Broadcom-Aktie vor Q3-Zahlen als 'Top-Pick' bezeichnet

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Vor den Q3‑Zahlen Broadcom (AVGO) kaufen. Die Nachrichten zeichnen ein strukturelles Verschieben vom KI‑Training zur Inferenz nach, in dem kundenspezifische ASICs und effizientes Networking wichtiger sind als generische GPUs. AVGOs Positionierung als „nächste Evolutionsstufe“ plus die Dividendenrendite machen den aktuellen Drawdown von über 25 % zu einem günstigen Einstiegszeitpunkt vor den Ergebnissen. Wichtiger Katalysator: Q3‑Ergebnisse, die Inferenz‑nachfrage und die Ausführung trotz Verzögerungen beim Rechenzentrums‑Strom/Bau bestätigen.
Kernrisiko: Die Guidance zeigt, dass die Nachfrage nach Inferenz/kundenspezifischen Chips langsamer als erwartet ausfällt (oder die Margen enttäuschen), sodass sich der Wandel eher als Hype denn als Umsatzwachstum erweist.
Nvidia (NVDA) als Relative‑Trade verkaufen. Die These ist nicht, dass Nvidia zusammenbricht, sondern dass die inkrementellen KI‑Ausgaben des Marktes vom Training hin zu repetitiven, maßgeschneiderten Inferenz‑Workloads verschoben werden – ein Bereich, in dem AVGO im Vorteil ist. Wenn die Q3‑Kommentare eine Beschleunigung der Inferenz hervorheben, ohne dass NVDA entsprechend profitiert, kann sich das Multiple von NVDA komprimieren, selbst wenn die Umsätze steigen.
Kernrisiko: NVDA erobert einen unverhältnismäßig großen Anteil der Inferenzausgaben (durch sein Plattform-/Software‑Ökosystem) und entkräftet damit die Erzählung, dass ‚AVGO die Inferenz gewinnt‘.
- Broadcom wird seine Geschäftszahlen für Q3 am 2. September veröffentlichen.
- King Lip ist hinsichtlich AVGO‑Aktien vor dem Ergebnisbericht optimistisch.
- Die Broadcom‑Aktie liegt derzeit mehr als 25 % unter ihrem Jahreshoch.
Der Chefstratege von BakerAvenue, King Lip, sieht Broadcom Inc AVGO als „Top-Pick“ vor den Q3-Ergebnissen des Chipherstellers, die am 2. September nach Börsenschluss veröffentlicht werden sollen.
Der Konsens geht davon aus, dass AVGO einen Umsatz von 29,43 Mrd. $ und einen Gewinn je Aktie (EPS) von 3,24 $ ausweist – was einem Jahr‑zu‑Jahr‑Wachstum von 84,5 % beim Umsatz bzw. 91,7 % beim Ergebnis entspricht.
Vor dem Quartalsbericht liegt die Broadcom‑Aktie mehr als 25 % unter ihrem Jahreshoch.
Lips konstruktive Sicht auf die Broadcom‑Aktie
Im Gespräch mit CNBC wies King Lip auf einen grundlegenden Wandel bei den Ausgaben für Infrastruktur im Bereich der künstlichen Intelligenz hin.
Seiner Ansicht nach entwickelt sich der Markt weg von der anfänglichen Modellentwicklung hin zur Umsetzung in realen Anwendungen.
„Wir sehen den Tech‑Trade als eine Verschiebung weg von, man könnte sagen, ‚Zeig mir das Modell‘ hin zu ‚Zeig mir das Geld‘“, bemerkte der Stratege.
King Lip ist der Ansicht, dass sich die Workloads der Branche schnell vom KI‑Training zur Inferenz verlagern, wo maßgeschneiderte Chips dedizierte, sich wiederholende Aufgaben in großem Maßstab ausführen.
In dieser zweiten Phase der Hardware‑Auslieferung sieht er der AVGO‑Aktie einen klaren strukturellen Vorteil gegenüber den traditionell GPU‑fokussierten Marktführern.
Beachten Sie, dass Broadcom zudem eine Dividendenrendite von 0,71 % zahlt, was die Aktie als langfristige Anlage zusätzlich attraktiv macht.
Warum AVGO‑Aktien vor den Q3‑Zahlen attraktiv sind
Während Nvidia das Training grundlegender Modelle dominiert hat, stellt Broadcom Inc. ein zentrales Vehikel für anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs) und die langfristige Inferenznachfrage dar.
„Nvidia war hervorragend beim Training von Modellen, aber für sehr repetitive Workloads ist AVGO unsere Top‑Pick für die nächste Evolutionsstufe bei kundenspezifischen KI‑Chips und Inferenz‑Anwendungen“, erklärte Lip.
Wesentlich sei, dass Nvidia nicht zwangsläufig verlieren müsse, damit Broadcom im Bereich der KI‑Chips gewinnt, fügte er hinzu.
Anleger sollten jedoch beachten, dass AVGO‑Aktien derzeit unter ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs) notieren, was darauf hindeutet, dass die Bären über mehrere Zeitrahmen hinweg die Kontrolle haben, während die Aktie in Richtung der Ergebnisveröffentlichung geht.
Wie die Wall Street empfiehlt, bei Broadcom vorzugehen
Obwohl makroökonomischer Zinsdruck und die Qualität breiterer KI‑Umsätze branchenweit weiterhin Sorgen bereiten, beruht die Kernthese zu AVGO darauf, physische Ausführungsengpässe zu beheben und aufkommende Rivalen abzuwehren.
King Lip betonte, dass zunehmende politische Reibungen beim Bau von Rechenzentren, etwa lokale Stromnetzbeschränkungen und kommunale Moratorien, ein erhebliches operatives Hindernis für Hyperscale‑Ausbauten darstellen.
Broadcoms Dominanz beim hocheffizienten Netzwerk‑Silicon und bei kundenspezifischen ASICs verschafft dem Unternehmen jedoch einen direkten Weg, Nachfrage zu gewinnen, während Cloud‑Giganten nach kostengünstigeren, maßgeschneiderten Alternativen zu generischen GPUs suchen.
Da günstigere Open‑Source‑Modelle an Bedeutung gewinnen, ist Broadcom in einer einzigartigen Position, die Umstellung hin zu zielgerichteter Inferenzinfrastruktur zu monetarisieren, ohne dass dafür Marktanteilsverluste der GPU‑Führer dessen Wachstum erforderlich wären.
Beachten Sie, dass Analysten an der Wall Street vor der Quartalsveröffentlichung von AVGO nach wie vor sehr optimistisch sind. Die Konsensbewertung für Broadcom‑Aktien liegt laut The Wall Street Journal auf Buy bei einem durchschnittlichen Kursziel von $534.

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