Dow schließt 400 Punkte tiefer, US-Rohöl über $100 und Fed-Zinserwartungen steigen

KI-Sentiment: 18/100 Bärisch
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Verkaufen: Energy Select Sector SPDR (XLE). Das Öl liegt bereits über $100, wobei Störungen durch die Straße von Hormus/das Rote Meer eingepreist sind; die Marktreaktion entwickelt sich zu einer Zins‑/Inflationsbremse für Aktien. XLE dürfte underperformen, da höhere Renditen das gesamte Marktumfeld belasten und Anleger sich von ölpreisempfindlichen Risiken zurückziehen.
Kernrisiko: Öl steigt durch einen neuen Angebots‑Schock weiter kräftig an und lässt XLE trotz Zinsängsten stark steigen.
Verkaufen: iShares Semiconductor ETF (SOXX). Der Artikel weist Halbleiter als hochvolatile Werte aus und nennt speziell Intel und Micron mit rund −5%, nachdem die 10‑jährige Rendite über 4.945% sprang. Falls die Fed nächste Woche die Zinsen anhebt, dürften Wachstums‑Multiples mit langer Duration weiter komprimieren; SOXX ist das klare Basket für diese Entwicklung.
Kernrisiko: Renditen fallen rasch (dovishe Fed oder kühlere Inflation), wodurch sich Halbleiter erholen und die Multiple‑Kompressions‑These auslöschen.
- US‑Aktien fielen, als die Ölpreise über $100 kletterten.
- Die Erwartungen an Fed‑Zinserhöhungen stiegen vor dem CPI‑Bericht am Freitag.
- Die Renditen von Staatsanleihen stiegen, da die Inflationssorgen zunahmen.
US-Aktien fielen am Donnerstag, als die Ölpreise über $100 pro Barrel kletterten, was Inflationssorgen schürte und die Erwartungen erhöhte, dass die Federal Reserve nächste Woche die Zinsen anheben könnte.
Der Dow Jones Industrial Average verlor 400 Punkte bzw. 0.76%, während der S&P 500 um 0.65% zurückging.
Der Nasdaq Composite fiel ebenfalls um 0.68%. Die Rückgänge ereigneten sich, da der andauernde US‑Iran‑Krieg weiterhin Energieversorgungswege stört und die Ölpreise nach oben treibt.
Ölpreise drücken Aktien nach unten
US West Texas Intermediate (WTI) schloss bei $102.95 pro Barrel, ein Plus von 7.1% und damit der höchste Schlusskurs seit dem 19. Mai.
WTI hat seit Beginn des Iran‑Kriegs Ende Februar 52.9% zugelegt und liegt im Jahresverlauf um 78.47% höher.
Auch Brent‑Rohöl‑Futures stiegen und notierten während der Sitzung am Donnerstag über $108 pro Barrel.
Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus und das Rote Meer haben Befürchtungen über weitere Lieferengpässe geschürt.
Der Anstieg der Ölpreise trieb auch die Rendite der 10‑jährigen US‑Treasuries über 4.945%, den höchsten Stand seit mindestens Oktober 2023.
Höhere Renditen können den Aktienbewertungen Druck machen und die Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhen.
Hochvolatile Halbleiterwerte, die während der Marktrallye zu den stärksten Performern zählten, gerieten unter Druck. Intel und Micron Technology fielen beide um 5%.
Inflationsdaten rücken die Fed in den Fokus
Ein US‑Erzeugerpreisbericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, zeigte, dass die Erzeugerpreise im August um 0.4% stiegen, und damit im Einklang mit den Erwartungen lagen.
Auf Jahresbasis stieg der PPI um 5.4% und liegt damit deutlich über dem 2%‑Inflationsziel der Federal Reserve.
Die Daten wurden vor dem Verbraucherpreisindexbericht am Freitag veröffentlicht, den Anleger beobachten, um weitere Hinweise auf die Zinsentscheidung der Fed zu erhalten.
Sowohl PPI als auch CPI fließen in den Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) ein, das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß.
Fed‑Funds‑Futures bewerteten eine 74%ige Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung um einen Viertelpunkt nach dem Treffen in der nächsten Woche.
Andere Daten zeigten, dass Händler etwa eine 70%ige Chance für mindestens eine Anhebung um 25 Basispunkte einpreisten.
Der Anstieg der Ölpreise und der Renditen hat die Befürchtung verstärkt, dass die Inflation hoch bleiben könnte, während Anleger gleichzeitig die Aussichten für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung bewerten.
S&P 500 bleibt unter seinem Rekordhoch
Die großen US‑Durchschnittswerte gingen nach einem dreitägigen Rückgang in den Donnerstag.
Der S&P 500 liegt nun fast 3% unter seinem Rekord‑Schlussstand vom 13. August, obwohl der Index im Jahr 2026 weiterhin um 11% gestiegen ist.
Trotz des jüngsten Rückgangs handelt der Benchmark bei rund dem 19‑fachen der erwarteten Gewinne, seiner niedrigsten Bewertung seit April 2025.
Der Rückgang erfolgte trotz einer starken Gewinnerwartung.
Auch Einzelaktien bewegten sich kräftig.
Nvidia und Micron Technology belasteten den S&P 500, während Apple legte zu einen Tag nach der Vorstellung seines $1,999 iPhone.
Macy’s‑Aktien fielen, obwohl der Warenhausbetreiber seine Jahresprognosen anhob, während American Eagle Outfitters sank auf den niedrigsten Stand seit Oktober, nachdem es seine Jahresprognose für vergleichbare Umsätze beibehalten hatte.
Anleger richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die Verbraucher‑Inflationsdaten am Freitag, um weitere Hinweise darauf zu erhalten, wie Ölpreise und breitere Inflationsdrucke die nächste geldpolitische Entscheidung der Fed beeinflussen könnten.

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