Warum die Oracle‑Aktie am Dienstag rund 5% verliert

KI-Sentiment: 58/100 Bullisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
Unterstützt von
Buy ORCL. Der Ausverkauf scheint durch Zwangsverkäufe/technische Dislokation und steigende Renditen getrieben zu sein und nicht durch einen klaren fundamentalen Bruch. Citi weist auf ein Zurücksetzen der Erwartungen und eine Verbesserung der Kredit‑/Zwangsverkaufsdynamik hin; TD Cowen senkte sein Kursziel, beließ die Einstufung jedoch vor dem Analystentag am 28. Okt. bei Buy. Kurzfristige Katalysatoren sind die September‑Ergebnisse (10.–15. Sept.) und der Investorentag im Oktober, wobei das Wachstum des Cloud‑Auftragsbestands (seq. $85B im Quartal bis Mai) als zentraler Beleg dienen könnte, dass das Cloud‑Geschäft den Druck ausgleichen kann.
Kernrisiko: Das Cloud‑Wachstum von Oracle enttäuscht in den Ergebnissen und die Qualität des Auftragsbestands (Preisgestaltung/Margen) verbessert sich nicht, sodass der Ausverkauf fundamental begründet wäre.
Buy TLT. Wenn der Kursrückgang überwiegend durch Rendite‑/Inflationsdruck verursacht wurde, profitiert eine Duration‑Position, sobald die Renditen nachgeben (im Artikel heißt es, Aktien erholten sich, als der Aufwärtsdruck auf die Renditen nachließ). Das stützt zudem das Multiple von ORCL gegenüber den Gewinnen, indem die Diskontsätze sinken.
Kernrisiko: Die Renditen steigen weiter aufgrund erneuter Inflation, was Duration‑Positionen belastet und eine Erholung von ORCL wieder aufhebt.
- Oracle‑Aktie fällt 5%, da steigende Renditen Technologiewerte unter Druck setzen.
- TD Cowen senkt das Oracle‑Kursziel vor dem Analystentag im Oktober.
- Citi sieht nach dem starken jüngsten Ausverkauf von Oracle potenzielles Aufwärtspotenzial.
Die Oracle-Aktie fiel am Dienstag um etwa 5% und steuert damit auf die dritte Verlustsitzung in Folge zu, da steigende Anleiherenditen und erneute Inflationssorgen Technologiewerte unter Druck setzten.
Auch der breitere Markt gab am ersten Handelstag im September nach.
Der S&P 500 verlor 0,3%, der Nasdaq Composite büßte 0,5% ein. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 221 Punkte bzw. 0,4%.
Die globalen Anleiherenditen setzten ihren Anstieg fort, wobei die Rendite der US‑Zehnjahresanleihe Niveaus erreichte, die seit Januar 2025 nicht mehr gesehen wurden.
Die Rendite der japanischen zehnjährigen Staatsanleihe stieg auf den höchsten Stand seit August 1996, während die deutsche Benchmark‑Rendite den höchsten Stand seit 2011 erreichte.
Die Aktien erholten sich später von ihren Tiefs, als sich der Aufwärtsdruck auf die Renditen abschwächte.
Oracle‑Aktie unter Druck
Die Oracle‑Aktie steht seit mehreren Monaten unter Druck und liegt über die vergangenen sechs Monate rund 4% im Minus.
TD Cowen senkte das Kursziel für Oracle von $300 auf $240, beließ die Einstufung jedoch vor dem Analystentag des Unternehmens am 28. Oktober bei Buy.
Die Gesellschaft erwartet, dass Cloud‑Computing im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen wird und geht davon aus, dass Oracle voraussichtlich aktualisierte Ziele für das Fiskaljahr 2030 vorlegt.
Der nächste wesentliche Katalysator des Unternehmens ist der anstehende Quartalsbericht, der voraussichtlich zwischen dem 10. und 15. September veröffentlicht wird.
Analysten erwarten, dass Oracle einen Gewinn je Aktie von $1.67 meldet, nach $1.47 ein Jahr zuvor.
Der Umsatz wird voraussichtlich $19.13 billion erreichen, gegenüber $14.93 billion zuvor.
Citi sieht Chance nach steilem Ausverkauf
Citi eröffnete letzte Woche eine positive Katalysator‑Beobachtung für Oracle und argumentierte, dass der jüngste Kurssturz der Softwarefirma vor den Ergebnissen und dem Investorentag im Oktober einen Einstiegszeitpunkt bieten könnte.
Die Bank sagte, es gebe eine „Chance nach einer der extremsten Dislokationen und Drawdowns in der Geschichte der Aktie.“
Citi führte den jüngsten Druck teilweise auf Anlegerkapitulation und technische Verkaufsfaktoren zurück, darunter Kreditspreads und Aktienplatzierungen am Marktpreis (at‑the‑market).
Laut Citi hat die Oracle‑Aktie in den vergangenen drei Monaten die meisten Large‑Cap‑Technologiewerte hinter sich zurückgelassen und einen Peak‑to‑Trough‑Rückgang von mehr als 50% innerhalb von 30 bis 40 Tagen erlitten.
Die Bank beschrieb die Bewegung als vier- bis fünf Standardabweichungen relativ zur historischen Volatilität.
Citi erklärte, die Erwartungen hätten sich inzwischen zurückgesetzt; Zwangsverkäufe dürften den Kursdruck mitverursacht haben, während Anleihe‑ und CDS‑Spreads wieder anstiegen.
Cloud‑Nachfrage als potenzieller Katalysator
Citi verwies zudem auf aktuelle Updates von Neocloud‑Anbietern als potenziell positives Signal für Oracle.
Die Bank schrieb, starke Nachfrage treibe Preis‑ und Margenverbesserungen bei Neocloud‑Unternehmen und argumentierte, Oracle könne ähnliche Vorteile aus neu abgeschlossenen Verträgen ziehen.
Oracle baute laut Citi im Quartal bis Mai mehr als $85 billion an sequentiellem Auftragsbestand auf, verglichen mit rund $9 billion, die die erwähnten Neocloud‑Anbieter hinzugefügt haben.
Dieses Wachstum des Auftragsbestands könnte bei den später in diesem Monat vorgelegten Zahlen in den Fokus rücken, insbesondere wenn Investoren bewerten, ob das Cloud‑Geschäft des Unternehmens den jüngsten Druck auf die Aktie ausgleichen kann.
Für Oracle‑Aktionäre bilden die September‑Ergebnisse und der Analystentag im Oktober zwei kurzfristige Prüfsteine für den Cloud‑Wachstumsausblick des Unternehmens.
Gleichzeitig hat der starke Kursrückgang die Analysten zwischen Bewertungsbedenken und Erholungserwartungen gespalten.

Apple unter Ternus: KI zentral, faltbares iPhone möglicher Katalysator

CoreWeave-Aktie sendet Warnsignal trotz starkem Umsatzwachstum

Warum fallen Intel- und AMD-Aktien heute?

Dell-Aktie fällt vor Zahlen: starke KI-Nachfrage reicht nicht allein für 250%-Rallye

SCHD steht kurz davor, größter Dividenden-ETF zu werden – technische Risiken drohen
Keine Ergebnisse gefunden
Artikel werden geladen...
Failed to load articles. Please try again.