quartalszahlen liefern mehr Hinweise auf das Wachstum
Der nächste wichtige Katalysator für die ORCL-Aktie werden die Finanzzahlen sein, die im September veröffentlicht werden. Analysten erwarten, dass die Ergebnisse zeigen, dass der Umsatz im zweiten Quartal um 28 % auf $19.12 billion gestiegen ist. Für das laufende Quartal wird ein Anstieg um 31 % auf $21 billion erwartet.
Der Großteil des Wachstums von Oracle wird in den nächsten Jahren erwartet, wenn sich der Ausbau der Infrastruktur auszahlt. Der Jahresumsatz des Unternehmens soll in diesem Jahr um 33 % auf $89 billion steigen, gefolgt von einem Wachstum von 46 % auf $130 billion im nächsten Jahr.
Zudem wird erwartet, dass das Ergebnis je Aktie (EPS) in diesem Jahr auf $8.06 steigt, gefolgt von $10.93 im nächsten Jahr.
Oracle ist zudem günstiger bewertet: Das Forward‑Price‑to‑Earnings‑Verhältnis liegt bei etwa 18 und damit unter dem Sektormedian von 22.90. Diese Zahl liegt auch unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 22.
Technische Analyse der ORCL-Aktie

Chart der Oracle-Aktie | Quelle: TradingView
Die technische Analyse deutet ebenfalls darauf hin, dass die Oracle-Aktie in den vergangenen Monaten stark gefallen ist. Sie bildete ein großes Doppelbodenmuster bei $115.12, dem Tiefststand im April des Vorjahres und im Juli dieses Jahres.
Sie versucht außerdem, über den 200‑Wochigen Exponential Moving Average (EMA) auszubrechen, was den bullischen Ausblick bestätigen würde.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass sie weiter steigt, möglicherweise bis zur psychologischen Marke von $200, gefolgt vom Widerstandsbereich bei $250, dem Höchststand am 1. Juni. Der bullische Ausblick wäre hinfällig, falls die Aktie unter das Doppelbodenniveau von $115 fällt.

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