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Stanley Druckenmiller verkauft Intel und Micron, kauft zwei andere Aktien

Stanley Druckenmiller verkauft Intel und Micron, kauft zwei andere Aktien
Wajeeh Khan
10. Sept. 2026, 16:58 PM

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AMZN: Automatisierung und Robotik

Kaufen: Amazon (AMZN). Druckenmiller hat AMZN massiv erhöht und seine Call-Exponierung ausgebaut. Er setzt darauf, dass Automatisierung im Fulfillment (niedrigere Lieferkosten pro Einheit) sowie die Ausweitung von Prime Air und durch Fauna Robotics angestoßene Verbrauchererobotik in nachhaltige Margen- und Gewinnkraft münden. Das ist eine Verschiebung von 'KI‑Infrastruktur' hin zu 'KI in der realen Welt', in der Kostensenkungen und neue Produktangebote sich multiplizieren.

Kernrisiko: Automatisierung und Robotik senken die Kosten nicht schnell genug, sodass sich die Margen nicht ausweiten und die Aktie niedriger bewertet wird.

TSLA: Autonomie und Optimus-Calls

Kaufen: Tesla (TSLA) über Call-Optionen oder Call-Spread-Exponierung. Druckenmillers optionslastige Position stimmt mit dem Rollout von Cybercab/Robotaxi und der Optimus-Produktion als nächste Katalysatoren überein. Optionen passen zu der asymmetrischen Auszahlung: großes Aufwärtspotenzial, falls die Autonomie skaliert; begrenzte Abwärtsrisiken, falls sich Zeitpläne verzögern.

Kernrisiko: Der Fortschritt bei autonomen Fahrzeugen/Robotaxis stockt (regulatorisch oder technisch), und die Optimus-Produktion verfehlt Skalierungsziele, wodurch die Ausführungsprämie einbricht.

  • Stanley Druckenmiller verkaufte im zweiten Quartal Aktien von Intel und Micron.
  • Der Milliardär baute stattdessen Positionen in Amazon und Tesla auf.
  • Was ihn im zweiten Quartal an TSLA- und AMZN-Aktien anzog.

Nur wenige Portfolioanpassungen ziehen an der Wall Street so viel Aufmerksamkeit auf sich wie die des Milliardärs Stanley Druckenmiller.

Der ehemalige Protegé von George Soros hat bei der Leitung von Duquesne Capital eine beispiellose Bilanz vorzuweisen: annualisierte Renditen von über 30 % über nahezu drei Jahrzehnte ohne ein einziges Verlustjahr.

Seine makroökonomischen Einschätzungen haben großes Gewicht, gestützt durch eine Karriere, die führende Wirtschaftspolitiker prägte, darunter US-Finanzminister Scott Bessent und den Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh.

Da er derzeit etwa 5,2 Milliarden USD (ca. 4,5 Milliarden €) in US-Aktien im Duquesne Family Office verwaltet, deutet seine jüngste regulatorische Offenlegung auf eine gezielte Wende hin.

Duquesne hat im zweiten Quartal seine Beteiligungen an den Chipherstellern Intel und Micron Technology vollständig abgestoßen. Stattdessen baute das Unternehmen umfangreiche Neupositionen in Amazon und Tesla auf.

Warum Druckenmiller bei Amazon aufgestockt hat

Duquesne vergrößerte seine Position an AMZN-Aktien um das Elffache auf rund 541.600 Aktien und mehr als verdoppelte gleichzeitig seine Position in Call-Optionen, genug, um das Unternehmen in die Top-10-Beteiligungen des Fonds zu heben.

Das Ausmaß der Transaktion deutet auf Überzeugung hin, die über bloßes Index-Tracking hinausgeht.

Amazon hat im vergangenen Jahr sein Fulfillment-Netzwerk schrittweise automatisiert, ein Vorhaben, von dem das Unternehmen erwartet, dass es die Lieferkosten pro Einheit mit zunehmender Skalierung spürbar senkt.

Prime Air-Drohnenlieferungen werden in neue Märkte ausgeweitet, während die Übernahme von Fauna Robotics im März 2026, Hersteller des kompakten Humanoiden Sprout, Amazon erstmals in den verbrauchernahen Robotikbereich brachte — ein Segment, das es nun mit Tesla, Figure und Boston Dynamics teilt.

Warum Druckenmiller bei Tesla aufgestockt hat

TSLA-Positionen stellen die zweite Säule der Wette dar – ausgedrückt durch Call-Optionen mit einem Nominalwert von etwa 53 Millionen USD (ca. 46,2 Millionen €) statt durch direkte Aktien.

Das Timing wirkt weniger wie Zufall denn wie gezielte Positionierung.

Wochen nach Quartalsende stellte Tesla Inc. am 3. September in Austin seinen pedal-losen Cybercab vor und integrierte das zweisitzige autonome Fahrzeug in einen Robotaxi-Service, der bereits in unterschiedlichen Aufsichtsphasen in Austin, Dallas, Houston, Miami, Orlando, Tampa und der San Francisco Bay Area läuft.

Tesla hat zudem mit der Produktion seines humanoiden Roboters Optimus begonnen – ein Produkt, das Milliardär Elon Musk als die größte langfristige Chance des Unternehmens bezeichnet hat.

Optionen statt Aktien erlauben es Stanley Druckenmiller, an diesem Aufwärtspotenzial teilzuhaben, während das eingesetzte Kapital begrenzt bleibt, falls sich der Zeitplan für die Autonomie verschiebt.

Die offene Frage

Zusammen markieren die Trades eine breitere Verschiebung der institutionellen KI-Exponierung – weg von grundlegender Hardware hin zum operativen Einsatz.

Duquesne setzt darauf, dass die nächsten ökonomischen Erträge des Technologieszyklus Unternehmen zugutekommen, die automatisierte physische Agenten einsetzen, und nicht jenen, die die Chips darunter herstellen.

Diese Wette birgt jedoch auch reale Risiken.

Im Verhältnis zu den aktuellen Gewinnen wird die Tesla-Aktie zu einem Bewertungsniveau gehandelt, das auf fehlerfreier Umsetzung autonomer Flotten und massenhafter Humanoidfertigung beruht und damit nur wenig Spielraum für Fehler lässt.

Und 13F-Meldungen erfassen nur einen Snapshot zum 30. Juni; ob Duquesne diese Optionen über Teslas Meilensteine im September hielt oder bereits kurzfristige Gewinne realisierte, wie bei Intel und Micron, bleibt bis zur nächsten Offenlegung unbekannt.