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Samsung, SK Hynix steigen deutlich: warum Nvidias Zahlen die bullische These für Speicher stärkten

Samsung, SK Hynix steigen deutlich: warum Nvidias Zahlen die bullische These für Speicher stärkten
Devesh Kumar
27. Aug. 2026, 05:48 AM

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SK Hynix (000660.KS)

Kaufen. Nvidias Warnung, dass Speicherknappheiten bis 2028 anhalten könnten, ist die klarste Auslegung für Hynix: Die Nachfrage nach KI‑Beschleunigern steigt weiter, doch der für diese Systeme benötigte DRAM/HBM bleibt knapp. Diese Kombination stützt sowohl Volumenwachstum als auch Preissetzungsmacht – genau das, womit Hynix Geld verdient. Die Aktie bewegte sich bereits stärker als Samsung, weil der Markt die engere Verbindung zu Nvidias KI‑Ausgaben sieht.

Kernrisiko: KI‑Capex verlangsamt sich schneller, als die Speicherknappheit zunimmt, wodurch Preissetzungsmacht und Volumina weggebrochen werden.

Samsung Electronics (005930.KS)

Kaufen. Selbst wenn Hynix die reinere HBM‑Position hat, profitiert Samsung dennoch von derselben Knappheit: Mehr Wafer‑Kapazität für HBM lässt weniger für Server‑DRAM übrig, hält Commodity‑DRAM knapp und hebt die Preise im konventionellen Speicher. Nvidias Margendruck wird so zur Chance für Samsung — höhere Speicherpreise können Kostendruck ausgleichen und die Ertragsaussichten verbessern.

Kernrisiko: Speicherpreise halten nicht (Nachfrage schwächt sich ab oder das Angebot steigt schneller als erwartet) und kehren so den preislichen Rückenwind um.

  • Samsung stieg um 3,3 % und SK Hynix legte nach Nvidias Zahlen um 5,5 % zu.
  • Nvidia hob Speicher als zentrale Begrenzung hervor, während die KI‑Nachfrage stark bleibt.
  • Knappes HBM‑ und DRAM‑Angebot könnte die Preissetzungsmacht der Speicherkonzerne stärken.

Samsung Electronics und SK Hynix legten am Donnerstag in Seoul zu, nachdem Nvidias jüngste Zahlen signalisierten, dass der KI-Boom weiter stark ist, der Speicher jedoch zunehmend zu einer der größten Beschränkungen für Nvidia wird.

Samsung stieg intraday um bis zu 3,3 % , während SK Hynix 5,5 % gewann, was den KOSPI in Richtung 7.000 trieb.

Nvidia meldete im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatz von $96.22 billion, ein Plus von 106 % im Jahresvergleich, und gab einen Umsatz-Ausblick von $108 billion für das dritte Quartal.

Wichtiger für südkoreanische Chiphersteller: Nvidia warnte, dass Speicherknappheit bis ins Geschäftsjahr 2028 anhalten könnte.

Samsung profitiert, da eine engere Speicher­versorgung wieder in den Fokus rückt

Samsungs Erholung folgt auf volatile Handelssitzungen, nachdem Anleger von dessen Rückkauf- und Aktionärsrückgabeplänen enttäuscht waren. Nvidias Ergebnisse gaben dem Markt einen Grund, sich wieder auf das Halbleitergeschäft des Unternehmens zu konzentrieren.

Beim KI-Ausbau wird nicht nur High-Bandwidth Memory verbraucht.

Wenn Hersteller mehr Wafer‑Kapazität für HBM bereitstellen, bleibt weniger Kapazität für Server‑DRAM verfügbar, was das Angebot knapp halten und die Preise am gesamten Speichermarkt stützen könnte.

Kim Dong-won, Leiter der KB Securities-Forschung, argumentierte, Anleger sollten Kursvolatilität von den Fundamentaldaten der Halbleiterbranche trennen.

ChosunBiz berichtete, Kim erwarte, dass ausgeweitetes HBM-Angebot die Versorgung mit Commodity‑DRAM verknappen und die Speicherpreise anheben werde.

Samsung muss SK Hynix in Nvidias HBM‑Lieferkette nicht übertreffen, um zu profitieren; das Unternehmen kann dennoch durch HBM4, Server‑DRAM und bessere Preise im konventionellen Speichergeschäft profitieren.

Nvidias Problem mit teurem Speicher kann zur Preischance für Samsung werden.

SK Hynix zieht die klarere Schlussfolgerung aus Nvidias Aussagen

SK Hynix bietet die direktere Verbindung zur Nachfrage nach Nvidias KI‑Beschleunigern, was erklärt, warum seine Aktien am frühen Donnerstag besser als die von Samsung abschnitten.

Nvidias Botschaft bestätigte zwei Aspekte der SK‑Hynix‑These: Die Auslieferungen von KI‑Beschleunigern wachsen weiterhin schnell, während der für diese Systeme benötigte Speicher knapp bleibt.

Diese Kombination kann den Zulieferern Hebelwirkung bei Volumen und Preisgestaltung verschaffen.

Han Ji-young, Analystin bei Kiwoom Securities, sagte, Nvidias Ergebnisse hätten die Sichtbarkeit für HBM‑ und DRAM‑Nachfrage verbessert und die Preissetzungsmacht der Speichermacher gestärkt. Sie erwartet, dass die Anlegerstimmung im Halbleiterbereich in eine „Verbesserungsphase“ eintritt.

Nvidia bestätigte nicht nur, dass Kunden weiterhin stark in KI‑Infrastruktur investieren. Das Unternehmen signalisierte Investoren effektiv, dass Speicher knapp genug bleibt, um die Wirtschaftlichkeit des eigenen Wachstums zu begrenzen, und bekräftigte damit die Erwartung eines knappen Angebots bei dauerhaft stabiler Nachfrage.

Nvidias Margenproblem wird zum bullischen Argument für Speicher

Für Nvidia sind stark steigende Speicherkosten ein Margenproblem.

Das Unternehmen meldete eine bereinigte Bruttomarge von 75 % im Fiskal‑Q2 und erwartet etwa 74 % im Q3. Das Management sagte, die Margen könnten bei rund 71–72 % ihren Tiefpunkt erreichen, bevor sie sich im Bereich von 72–73 % stabilisieren.

Für Samsung und SK Hynix deutet derselbe Druck hingegen auf größere Preissetzungsmacht hin.

CFO Colette Kress sagte, die Anstiege der Speicherkosten hätten die Erwartungen übertroffen und deutete laut Seoul Economic Daily an, dass Engpässe bis Ende des Geschäftsjahres 2028 anhalten könnten.

Deshalb werteten Investoren eine Warnung in der Lieferkette als bullisch für Speicherproduzenten.

Es könnte einen Nachfragekanal geben. Meritz‑Securities‑Analyst Hwang Su‑wook sagte dem Seoul Economic Daily, dass von Nvidia unterstützte Finanzierungen zu einer zusätzlichen Einnahmequelle würden und es ermöglichen, KI‑Investitionen über liquiden Hyperscaler hinaus auf Kunden auszuweiten, die gehebelt in Infrastruktur investieren.

Die Risiken sind nicht verschwunden. Speicher bleibt zyklisch, der chinesische Wettbewerb nimmt zu, und die stärkere Nvidia‑Exponierung von SK Hynix macht das Unternehmen empfindlicher, falls die KI‑Kapitalausgaben schließlich nachlassen.