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Rohölpreise geben nach: Brent und WTI rutschen trotz anhaltender Erholungsrisiken

Rohölpreise geben nach: Brent und WTI rutschen trotz anhaltender Erholungsrisiken
Crispus Nyaga
30. Aug. 2026, 10:01 AM

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WTI (USO)

Kaufen Sie USO (oder WTI-Futures) auf einen bullischen Ausbruch. Der Artikel weist auf eine steigende Wahrscheinlichkeit eines präemptiven iranischen Angriffs und einer wahrscheinlichen US-Vergeltung hin; außerdem sind die Strategic Petroleum Reserves (SPR) auf ein 40-Jahres-Tief gesunken, was die Angebotsreserven begrenzt. Da WTI in einem zusammenlaufenden Dreieck steht, ist die nächste Bewegung wahrscheinlich heftig, und der Nachrichtenfluss tendiert nach oben.

Kernrisiko: Ein echter Waffenstillstand oder eine anhaltende Deeskalation, die Iran von Angriffen abhält und das Öl zurück in die Dreiecksspanne zwingt.

Brent (BNO)

Kaufen Sie BNO aus demselben Grund, jedoch mit größerer globaler Sensitivität. Brent ist der Referenzpreis und sollte profitieren, wenn die Risiko-Prämie für den Nahen Osten steigt; dass die VAE weiterhin Geschäfte mit Iran tätigen, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer disruptiven Eskalation statt einer reibungslosen Verhandlung. Sollte es zu Vergeltungsmaßnahmen kommen, führt Brent typischerweise die globale Neubewertung an.

Kernrisiko: China/Russland und regionale Akteure halten den Konflikt erfolgreich ein, sodass keine Vergeltung erfolgt und die Risiko-Prämie zusammenbricht.

  • Brent und die Preise für West Texas Intermediate haben sich in einer engen Spanne gehalten.
  • Es besteht das Risiko, dass der Iran den Krieg mit den Vereinigten Staaten wiederaufnimmt.
  • WTI und Brent haben sich in ein Dreiecksmuster verengt, das zu einer starken Bewegung führen könnte.

Die Rohölpreise bewegten sich diese Woche in einer engen Spanne, da Anleger sich auf die Pattsituation zwischen den USA und Iran konzentrierten. Brent, der globale Referenzpreis, schloss die Woche bei $88.28 pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) bei $83.45 notierte. Beide Benchmarks liegen weiterhin mehr als 30% unter ihren Jahreshochs, und wesentliche Entwicklungen könnten die Preise kurzfristig nach oben treiben.

Kein Waffenstillstand zwischen den USA und Iran 

Das größte Risiko für die Rohölpreise ist, dass die USA und Iran nach den jüngsten kinetischen Aktionen keinen Waffenstillstand unterzeichnet haben. Beide Seiten haben die Kämpfe zwar vorerst eingestellt, womit Trump offenbar zufrieden ist, da die Rohölpreise nicht parabolisch angestiegen sind.

Stattdessen setzt Trump auf Wirtschaftssanktionen: Scott Bessent stellte Operation Economic Outcast vor. Sein Ziel ist es, alle Länder dazu zu bringen, die Beziehungen zu Iran zu beenden. Analysten warnen jedoch, dass Trump die Iraner nicht zur Verhandlungsbereitschaft zwingen kann.

China und Russland haben sich verpflichtet, Iran weiterhin zu unterstützen. Vor allem die VAE, ein wichtiger Handelspartner, tätigen weiterhin erhebliche Geschäfte mit Iran. Das Wall Street Journal stellte fest, dass iranische Unternehmen weiterhin in den VAE aktiv sind. 

Iran hat die VAE gewarnt, ihre Wirtschaft zu ruinieren, falls sie mit den USA kooperieren. Dazu zählten Drohungen, Bombenangriffe auf den Dubai International Airport und wichtige Infrastrukturprojekte des Landes zu starten. Es wurde auch damit gedroht, Glasfaserkabel zu kappen, die die Region mit Internet versorgen. 

Wesentlich ist zudem, dass Iraner Berichte über die Probleme gelesen haben, denen das US-Militär in der Region gegenübersteht. Die Munitionsbestände sind auf besorgniserregende Niveaus gesunken, während sich die Lage auf US-Flugzeugträgern verschlechtert hat. 

Infolgedessen könnte Iran beschließen, vor den anstehenden Zwischenwahlen einen Präventivschlag gegen US-Ziele in der Region zu starten. Ein solcher Schritt würde Trump überraschend treffen und ihn zu Vergeltungsmaßnahmen drängen, was die Ölpreise nach oben treiben würde.

All das geschieht zu einer Zeit, in der die US-Ölvorräte auf alarmierenden Niveaus verbleiben. Die Strategic Petroleum Reserves (SPR) sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Sie fielen auf ein 40-Jahres-Tief von 289 Millionen Barrel und könnten bald das gesetzliche Minimum von 252 Millionen Barrel erreichen. Zudem gibt es Anzeichen, dass China in den kommenden Monaten deutlich Öl kaufen wird, was die Nachfrage erhöht und die Preise stützt.

Besonders bemerkenswert ist, dass Trump ein neues Abkommen für venezolanisches Öl angekündigt hat; Analysten warnen jedoch, dass es Jahre dauern wird, bis dieses Öl zu fließen beginnt. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass Venezolaner ein Abkommen ablehnen, das ihre Ressourcen an US-Firmen abgibt.

Rohölpreis hat sich in ein Dreiecksmuster verengt

Rohölpreis

WTI-Rohölpreis-Chart | Quelle: TradingView

Auch die technische Analyse legt nahe, dass sich die Rohölpreise in den vergangenen Monaten in einer engen Spanne bewegt haben. Ein genauerer Blick zeigt, dass sich WTI in ein großes Dreiecksmuster verengt hat, dessen beiden Linien kurz davorstehen, zusammenzulaufen. Dieses Zusammenlaufen wird voraussichtlich in den kommenden Tagen oder Monaten zu einer starken Bewegung führen. 

Die Bewegung kann nach oben oder unten erfolgen, doch das steigende Risiko kinetischer Aktionen zwischen den USA und Iran erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis zu einem starken bullischen Ausbruch ansetzt.