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Warum die Nvidia-Aktie am Donnerstag um mehr als 2 % gefallen ist

Warum die Nvidia-Aktie am Donnerstag um mehr als 2 % gefallen ist
Utkarsh Roshan
10. Sept. 2026, 17:27 PM

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INTC: Kauf

Intel (INTC) kaufen. Obwohl die Aktie im selben makroökonomischen Umfeld rund ~6% verlor, betreffen die Nachrichten eher regulatorischen und Finanzierungsdruck als einen fundamentalen Einbruch der KI‑Nachfrage. Intel stellt eine klarere „Value‑plus‑Turnaround“-Wette dar, die schneller reagieren kann, wenn sich die Zinsen stabilisieren und der Markt von den am stärksten geprüften KI‑Gewinnern wegrotiert. Hauptrisiko: KI‑CAPEX und Kundennachfrage verlagern sich weiter zu Nvidia/anderen, und Intels Umsetzung gelingt nicht (Prozess‑/KI‑Produktverzögerungen), sodass die Erholung ausbleibt.

Kernrisiko: KI‑CAPEX und Kundennachfrage verlagern sich weiter zu Nvidia/anderen, und Intels Umsetzung verfehlt die Erwartungen.

NVDA: Verkauf

Nvidia (NVDA) verkaufen. Die Aktie wird gleichzeitig aus drei Richtungen unter Druck gesetzt: risikoscheue durch Öl (WTI/Brent >$100/$105), 10-jährige Renditen >4,9% belasten High‑Beta‑Technologie, und kartellrechtliche Prüfungen des DOJ rund um die Nvidia–Groq-Struktur. Diese Kombination kann die Kompression der Bewertungsmultiplikatoren fortsetzen, selbst wenn die KI‑Nachfrage intakt bleibt. Hauptrisiko: Das DOJ eskaliert zu einer erzwungenen Abhilfe (Auflösung des Geschäfts, Beschränkungen bei Lizenzen oder erhebliche Strafen), die Nvidias Wachstum der KI‑Plattform und Umsatzsichtbarkeit unmittelbar beeinträchtigt.

Kernrisiko: Das DOJ erzwingt eine Maßnahme, die Nvidias Zugang zu Groq-bezogener Technologie und die KI‑Expansion blockiert oder wesentlich einschränkt.

  • Die Nvidia-Aktie fiel um 2%, da die Gesamtmärkte durch steigende Ölpreise geschwächt wurden.
  • Das DOJ prüft Nvidias Lizenz- und Einstellungsvereinbarungen mit Groq.
  • Nvidia erweitert seine KI‑Präsenz durch eine neue Partnerschaft mit Palantir.

Die Nvidia NVDA-Aktie fiel am Donnerstag um mehr als 2% und steht auf Kurs, eine zweitägige Verlustserie zu verlängern.

Die Bewegung erfolgt, da höhere Ölpreise, steigende US-Staatsanleiherenditen und neue regulatorische Prüfungen den KI-Sektor belasteten.

Der breitere Markt gab ebenfalls nach. Der Dow Jones Industrial Average verlor 258 Punkte bzw. 0,5%, der S&P 500 fiel um 0,5% und der Nasdaq Composite gab 0,4% nach.

US West Texas Intermediate (WTI)-Futures für Lieferung im Oktober stiegen über $100 je Fass, während Brent-Futures für November über $105 sprangen, da der Krieg zwischen den USA und Iran in den siebten Monat ging.

Der Öl-Anstieg trieb die 10-jährige US-Rendite über 4,9% – den höchsten Stand seit November 2023 – und setzte damit hochvolatile Technologie- und Halbleiterwerte zusätzlich unter Druck.

Intel verlor etwa 6%, Micron Technology fiel rund 4%.

DOJ untersucht Nvidia-Groq-Deal

Der Kursrückgang von Nvidia fällt auch zusammen mit Prüfungen des US-Justizministeriums (DOJ), ob das Unternehmen seine übernahmerelevante Vereinbarung mit dem KI-Chip-Startup Groq so gestaltet hat, dass sie der kartellrechtlichen Kontrolle entgeht, berichtet Bloomberg.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht ein im Dezember angekündigtes Abkommen, durch das Nvidia Rechte an Groqs Technologie erhielt.

Der Groq-CEO Jonathan Ross und COO Sunny Madra traten anschließend Nvidia bei, während Groq als eigenständiges Unternehmen bestehen blieb.

US-Abgeordnete bezeichneten die Vereinbarung später als eine Übernahme, die den Wettbewerb einschränkte.

Das DOJ untersucht Lizenz- und Einstellungsvereinbarungen im weiteren Sinne, da Regulierungsbehörden prüfen, wie eine kleine Anzahl von Unternehmen Einfluss in der KI‑Branche konsolidiert.

Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Alphabets Google sahen sich laut dem Bericht ebenfalls Prüfungen ausgesetzt wegen Vereinbarungen, die Zugang zu Technologie und Ingenieurstalenten ermöglichen, ohne notwendigerweise eine herkömmliche Fusionsprüfung auszulösen.

Die behördlichen Fragen zur Nvidia-Groq-Vereinbarung begannen laut Bericht bereits Anfang des Jahres.

Die Untersuchung, über die zuvor die New York Times berichtete, könnte letztlich ohne Durchsetzungsmaßnahmen beendet werden.

Groq legte seine Lizenzvereinbarung mit Nvidia nicht einer kartellrechtlichen Prüfung vor.

Nvidia erweitert KI-Strategie

Die regulatorische Prüfung erfolgt, während Nvidia seine Tätigkeit über das Kerngeschäft der Halbleiter hinaus ausbaut.

Nvidia und Palantir Technologies kündigten am Mittwoch eine neue KI‑Zusammenarbeit an, die sich auf die von ihnen als „souveräne KI“ bezeichnete Lösung für kritische Lieferketten konzentriert.

Das System soll zunächst innerhalb von Nvidias eigenem Fertigungs- und Logistiknetzwerk betrieben werden, bevor es auf andere Branchen ausgeweitet wird.

Die Zusammenarbeit kombiniert Nvidias offene Nemotron-Modelle mit Palantirs Foundry- und AIP‑Plattformen und nutzt Palantirs Ontology-System, um Echtzeit‑Transparenz hinsichtlich von Lieferkettenengpässen zu schaffen.

Die Unternehmen erklärten, das System werde außerdem helfen, operatives Wissen zu kodifizieren und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

Unternehmen, die das System nutzen, behalten die Kontrolle über ihre eigenen Daten und müssen diese nicht über ein gemeinsames kommerzielles KI‑Modell leiten.

Die Partnerschaft unterstreicht die übergeordnete Strategie, die Nvidia verfolgt, um Wert aus dem Ausbau von KI‑Infrastruktur und -Anwendungen zu schöpfen.