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Google tätigt Rekordinvestition von 15 Mrd. $ in KI-Infrastruktur in Finnland

Google tätigt Rekordinvestition von 15 Mrd. $ in KI-Infrastruktur in Finnland
Abhinav Jha
09. Sept. 2026, 11:59 AM

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Google (GOOGL) KI-Infrastruktur-Capex

Kaufen: GOOGL. Der 13 Mrd. € Ausbau in Finnland sichert langfristige Cloud‑/KI‑Kapazitäten, stützt die Nachfrage nach Gemini und stärkt Googles europäische Google‑Cloud‑Präsenz durch stromgesicherte Standorte (Lebensdauerverlängerung Kernkraft + Wind + Batterie). Dies ist ein Kapazitäts‑ und Ökosystem‑Play: mehr Regionen, mehr Vertrauen von Unternehmen, mehr wiederkehrende Cloud‑Umsätze.

Kernrisiko: Das Wachstum der KI/Cloud‑Nachfrage könnte sich so stark verlangsamen, dass die neue Kapazität nicht schnell genutzt wird, was durch hohe Capex zu Margendruck führt.

Fortum (FORTUM) Hebelwirkung des Stromvertrags

Kaufen: Fortum. Googles 22‑jähriges Abkommen zur Verlängerung der Laufzeit von Loviisa ist ein direkter, langfristiger Nachfragesignal für kohlenstoffarme Grundlastenergie. Zusätzliche Windkapazitäten und Anforderungen an Netzstabilität erhöhen den Wert des finnischen Versorgungssektors, wenn Rechenzentren skaliert werden.

Kernrisiko: Regulatorische oder vertragliche Änderungen könnten die Wirtschaftlichkeit des Loviisa‑Lebensdauerverlängerungsabkommens mindern und erwartete Cashflows reduzieren.

  • Google wird mindestens 13 Mrd. € (etwa 15,1 Mrd. $) in Finnland in den Jahren 2027 und 2028 investieren.
  • Der Plan sieht drei neue Rechenzentren vor und erweitert den bestehenden Standort in Hamina.
  • Google erwartet, dass das Projekt über 37.000 Arbeitsplätze unterstützt.

Google kündigte am Mittwoch an, mindestens 13 Mrd. € (etwa 15 Mrd. $) innerhalb der nächsten zwei Jahre in Finnland zu investieren, darunter Rechenzentren, saubere Energie und lokale Gemeinschaftsprojekte.

Das Unternehmen bezeichnete dies als die bislang größte Einzelinvestition, die es jemals in Europa getätigt hat.

Der Plan baut auf Googles Historie in dem Land auf.

Vor fünfzehn Jahren verwandelte Google eine ehemalige Papierfabrik in der Küstenstadt Hamina in ein Rechenzentrum.

Dieser Standort ist seitdem zu einem der Eckpfeiler von Googles europäischem Cloud‑Netzwerk gewachsen, und die neue Investition wird ihn weiter ausbauen sowie drei völlig neue Rechenzentren in Kajaani, Muhos und Vaala hinzufügen.

Arbeitsplätze und lokale wirtschaftliche Auswirkungen

Google gibt an, die Bauphase, die sich bis 2027 und 2028 erstreckt, werde mehr als 37.000 Arbeitsplätze in ganz Finnland unterstützen und dem BIP des Landes jährlich 3,6 Milliarden € hinzufügen.

Rund 16.000 dieser Arbeitsplätze entfallen laut Googles eigenen Angaben auf den Bau selbst, wodurch allein für diesen Sektor geschätzte 911 Millionen € pro Jahr an Arbeitseinkommen generiert würden.

Sobald die Standorte in Betrieb sind, erwartet Google, dass sie rund 7.000 dauerhafte Arbeitsplätze unterstützen, darunter Ingenieure, Techniker, Sicherheitskräfte und Catering‑Personal, mit einer durchschnittlichen Bezahlung von etwa 24 % über dem finnischen Medianlohn.

Das Unternehmen stellt außerdem 31 Millionen € für Gemeinschaftsprogramme in Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala über die nächsten vier Jahre bereit.

Dazu gehören KI‑Schulungen für mehr als 4.400 Beschäftigte in Partnerschaft mit lokalen Hochschulen sowie neue Ausbildungsplätze für 100 finnische Studierende, die eine Karriere in Rechenzentren anstreben.

Google sagte, 10 Millionen € dieses Community‑Fonds sei speziell für lokale Forschungs‑ und Innovationsprojekte vorgesehen.

Energieabkommen untermauern die Expansion

Ein großer Teil der Ankündigung dreht sich um Stromversorgung, nicht nur um Rechenleistung.

Google hat eine 22‑jährige Vereinbarung mit dem finnischen Energieunternehmen Fortum unterzeichnet, um eine Lebensdauerverlängerung des Kernkraftwerks Loviisa zu unterstützen, das derzeit etwa 10 % des finnischen Stroms liefert und rund 580 Personen beschäftigt.

Google erweitert zudem die an Land vorhandene Windkapazität und hat ein 94‑Megawatt‑Batteriesystem in der Nähe seines Standorts in Kajaani in Auftrag gegeben, das voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb gehen soll und darauf abzielt, das Netz in kalten, windschwachen Phasen mit hoher Nachfrage stabil zu halten.

Google arbeitet außerdem separat mit dem finnischen Netzbetreiber Fingrid und der Agentur Business Finland zusammen, um künftige Rechenzentrumsstandorte im Hinblick auf Netzkapazitäten zu planen, ein Ansatz, den es als Modell für verantwortungsbewusste KI‑Infrastruktur‑Ausbauprojekte in anderen Teilen Europas positioniert

Warum Finnland — und warum jetzt

Das kalte Klima Finnlands und das überwiegend kohlenstoffarme Stromnetz haben das Land zu einem zunehmend beliebten Ziel für Rechenzentrumsinvestitionen gemacht, und Google ist dort nicht allein.

Microsoft und ByteDance haben in den vergangenen Jahren ebenfalls Rechenzentrumsprojekte im Land vorangetrieben, angelockt durch ähnliche Kühl- und Energievorteile.

Für Google fällt das Timing mit dem breiteren Rennen um KI‑Infrastruktur unter den großen Cloud‑Anbietern zusammen, die alle darauf drängen, Rechenkapazitäten auszubauen, um KI‑Produkte wie Googles Gemini zu unterstützen.

Ruth Porat, Chief Investment Officer von Google, sagte, das Unternehmen sei stolz darauf, seine Wurzeln in Finnland mit seiner bislang größten Einzelinvestition in Europa zu vertiefen.