Warum Nvidia-Aktie heute über 1 % fällt, obwohl AI-Peers steigen

KI-Sentiment: 72/100 Bullisch
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Kaufen NVDA. Die Aktie gab aufgrund makroökonomischer Faktoren (Öl + Risiko im Nahen Osten) nach, während AI-Peers zulegten; der Artikel bezeichnet NVDA als die günstigste Compute-Aktie bezogen auf die auf 2028 berechneten Gewinne und als unterrepräsentiert bei Investoren. Die Fundamentaldaten beschleunigen weiter: Umsatz im Fiskal-Q2 +106% und Anleitung für das Quartal im Oktober $108B vs ~$105B Konsens; Morningstar hebt den Fair Value auf $310 und nennt den Ausblick für 2028 als Treiber.
Kernrisiko: AI-Kapitalausgaben verlangsamen sich oder verzögern sich so stark, dass NVIDIAs Wachstum/Ausblick für 2028 bricht.
Kaufen INTC. Die Aktie stieg um 8% nach einer Heraufstufung auf Outperform, und der Anstieg erfolgte, während Halbleiterwerte allgemein zulegten (PHLX +2%). Sollte der Markt in die zuvor geschlagenen Chipwerte zurückrotieren, könnte INTC eine zweite Welle erfassen, wenn Anleger die Branche über die reinen AI-Beschleuniger hinaus neu bewerten.
Kernrisiko: Das Upgrade könnte verfrüht sein und Intels Turnaround-Umsetzung (Fertigungsprozesse oder Produkt-Roadmap) scheitert, wodurch die Rallye schnell abklingt.
- Die Nvidia-Aktie fiel nach drei aufeinanderfolgenden Handelstagen um 1.5%.
- AMD, Intel und Broadcom stiegen am Dienstag trotz breiterer Marktschwäche.
- Analysten bleiben gegenüber Nvidia bullisch, trotz Bewertungs- und makroökonomischer Bedenken.
Die Nvidia-Aktie fiel am Dienstag um etwa 1.5% auf rund $227 und legte eine Verschnaufpause nach drei aufeinanderfolgenden Gewinntagen ein, da die breiteren Märkte durch steigende Ölpreise und erneute Spannungen im Nahen Osten unter Druck gerieten.
Der Rückschlag fiel auf, weil mehrere große Halbleiterwerte zulegten.
Intel stieg um mehr als 8%, nachdem Gus Richard von Northland Capital Markets die Aktie von Market Perform auf Outperform hochgestuft hatte.
AMD gewann etwa 5%, Broadcom stieg rund 3%. Der PHLX Semiconductor Sector Index lag ebenfalls um etwa 2% im Plus.
Der breitere Markt bewegte sich in die entgegengesetzte Richtung. Der Dow Jones Industrial Average verlor 574 Punkte bzw. 1.1%, während der S&P 500 um 0.4% nachgab und der Nasdaq Composite um 0.3% abrutschte.
Die US-Märkte blieben am Montag wegen des Labor Day geschlossen.
Nvidia liegt hinter Halbleiterkollegen zurück
Die Ölpreise blieben am Dienstag eine wesentliche Belastung für Aktien, da Futures auf West Texas Intermediate (WTI) zum sechsten Mal in Folge zulegten und damit ihre längste Gewinnserie seit März ausweiteten.
Brent-Rohöl notierte um etwa $98 pro Barrel, da die Spannungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende eskalierten.
Vor diesem Hintergrund folgt der Rückgang von Nvidia auf eine starke Rallye in den vergangenen Monaten.
Die Aktie liegt in den letzten sechs Monaten etwa 24% im Plus und befindet sich weiterhin knapp unter ihrem Rekordhoch von $236.54.
Allerdings hat Nvidia einige Halbleiterkollegen im gleichen Zeitraum deutlich underperformt: Sowohl AMD als auch Intel legten mehr als 100% zu.
Cantor belässt Kursziel für Nvidia bei $350
Cantor Fitzgerald bekräftigte seine Overweight-Einstufung für Nvidia und bestätigte ein Kursziel von $350.
Das Unternehmen hob die anhaltende Nachfrage nach AI-Infrastruktur hervor und räumte gleichzeitig Lieferengpässe in der Halbleiterbranche ein.
Analyst C.J. Muse sagte, dass Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit des AI-Investitionszyklus uneins bleiben, da makroökonomische und Schuldenbedenken die Märkte belasten.
Cantor betonte zudem Nvidias Rolle als größter Kunde von TSMC und argumentierte, die Aktie sei unter den Compute-Unternehmen auf Basis der Gewinnschätzungen für das Kalenderjahr 2028 am günstigsten bewertet.
Das Unternehmen ist außerdem der Ansicht, dass Nvidia sowohl bei Hedgefonds als auch bei Long-Only-Investoren untergewichtet ist.
Muse sprach Nvidias Spezifikationen für High-Bandwidth Memory (HBM) an und charakterisierte eine Entkernung der HBM-Spezifikation als wirtschaftliche Entscheidung mit dem Ziel, die Bruttomargen und GPU-Verkäufe entlang einer begrenzten Anzahl von Bits zu optimieren.
Morningstar sieht weiteres Aufwärtspotenzial
Anfang dieses Monats hob Morningstar seine Fair-Value-Schätzung von $280 auf $310 an, was ein Aufwärtspotenzial von rund 30% gegenüber dem aktuellen Kurs impliziert.
Nvidia meldete im fiskalischen zweiten Quartal Umsatzerlöse von $96 billion, ein Plus von 106% gegenüber dem Vorjahr und über der Guidance von $91 billion.
Das Unternehmen erwartet für das Quartal im Oktober Umsatzerlöse von $108 billion und liegt damit über dem FactSet-Konsens von $105 billion.
Morningstar identifizierte den Ausblick für das Fiskaljahr 2028 von Nvidia als den wichtigsten Teil des Ergebnisberichts.
Nvidia erwartet für das nächste Jahr ein Umsatzwachstum von 70%, was fast $700 billion Gesamtumsatz bedeuten würde, verglichen mit Morningstar- und FactSet-Schätzungen von jeweils rund $570 billion.
Der Ausblick untermauert den längerfristigen Aufwärtstrend, auch wenn Nvidias Aktien nach ihren jüngsten Zugewinnen eine Pause einlegen.

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