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US-Aktien fallen: Iran-Konflikt treibt Öl, Inflation und Fed-Zinserwartungen an

US-Aktien fallen: Iran-Konflikt treibt Öl, Inflation und Fed-Zinserwartungen an
Ananthu C U
31. Aug. 2026, 15:43 PM

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Valero Energy (VLO)

VLO kaufen. Öl ist um >3% gestiegen aufgrund des erneuten US‑Iran‑Risikos und der Furcht vor Störungen in der Straße von Hormus, was direkt die Raffineriemargen und die kurzfristige Ergebnisklarheit für Raffinerien stützt. VLO ist ein sauberer Weg, vom Energieseitenanstieg zu profitieren, ohne auf Exploration zu setzen. Wichtiger Katalysator ist anhaltende Rohölstärke, die Produktpreise antreibt.

Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation, die Rohöl rasch wieder fallen lässt und die Erwartungen an Raffineriemargen zerschlägt.

US Treasury 10-Year (UST 10Y)

UST 10Y verkaufen (oder 10‑jährige Renditeexponierung kaufen). Warshs Inflationskommentare sowie die steigenden Odds für eine September‑Anhebung (~60%) und Renditen auf Mehrjahreshöchstständen deuten auf weiteren Aufwärtsdruck bei den langfristigen Zinsen hin. Höheres Öl hält zudem das Inflationsrisiko erhöht, wodurch Anleihen kein sicherer Hafen sind.

Kernrisiko: Die Inflationsdaten kühlen stark ab und die Fed wird weniger restriktiv, was eine Anleihenrally und sinkende Renditen erzwingt.

  • US-Aktien fallen, da Iran-Konflikt Ölpreise und Inflationsängste antreibt.
  • Erwartungen für Fed‑Zinserhöhungen steigen vor dem US‑Arbeitsmarktbericht im September.
  • Dow fällt, während Wall Street nach starken Augustgewinnen in den September startet.

US-Aktien eröffneten am Montag tiefer, nachdem erneute militärische Gefechte zwischen den USA und Iran die Ölpreise steigen ließen und die Inflationssorgen verstärkten.

Die Entwicklungen erhöhten zudem die Unsicherheit über den Zinspfad der Federal Reserve vor ihrer Sitzung im September.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 346 Punkte, während der S&P 500 nahezu unverändert blieb und der Nasdaq Composite um 0,52% nachgab.

Die Schwäche zeigt sich, während Anleger in den September gehen, der historisch als schwieriger Monat für Aktien gilt.

Die Märkte überdenken außerdem die Aussicht auf weitere geldpolitische Straffungen nach den Äußerungen von Fed‑Chef Kevin Warsh zur Inflation beim Jackson‑Hole‑Symposium in der vergangenen Woche.

Ölpreise steigen, da US-Iran-Spannungen eskalieren

Militärische Gefechte zwischen den USA und Iran flammten im Nahen Osten wieder auf, wobei Störungen rund um die Straße von Hormus Öllieferungen beeinträchtigten.

Das US Central Command bestätigte, dass die USA zwei Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak getroffen hätten.

Der Angriff war der erste öffentlich bestätigte US-Schlag gegen iranische Stellungen seit Ende Juli. Iranische Staatsmedien berichteten, dass Teheran als Reaktion US‑Stützpunkte in Jordanien angegriffen habe.

Die erneuten Feindseligkeiten trieben die Ölpreise nach oben. West Texas Intermediate notierte mehr als 3% höher über 86 US-Dollar je Barrel, während Brent‑Futures um mehr als 3% auf über 91 US-Dollar je Barrel stiegen.

Energieaktien profitierten von der Bewegung bei den Rohölpreisen. Halliburton und Valero Energy stiegen im Handel um 3,04% bzw. 1,84%.

Höhere Ölpreise könnten die Inflationssorgen verstärken, während Anleger bereits auf die nächste geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve schauen.

Erwartungen an Zinserhöhungen steigen vor dem Arbeitsmarktbericht

Die Märkte haben die Erwartungen für eine Zinserhöhung im September erhöht, nachdem Warsh angedeutet hatte, dass die Federal Reserve die Kreditkosten anheben könnte, falls die Inflation nicht auf ihr 2%-Ziel zusteuere.

Daten von CME FedWatch zeigten, dass Händler fast eine 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine September‑Erhöhung einpreisten, nach 41,4% eine Woche zuvor.

Der Ausblick ist nach gemischten Inflationsdaten unsicherer geworden. Die Verbraucherpreisinflation für Juli zeigte relativ milde Preisdrucke, während die Messung der persönlichen Konsumausgaben (PCE) stärker als erwartet ausfiel.

Der Arbeitsmarktbericht für August, der am 4. September erscheint, wird daher genau beobachtet werden. Anleger erhalten in der Woche außerdem Daten zum verarbeitenden Gewerbe und zum Dienstleistungssektor.

Nvidia fiel um 0,31%, während AMD um 0,6% zulegte.

Wall Street geht nach starkem August in den September

Der Rückgang bei den Futures folgt auf einen starken Monat für die großen US‑Indizes.

Der Dow lag im bisherigen Monat um 2,1% im Plus und steuerte auf seinen fünften Monatsanstieg in Folge zu. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite lagen etwa 3% bzw. 4% im Plus, womit beide auf Kurs für ihre ersten Monatsgewinne seit Mai waren.

Technologieaktien führten den Anstieg im August an, wobei der Technologiesektor des S&P 500 fast 6% zulegte. Nvidia stieg um mehr als 8%, während Microsoft und Micron Technology um 10% bzw. 13% zulegten.

Inflationssorgen haben jedoch zur Volatilität beigetragen, wobei die Renditen für US‑Staatsanleihen im Monatsverlauf Mehrjahreshochs erreichten. Anhaltend hohe langfristige Renditen bleiben eine Sorge für die Märkte.

Andernorts legten die meisten Kryptoaktien zu, während Bitcoin knapp unter 78.000 US-Dollar gehandelt wurde.

GameStop legte um 4,8% zu, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, etwa 27% eines zuvor angekündigten 1,4 Milliarden US-Dollar schweren Schuldenumtausches mit vorhandenen Barmitteln zu finanzieren und so zusätzliche Aktienverwässerung zu vermeiden.