Fed‑Chef Warsh: Anhaltende Inflation könnte weitere Zinserhöhungen nötig machen

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Wenn die Fed länger restriktiv bleibt, weiten sich die Zinsdifferenziale gegenüber Japan, wo die Politik weiterhin deutlich weniger falkenhaft ist. Warshs Haltung stützt einen stärkeren Dollar und engere globale Finanzbedingungen. Taktik: Long USD/JPY (oder Long im USD‑Index gegenüber JPY), um von einer FX‑Neubepreisung durch „higher‑for‑longer“-US‑Zinsen zu profitieren.
Kernrisiko: Risiko: Japan beschleunigt seine eigene Straffung oder ein Rückgang von Risikoaversion und Carry‑Trades dreht sich um, was USD/JPY wieder nach unten drücken würde.
Warshs Botschaft lautet „mehr Erhöhungen, wenn die zugrunde liegende Inflation nicht nachlässt“. Er sagt, die aktuellen Sätze seien nicht ausreichend restriktiv und die Sommerdaten seien kein Beweis für einen nachhaltigen Trend. Das macht die Marktpreise anfällig für eine falkenbedingte Neubepreisung, insbesondere im vorderen Bereich der Kurve. Taktik: Short‑Positionen in US‑2‑Jahres‑Treasury‑Futures (oder Puts auf 2‑Jahres‑Anleihen kaufen), um von höheren erwarteten Leitzinsen zu profitieren.
Kernrisiko: Risiko: Die Inflation zeigt sich schnell als dauerhafter Abwärtstrend (Kern‑PCE fällt weiter), was die Fed zu einer Wende hin zu Zinssenkungen zwingt und die Renditen am kurzen Ende stark einbrechen lässt.
- Fed‑Chef Warsh warnt, dass anhaltende Inflation weitere Maßnahmen erfordern könnte.
- Warsh sagt, die Finanzbedingungen seien nicht allgemein restriktiv.
- US‑PCE‑Inflation bleibt bei 3,7 % und liegt damit über dem 2‑%‑Ziel der Fed.
Der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, deutete an, dass die US-Notenbank möglicherweise mehr tun müsse, um die Inflation einzudämmen, und argumentierte, dass jüngste Verbesserungen bei den Preisdaten nicht genügend Belege für eine nachhaltige Abschwächung lieferten.
In seiner ersten Rede als Fed‑Vorsitzender beim jährlichen Jackson Hole‑Symposium der Federal Reserve Bank of Kansas City sagte Warsh, die Notenbank müsse überzeugt sein, dass die zugrunde liegende Inflation in ausreichendem Tempo auf ihr 2‑%‑Ziel zusteuere.
Ohne dieses Vertrauen, sagte er, „dann haben wir noch Arbeit zu tun.“
Warsh ging nicht so weit zu sagen, ob er eine Zinserhöhung auf der Fed‑Sitzung im September unterstützen würde.
Stattdessen betonte er, dass sein Ansatz darauf ausgerichtet sei, auf eingehende Daten zu reagieren, anstatt im Vorfeld konkrete politische Entscheidungen anzukündigen.
Die Äußerungen kamen zu einem Zeitpunkt, da die Entscheidungsträger weiterhin uneins über den geeigneten Zinskurs sind.
Bei der vorherigen Sitzung stimmten drei Fed‑Beamte für eine Zinserhöhung, während andere signalisiert haben, sie könnten höhere Zinsen unterstützen.
Finanzielle Bedingungen bleiben unterstützend
Warsh sagte, der aktuelle Federal‑Funds‑Satz von 3,5 %–3,75 % scheine die Gesamtwirtschaft nicht spürbar zu dämpfen.
Die Kredit‑ und Darlehensmärkte zeigten nach seinen Angaben nur begrenzte Anzeichen geldpolitischer Bremse.
Obgleich er Anzeichen einer Schwäche in Bereichen wie dem Wohnungsmarkt und der Landwirtschaft einräumte, sagte Warsh, es falle ihm „schwer, die allgemeinen Finanzbedingungen als restriktiv zu bezeichnen.“
Seine Einschätzung könnte das Argument dafür stärken, eine restriktive Geldpolitik beizubehalten oder gegebenenfalls die Zinsen anzuheben, falls die Inflation keinen weiteren Fortschritt in Richtung des Fed‑Ziels macht.
Die Debatte innerhalb der Notenbank drehte sich teilweise um die Ursachen der anhaltenden Inflation.
Einige Entscheidungsträger sehen die erhöhten Preisdrucke als Folge vorübergehender Schocks, darunter Zölle und der Iran‑Krieg. Andere argumentierten, die Nachfrage bleibe im Verhältnis zum Angebot stark genug, sodass Unternehmen Preissteigerungen durchsetzen könnten.
Warsh sagte, er habe zuvor dafür plädiert, auf zusätzliche Informationen abzuwarten, bevor entschieden werde, ob eine Änderung der Zinspolitik angebracht sei, und verwies auf mögliche Entwicklungen in Lieferketten, Investitionen und der Geopolitik.
Inflation bleibt über dem Fed‑Ziel
Aktuelle Inflationswerte haben den Druck für eine Zinserhöhung im September verringert. Die im Markt implizierten Erwartungen für eine Erhöhung waren Anfang des Monats nach schwächeren Werten im Juni und Juli auf unter 40 % gefallen.
Warsh räumte ein, dass die Inflationszahlen des Sommers besser als erwartet ausgefallen seien, sagte jedoch, sie hätten keine bedeutsame Verbesserung der zugrunde liegenden Trends gezeigt.
Er hob die Breite der Preissteigerungen in der gesamten Wirtschaft hervor. Etwa die Hälfte der Posten im von der Fed bevorzugten Warenkorb steigt mit einer Jahresrate von über 3 %, verglichen mit rund einem Drittel in den zwei Jahrzehnten vor der Pandemie.
Der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben, der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator, liegt derzeit bei 3,7 %, deutlich über dem 2‑%‑Ziel der Notenbank.
Warsh sagte außerdem, die Inflation bereite den Entscheidungsträgern derzeit mehr Sorge als der Arbeitsmarkt, den er als insgesamt robust beschrieb.
Die Äußerungen liefern die bisher deutlichste Indikation für Warshs Ansatz in der Geldpolitik seit seinem Amtsantritt als Fed‑Vorsitzender.
Obwohl er sich nicht auf eine konkrete Zinsentscheidung festlegte, lässt seine Betonung der anhaltenden Inflation die Möglichkeit weiterer geldpolitischer Straffung offen, falls der Preisdruck nicht ausreichend nachlasse.

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