USD/JPY-Signal: Prognose vor US-Inflationsdaten, BoJ- und Fed-Entscheidungen

KI-Sentiment: 18/100 Bärisch
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Kaufen Sie JPY-Exposure, indem Sie JPY gegenüber einem breiten Währungskorb long gehen: kaufen Sie Invesco CurrencyShares Japanese Yen Trust (FXY). Begründung: Der zentrale Treiber des Artikels ist ein zunehmender Druck auf den Carry-Trade — die BoJ hebt nächste Woche die Zinsen an, während der Yen bereits nahe mehrmonatigen Höchstständen notiert. Bricht USD/JPY entscheidend durch 155, überträgt sich Yen-Stärke typischerweise auf andere USD-finanzierte Trades und stärkt den JPY breit.
Kernrisiko: Die BoJ-Zinserhöhung verzögert sich oder fällt geringer aus als erwartet, oder die US-Renditen fallen stark (kühler CPI), was eine breit angelegte USD-Erholung auslöst und den JPY drückt.
Verkaufen Sie USD/JPY um 154.2. Setup: Yen-Stärke ist bereits in Bewegung (unterhalb der Unterstützung bei 155.21, unter den 50-/100-Tage-EMAs, unter dem 38.2%-Fibonacci-Niveau). Katalysatoren: Eine wahrscheinliche BoJ-Zinserhöhung um 25 Basispunkte verengt die Carry-Gap, während hartnäckige US-Inflation bzw. höhere Benzinpreise die Fed restriktiv halten; der Markt preist jedoch bereits eine große Yen-Bewegung ein — daher sollte ein CPI-Print, der „weniger restriktiv als befürchtet“ ausfällt, oder ein dovisher Ton der Fed den Trend in Richtung 152 (50%-Fibo) beschleunigen.
Kernrisiko: Der US-CPI fällt so hoch aus, dass er einen klaren Zinserhöhungsweg der Fed erzwingt und die US-Renditen schneller steigen lässt, als die BoJ reagieren kann, wodurch die Yen-Rally umgekehrt würde.
- Das USD/JPY-Paar ist in den vergangenen Monaten eingebrochen.
- Die USA veröffentlichen die Inflationsdaten für August.
- Im Fokus stehen die bevorstehenden Zinentscheidungen in den USA und Japan.
Der japanische Yen ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen und notiert nun nahe seinem höchsten Stand seit Februar dieses Jahres. Das USD/JPY-Paar fiel auf 154.17, deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch von 163.96. Der Fokus richtet sich nun auf einige wichtige makroökonomische Daten und die bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve und der Bank of Japan (BoJ).
US-Verbraucher-Inflationsdaten und steigende Anleiherenditen
Das USD/JPY-Paar steht heute im Mittelpunkt, da Anleger auf mehrere wichtige Ereignisse reagieren. Eines davon ist die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex für August (CPI), die Hinweise auf die weitere Entwicklung geben wird.
Es gibt Anzeichen, dass das Bureau of Labor Statistics (BLS) einen starken Verbraucherinflationsbericht veröffentlichen wird. Ein Bericht vom Donnerstag zeigte, dass der headline Producer Price Index (PPI) von 0.1% im Juli auf 0.4% im August anstieg, während der Kern-PPI monatlich um 0.2% zulegte. Die Jahresraten lagen bei 5.4% bzw. 4.6%. Die jährlichen Werte liegen damit weiterhin über dem Ziel der Federal Reserve von 2.0%.
Ökonomen erwarten, dass die bevorstehenden Zahlen zeigen, dass der headline-CPI im vergangenen Monat um 3.4% gestiegen ist, während der Kern-CPI auf 2.4% zurückgehen dürfte. Zudem deuten Anzeichen darauf hin, dass die Inflation weiter steigen könnte, da die Benzin- und Dieselpreise weiter angezogen haben.
Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA sprang auf $4.27, während Diesel die wichtige Marke von $6 überschritt. Bemerkenswert ist, dass diese Referenzwerte im Vorjahr bei $3.19 bzw. $3.7 gehandelt wurden.
Die Ölpreise setzten diese Woche ihren Anstieg fort, da die Angriffe zwischen den USA und dem Iran andauerten. Schlimmer noch: Die Huthi haben bereits eine wichtige Hafenstadt eingenommen und rücken auf die Straße von Bab el-Mandeb vor. Außerdem sagte Trump, er erwarte, dass der Krieg nach der Wahl enden werde, und derzeit finden keine Gespräche zwischen den beiden Seiten statt.
Diese Entwicklungen bedeuten, dass die Federal Reserve die Zinsen bereits nächste Woche anheben muss.
Zinserhöhung der Bank of Japan
Das USD/JPY-Paar ist ebenfalls eingebrochen, da Händler auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan nächste Woche warten. Ökonomen sind sich einig, dass die Bank in diesem Treffen eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte beschließen wird.
Eine Zinserhöhung der BoJ würde dazu beitragen, die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan zu verringern, was theoretisch die Carry-Trade-Gelegenheit neutralisieren sollte. Diese Einschätzung greift jedoch nicht, wenn die USA ebenfalls die Zinsen anheben und die Spanne unverändert bleibt.
USD/JPY: Technische Analyse

USDJPY-Chart | Quelle: TradingView
Das Tagesdiagramm zeigt, dass das USD/JPY-Paar in den vergangenen Monaten eingebrochen ist und sich vom Hoch von 163.97 auf aktuell 154.26 bewegt hat. Es liegt weiterhin unter der wichtigen Unterstützung bei 155.21, dem Tiefpunkt im Mai und August dieses Jahres.
Das Paar ist unter das 38.2%-Fibonacci-Retracement-Level gefallen. Zudem notiert es unter den 50-Tage- und 100-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA). Das Paar wird voraussichtlich weiter fallen, möglicherweise bis zum 50%-Fibonacci-Retracement bei 152.

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