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Nikkei 225 am Rande: Ausländer kaufen, BoJ‑Zinserhöhung wird wahrscheinlicher

Nikkei 225 am Rande: Ausländer kaufen, BoJ‑Zinserhöhung wird wahrscheinlicher
Crispus Nyaga
10. Sept. 2026, 06:10 AM

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Long-Position: japanische Inlandsbanken (MUFG)

Kaufen: Mitsubishi UFJ (MUFG). Der Artikel berichtet, dass Ausländer in japanische Aktien rotieren und zudem japanische Anleihen kaufen, während die Wahrscheinlichkeit einer BoJ‑Zinserhöhung kurzfristig hoch ist. Ein höherer Zinsverlauf hebt typischerweise die Nettozinsmargen der Banken und verbessert die Ergebnis‑Transparenz für inländische Kreditinstitute. MUFG stieg ebenfalls am Tag und signalisiert relative Stärke gegenüber Exporteuren, die durch einen stärkeren Yen getroffen werden.

Kernrisiko: Die BoJ verzögert oder kehrt den Zinspfad um, wodurch die Erwartungen an Zinsdifferenzen und das Margenpotenzial der Banken zunichtegemacht werden.

Short auf yen‑sensible Exporteure (Toyota)

Verkaufen: Toyota (TM) / Short‑Position via Toyota‑Exposure. Der Yen ist „parabolisch“ (USD/JPY fällt), was die Währungsdifferenz verengt und die in Fremdwährung umgerechneten Gewinne der Exporteure belastet. Der Artikel weist ausdrücklich auf Exporteure wie Toyota hin, die von einem stärkeren Yen negativ betroffen sind, während Kioxia und andere Exporteure bereits Verluste verzeichnen.

Kernrisiko: Der Yen stärkt sich, aber die globale Nachfrage und Preissetzungsmacht kompensieren den FX‑Einfluss, sodass die Gewinne stabil bleiben und die Aktie sich erholt.

  • Der Nikkei‑225-Index verharrte in den letzten Tagen in einer engen Spanne.
  • Die Rohölpreise stiegen sprunghaft, da die geopolitischen Risiken zunahmen.
  • Händler auf Polymarket setzen darauf, dass die BoJ die Zinsen anheben wird.

Der Nikkei 225 und der Topix gaben am Donnerstag leicht nach, da Anleger den steigenden Ölpreisen und dem japanischen Anleihemarkt ihre Aufmerksamkeit schenkten. Der Blue‑Chip‑Nikkei fiel auf 64.717 Punkte, ein Rückgang von 11,2 % gegenüber seinem Höchststand in diesem Jahr. Dies geschieht, während die Energiepreise und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die BoJ steigen.

Wahrscheinlichkeit einer BoJ‑Zinserhöhung steigt, während Energiepreise stark zulegen

Der Nikkei 225 Index gab nach, da Anleger sich auf die steigenden Rohölpreise konzentrierten. Brent, der weltweite Referenzwert, stieg erstmals in diesem Jahr seit Juli auf $101. West Texas Intermediate überschritt ebenfalls die Marke von $97, da die Krise im Nahen Osten andauerte.

Dieser Anstieg wirkt sich auf japanische Aktien aus, weil er die Inflation beeinflusst. Höhere Energiepreise bedeuten, dass die Verbraucher‑ und Erzeugerpreise des Landes länger auf erhöhtem Niveau bleiben werden. Die jüngsten Daten zeigten, dass der Gesamtverbraucherpreisindex (Headline‑CPI) im Juli um 1,9 % gegenüber 1,6 % im Vormonat stieg.

Deshalb taxiert Polymarket die Wahrscheinlichkeit, dass die BoJ in ihrer Sitzung am 18. September die Zinsen anheben wird, auf 98 %. Dies erklärt auch, warum der japanische Yen in diesem Monat parabolisch reagierte. Nach einem Anstieg auf 163,96 im Juli ist das Währungspaar USD/JPY heute auf 153 gefallen, teilweise weil Händler eine Zinserhöhung durch die BoJ erwarten. Diese Anhebung würde die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan verengen.

Ein stärkerer Yen ist an der Börse ein zweischneidiges Schwert. Er kommt überwiegend Binnenunternehmen zugute, die nicht stark auf Exporte ausgerichtet sind. Andererseits belastet er einige der größten Exporteure wie Kioxia und Toyota.

Unterdessen zeigten heute veröffentlichte Daten, dass Ausländer in japanische Aktien rotieren. Diese Anleger kauften Aktien im Wert von über 690 Milliarden Yen, nachdem sie eine Woche zuvor noch für 35 Milliarden Yen verkauft hatten. Zudem kauften Anleger japanische Anleihen im Wert von über 111,9 Milliarden Yen.

Die größten japanischen Unternehmen zeigten sich heute gemischt. Mitsubishi UFJ, das größte japanische Unternehmen, stieg um 1,83 %, während Softbank Group um 0,68 % nachgab. Die Aktien von Kioxia und Tokyo Electron fielen um mehr als 0,5 %.

Ausblick: Der nächste wichtige Katalysator für den Nikkei 225 wird der japanische PPI und die US‑Verbraucher­inflationsdaten sein. Diese Zahlen werden eine Woche vor den Zinsentscheidungen von Fed und BoJ veröffentlicht.

Technische Analyse des Nikkei 225

nikkei 225

NI225 chart | Source: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Nikkei‑225-Index sich von einem Hoch von 72.842 im Juni auf das aktuelle Niveau zurückgebildet hat. Er ist nun unter den 50‑Tage Exponential Moving Average (EMA) sowie unter die obere Begrenzung der Handelsspanne des Murrey Math Lines‑Werkzeugs gefallen. 

Der Index hat ein symmetrisches Dreiecksmuster ausgebildet, dessen zwei Linien kurz vor dem Zusammentreffen stehen. Der Relative Strength Index (RSI) und der MACD setzen ihren Abwärtstrend fort.

Daher wird der Index voraussichtlich in den kommenden Tagen in dieser Spanne verbleiben. Das erste zu beobachtende Ziel ist der Major S/R‑Pivotpunkt bei 62.500. Ein Rutsch unter dieses Niveau würde auf weitere Verluste in Richtung 60.000 hindeuten. Andererseits würde eine Erholung über die obere Begrenzung des Dreiecks auf weitere Zugewinne hinweisen.