US-10‑Jahresrendite steigt, nachdem Trump $5.000-Dividendenchecks in Aussicht stellt

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Die Renditen sprangen auf etwa 4,85 % aufgrund erneuter fiskalischer Inflationsängste ($5.000-Checks) sowie Druck durch Staatsverschuldung und sogenannte „Bond Vigilantes“. Duration-Schutz durch Short-Positionen in US-10Y (UST 10-year futures) oder durch den Kauf von 10Y-Puts. Es ist mit einer anhaltenden Ausweitung der Laufzeitprämie zu rechnen, da Inflationsrisiko und Bedenken hinsichtlich ausländischer Angebotssituationen zunehmen.
Kernrisiko: Der Kongress verabschiedet einen glaubwürdigen, finanzierten Plan für die Checks (oder die Inflation kühlt schnell ab), wodurch die Laufzeitprämie zusammenbricht und die Renditen fallen.
Die 30Y-Rendite stieg auf etwa 5,30 %, was signalisiert, dass der Markt längerfristig höhere Inflation und ein erhöhtes Schuldenrisiko einpreist. Short-Positionen in 30Y-Duration (UST 30-year futures oder 30Y-Puts) einnehmen, um von einer steileren, anhaltenden Neubewertung des Risikos am langen Ende zu profitieren.
Kernrisiko: Eine deutliche Fed-Wende hin zu lockererer Politik (oder ein großer Risk-Off-Schock, der eine Flucht in langlaufende Treasuries erzwingt) würde den Ausverkauf am langen Ende umkehren.
- Die Rendite der US-10-jährigen stieg über Nacht auf 4,85 %.
- Trump schlug vor, allen US-Erwachsenen $5.000-Dividendenchecks zu zahlen.
- Die Chancen, dass diese Checks Realität werden, sind gering.
Die Renditen US-Staatsanleihen setzten ihren Anstieg über Nacht fort, als Händler auf die jüngste Intervention des US-Finanzministers und Trumps neue Ankündigung zu den $5.000-Dividendenchecks reagierten.
Die zehnjährige Rendite setzte ihre Gewinne fort und erreichte ein Hoch von 4,85 %, den höchsten Stand seit 2023. Ebenso stieg die 30-jährige Rendite auf 5,30 %.
Trump schlägt $5.000-Dividendenchecks vor, falls die Republikaner gewinnen
In einer Rede beim Parteitag der Republikaner versprach Präsident Trump den Wählern, allen Erwachsenen einen $5.000-Dividendencheck zu zahlen, falls seine Partei sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat gewinnt.
Der Vorschlag kam, während Trump mit niedrigen Zustimmungswerten konfrontiert ist, die die derzeitige Mehrheit gefährden. Umfragen zeigen, dass die Demokraten bessere Chancen haben, das Repräsentantenhaus und den Senat zu gewinnen.
Viele Wähler machen Trump und die Republikaner für die aktuelle wirtschaftliche Lage verantwortlich. Trumps Iran-Krieg hat zu einem Anstieg der Energiepreise geführt, wobei Benzin- und Dieselpreise stark im Aufwärtstrend liegen. Höhere Energiepreise haben es der Federal Reserve erschwert, den Kampf gegen die Inflation zu gewinnen.
Verschärft wird die Lage durch Trumps Handelskriege, einschließlich des andauernden Konflikts mit Kanada. Er hat erhebliche Zölle gegen zahlreiche Länder verhängt, was die Verbraucher- und Produzentenpreise erhöht hat.
Ökonomen erwarten, dass der bevorstehende Inflationsbericht zeigen wird, dass sowohl die Gesamt- als auch die Kernzahlen im August gestiegen sind.
Die Finanzierung von Trumps Dividendenchecks wäre schwierig
Es gibt mehrere Gründe, warum Trump nicht erfolgreich sein wird, die $5.000-Checks an alle erwachsenen Amerikaner durchzusetzen. Erstens bräuchte ein derartiger Vorschlag die Zustimmung des Kongresses. Letztes Jahr hat der Kongress Trumps Vorschläge für einen $2.000-Check abgelehnt, der aus Zolleinnahmen finanziert werden sollte.
Zweitens kontrolliert Trump bereits den Senat und das Repräsentantenhaus, was bedeutet, dass er die Stimmen hätte, die notwendig wären, das Gesetz durch das Reconciliation-Verfahren zu bringen. Aber er hat dies nicht getan, was zeigt, wie schwierig das ist.
Drittens würden die Dividendenchecks mehr als $1 trillion kosten, eine enorme Summe in einer Zeit, in der die Staatsverschuldung auf den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gestiegen ist. Sie hat kürzlich die Marke von $40 trillion überschritten und ist bereits um über $100 billion gestiegen.
Außerdem würde dies zu einem anhaltenden Preisauftrieb im Land führen. Wie Sie sich erinnern, stieg die Inflation in der Ära Joe Biden nach den ausgegebenen $2.000-Checks auf den höchsten Stand seit 40 Jahren.
Die explodierende Verschuldung erklärt, warum sogenannte „Bond Vigilantes“ zurückschlagen, was die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe treibt. Dieser Anstieg setzte sich diese Woche fort, selbst nachdem US-Finanzminister Scott Bessent das Volumen der Anleiherückkäufe verdreifacht hatte.
Die Renditen US-Staatsanleihen steigen, da einige Länder beginnen, ihre Bestände neu zu überdenken. Kanada, das $459 billion an US-Staatsanleihen hält, könnte angesichts des andauernden Handelskriegs Teile seiner Bestände verkaufen. China hat seine Bestände auf $633 billion reduziert, während Japan diese auf $1.116 trillion reduziert hat.

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