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Amos Hochstein nennt Ölpreise „falsch und zu niedrig“ – mehr dazu

Amos Hochstein nennt Ölpreise „falsch und zu niedrig“ – mehr dazu
Wajeeh Khan
14. Sept. 2026, 15:56 PM

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Long auf Frontmonat WTI/Brent

Kaufen Sie Exposure auf den Frontmonat von WTI und Brent (z. B. NYMEX WTI-Futures oder ICE Brent-Futures). Der Artikel hebt hervor, dass physisches Rohöl mit Prämien von 120–150 USD gehandelt wird, während Futures reale Engpässe (Hormus/Bab el-Mandeb-Störung, Pipelineschaden) und erschöpfte SPR-Reserven unterbewerten. Diese Lücke zwingt die Futures dazu, zur physischen Knappheit „aufzuholen“, solange die physischen Prämien anhalten.

Kernrisiko: Physische Prämien brechen ein, weil eine wichtige Umgehungsroute/Pipeline wieder geöffnet wird und die Flexibilität der Fördermengen zurückkehrt.

Long auf Diesel-Crack-Spread

Kaufen Sie US-Diesel-Crack-Spreads (z. B. NYMEX ULSD vs. WTI Crack Spread). Diesel ist das deutlichste Downstream-Stresssignal im Beitrag: Diesel bei etwa 6,20 USD/gal entspricht historisch gesehen ungefähr 200 USD für Rohöl, und Exporteinschränkungen von Produkten aus dem Golf sowie Raffineriekapazitätsverluste (russische Umkehr bei Diesel-Exporten) halten Produkte eng, selbst wenn sich der Rohölpreis stabilisiert.

Kernrisiko: Raffinerieausfälle werden schnell behoben oder Produkt-Exportrouten normalisieren sich, wodurch die Dieselprämien gegenüber Rohöl schrumpfen.

  • Amos Hochstein sagt, die aktuellen Ölpreise seien falsch und zu niedrig.
  • Der ehemalige Berater des Weißen Hauses erklärte in einem CNBC-Interview, warum.
  • Sowohl Brent als auch WTI liegen derzeit deutlich über 100 USD pro Barrel.

Der ehemalige leitende Berater im Weißen Haus, Amos Hochstein, hat eine deutliche Warnung an die Energiemärkte ausgesprochen und die aktuellen Ölbenchmarks trotz WTI und Brent über 100 USD als „falsch und zu niedrig“ bezeichnet.

In einem Interview mit CNBC heute Morgen, sagte der ehemalige Diplomat – der jetzt als Managing Partner bei TWG Global tätig ist –, dass die Papiermarktpreise schwere „reale Versorgungsunterbrechungen“ an wichtigen globalen Transitengpässen nicht widerspiegeln.

Diskrepanz zwischen Papierpreisen und dem physischen Ölmarkt

Hochstein zufolge wird physisches Rohöl mit erheblichen Prämien gehandelt; geopolitische Feindseligkeiten, erschöpfte Reserven und beeinträchtigte Raffinerieinfrastruktur führen dazu, dass die globalen Energiemärkte das tatsächliche Ausmaß der bevorstehenden Angebotschocks „drastisch“ unterbewerten.

Er betonte, dass die in den Schlagzeilen genannten Börsen-Futures die tatsächliche Knappheit auf den physischen Energiemärkten erheblich unterschätzen, und fügte hinzu, dass physische Rohöltransaktionen weltweit relativ hohe Spotprämien von etwa 120 bis 150 USD pro Barrel erzielen.

Diese massive Lücke wird durch rapide schrumpfende Strategische Erdölreserven (Strategic Petroleum Reserves) verursacht, die die Flexibilität der Fördermengen einschränken und den globalen Vorräten jedes Sicherheitsnetz nehmen.

Hinzu kommt, dass Einzelhandelspreise ein weitaus gravierenderes Bild zeichnen – Diesel zu etwa 6,20 USD pro Gallone entspricht historisch gesehen einem Rohölpreis von rund 200 USD, während durchschnittliche US-Benzinpreise von rund 4,30 USD pro Gallone oft einem Rohölpreis zwischen 125 und 130 USD pro Barrel entsprechen.

Verschärfende Störungen im Nahen Osten und Angriffe auf Infrastruktur

Die Preisfehlanpassung wird zusätzlich durch zunehmende Zusammenbrüche von Versorgungsengpässen in wichtigen Transitkorridoren des Nahen Ostens verschärft.

Da die Straße von Hormus praktisch „nicht funktionsfähig“ ist und die Straße von Bab el-Mandeb unter Huthi-Kontrolle steht, sind wichtige maritime Umgehungsrouten zusammengebrochen.

Ein jüngerer Drohnenangriff, der die Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens außer Betrieb gesetzt hat, eine wichtige Umgehungsroute, die bis zu 7 Millionen Barrel pro Tag ins Rote Meer transportieren kann, hat ein weiteres kritisches „Entlastungsventil“ für regionale Exporte entfernt.

Darüber hinaus können raffinierte Erdölprodukte großer Golfstaaten wie Kuwait, Saudi-Arabien und die VAE die Region nicht in gewohnten Mengen verlassen, wodurch globale Raffinerieknotenpunkte ohne sofortige operative Lösung stark eingeschränkt bleiben.

Globale Raffinerieengpässe und russische Exportausfälle

Die systemische Verknappung reicht weit über den Rohöltransport hinaus in die globale Raffinerieinfrastruktur, wo Kapazitätsdefizite weiter zunehmen.

Ukrainische Angriffe auf strategische russische Raffinerieanlagen haben erhebliche Kapazitäten dauerhaft außer Betrieb gesetzt und Moskau von einem wichtigen Lieferanten, der einst für 11 % der weltweiten Diesel-Exporte stand, in einen Nettoimporteur verwandelt.

Hochstein zufolge bedeutet dieses strukturelle Defizit, dass verlorene Raffinerieproduktion auch dann nicht leicht wiederhergestellt werden kann, wenn die geopolitischen Risiken nachlassen.

Da die primären Versorgungsreserven erschöpft sind und alternative Umgehungsrouten außer Betrieb gesetzt wurden, bleiben die Energiemärkte stark anfällig für weitere Preisschocks nach oben.

Folglich warnen Analysten, dass ohne rasches Eingreifen oder die Wiederherstellung von Notfallrouten die Papierfutures zwangsläufig mit der physischen Spotrealität gleichziehen müssen, was beispiellosen Kostendruck auf globale Transportnetze und Verbraucherwirtschaften gleichermaßen auslösen würde.