IAG-Aktienkurs droht Einbruch auf 400p durch steigende Kerosinkosten

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Ölservice-Exposure über Schlumberger (SLB) kaufen. Dieselben Treiber, die Kerosin nach oben treiben (Rohölstärke durch Spannungen USA–Iran, Russland–Ukraine, Saudi-Arabien–Jemen), stützen typischerweise Energie-Capex und Upstream-Aktivitäten, erhöhen die Nachfrage nach Services und die Preissetzungsmacht. Das kompensiert das Margenrisiko der Airlines und profitiert von einem anhaltenden, rohölgetriebenen Umfeld.
Kernrisiko: Geopolitisches Risiko deeskaliert und Rohöl fällt stark, wodurch Aktivität und Preise im Ölservicebereich sinken.
IAG verkaufen. Kerosin steigt schnell (Kerosin +9 % gegenüber der Vorwoche; Brent >$100), und der Artikel weist auf anhaltenden Margendruck hin. Die Aktie bricht bereits technisch zusammen: unter dem 50-Tage-EMA, PPO unter null, und mit einer Schlüsselunterstützung bei 417p. Sollte 417p scheitern, dürfte der Abwärtstrend sich beschleunigen und in Richtung 400p führen.
Kernrisiko: Nachfrage bricht ein — Fluggesellschaften können Treibstoffkosten nicht über Tarife weiterreichen und die Buchungen nehmen ab, sodass eine Margin-Erholung früher als erwartet erforderlich wird.
- IAG-Aktie fiel auf ein entscheidendes Unterstützungsniveau.
- Kerosinpreise stiegen weiter aufgrund der anziehenden Rohölpreise.
- Technische Analyse deutet auf weiteren Abwärtsspielraum hin, möglicherweise bis 400p.
IAG-Aktienkurs ist auf ein entscheidendes Unterstützungsniveau gefallen, nachdem Anleger auf die steigenden Kerosinkosten reagiert haben. Am Mittwoch fiel er auf 419p, nur wenige Punkte über 414p, dem niedrigsten Stand im Juli. Er liegt damit 15 % unter seinem Höchststand in diesem Jahr.
Kerosinpreise drücken auf IAGs Margen
IAG, Muttergesellschaft von British Airways, Aer Lingus und LEVEL, wird von den steigenden Kerosinpreisen belastet. Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass der Umsatz im ersten Halbjahr des Jahres um 1 % auf 16 Mrd. € gestiegen ist, während das operative Ergebnis von 1,8 Mrd. € auf 1,75 Mrd. € gesunken ist. Die operative Marge sank leicht auf 10,9 %.
Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, da die Rohölpreise steigen und Brent über dem wichtigen Widerstandsbereich von $100 notiert. WTI ist auf $95 gestiegen, was zu höheren Benzin-, Diesel- und Kerosinpreisen führt.
Daten zeigen, dass die Kerosinpreise letzte Woche auf $171 gestiegen sind, 9 % höher als in der Vorwoche und 8,9 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vormonats. Diese Rally dürfte sich fortsetzen, da sich die Lage zwischen den USA und Iran zuspitzt. Gleichzeitig beschleunigt sich die Krise zwischen Ukraine und Russland sowie zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen.
IAG und andere Fluggesellschaften geben die steigenden Kerosinkosten über höhere Tarife an die Reisenden weiter – ein Schritt, der die Nachfrage bisher nicht geschwächt hat. Bei der Veröffentlichung der Zahlen hatte die Airline-Gruppe bereits rund 57 % der Kapazität für das zweite Halbjahr gebucht.
Das Management will versuchen, etwa 60 % der zusätzlichen Treibstoffkosten durch eine Mischung aus Fahrpreiserhöhungen und Kostensenkungen zurückzugewinnen. IAG verfügt zudem über einen Vorteil, den US-Wettbewerber nicht haben: ein Absicherungsprogramm, das die Auswirkungen von Treibstoffpreisschwankungen abmildert. In einer Erklärung sagte der CEO:
„Wir sind gut aufgestellt, um mit diesen kurzfristigen Gegenwinden umzugehen: ein vielfältiges Portfolio erstklassiger Marken in großen und attraktiven Märkten; branchenführende Margen; signifikanter freier Cashflow und eine starke Bilanz; sowie attraktive Aktionärsrenditen.“
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Technische Analyse des IAG-Aktienkurses

IAG-Aktienkursdiagramm | Quelle: TradingView
Das Tageschart zeigt, dass sich der IAG-Aktienkurs in den vergangenen Monaten in einem Abwärtstrend befand. Er sank von einem Hoch von 493p im Juni auf aktuell 419p. Dieser Kurs liegt knapp über dem entscheidenden Unterstützungsniveau von 417p. Mehrfach seit Juli gelang ihm nicht, unter dieses Niveau zu fallen.
Die Aktie ist unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement-Niveau gefallen. Sie liegt außerdem unter dem 50-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA). Auch die beiden Linien des Percentage Price Oscillator (PPO) sind unter die Nulllinie gefallen.
Daher wird die Aktie voraussichtlich weiter fallen – ein Move, der bestätigt wäre, sollte sie unter das Unterstützungsniveau von 417 fallen. Ein Bruch dieses Niveaus würde auf weiteren Abwärtsdruck hinweisen, möglicherweise bis zur psychologischen Marke von 400p.

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