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Adidas und Puma erwarten angesichts der Coronavirus-Krise einen deutlichen Einfluss auf die finanzielle Leistung in China

Adidas und Puma erwarten angesichts der Coronavirus-Krise einen deutlichen Einfluss auf die finanzielle Leistung in China
Michael Harris
13. März 2020, 09:34 AM
  • Adidas und Puma erwarten angesichts der Coronavirus-Krise einen deutlichen Einfluss auf die finanzielle Leistung in China.
  • Adidas schätzt, dass der Quartalsumsatz im ersten Quartal auf dem chinesischen Festland massiv um 1 Milliarde Euro belastet wird..
  • Puma prognostiziert einen stärker als erwarteten Rückgang der Finanzergebnisse, da es seine bisherige Prognose für 2020 zurücknimmt.

Laut Aussage vom Mittwoch erwarten die deutschen Sportartikelhersteller Puma (ETR: PUM) und Adidas (ETR: ADS) einen deutlichen Umsatzrückgang in China, der auf das sich schnell ausbreitende Coronavirus zurückzuführen ist. Die Hersteller erkannten, dass sich in China erste Anzeichen für eine Verbesserung abzeichneten. Die Auswirkungen nach Angaben der Unternehmen werden jedoch jetzt auf andere Märkte verlagert.

Puma und Adidas wurden in den letzten Wochen an der Börse als herausgefordert gemeldet. Nach der Erklärung vom Mittwoch verzeichnete Adidas einen Rückgang um 6,3%, während bei Puma ein Rückgang um 3,8% zu verzeichnen war. Mit 203,85 € je Aktie verzeichnete Adidas in den letzten 12 Monaten ein neues Tief.

Adidas geht von 1 Mrd. € Umsatzrückgang auf dem chinesischen Festland aus

Adidas schätzte, dass sein Quartalsumsatz im ersten Quartal auf dem chinesischen Festland massiv um 1 Milliarde Euro belastet wird. Bezogen auf das Betriebsergebnis ist ein Rückgang von 400 Mio. € auf 500 Mio. € zu erwarten.

Puma hingegen erklärte, dass es die Herausforderungen des Coronavirus sehe, seine finanzielle Leistung länger unter Druck zu halten als bisher angenommen. Obwohl das chinesische Festland erste Anzeichen einer Erholung zu zeigen begann, zog das Unternehmen seine Prognose vom 19. Februar für 2020 zurück. Puma erklärte, es sei in seinen früheren Leitlinien davon ausgegangen, dass die Auswirkungen des Virus auf sein Geschäft nur von kurzer Dauer sein werden. Laut Puma:

"Angesichts der Dauer der Situation in China, der negativen Auswirkungen in anderen asiatischen Ländern und jetzt auch der Ausbreitung nach Europa und in die USA müssen wir leider zu dem Schluss kommen, dass eine kurzfristige Normalisierung nicht stattfinden wird."

Adidas und Puma erwirtschaften über 3% des gesamten Jahresumsatzes in Asien

Den Daten zufolge erwirtschaften die genannten deutschen Sportbekleidungsunternehmen bekanntermaßen über ein Drittel ihres gesamten Jahresumsatzes in Asien. In den letzten Jahren hat sich Asien zu einem schnell wachsenden Markt mit der größten Nachfrage nach Sportartikeln entwickelt. Die Region dient auch als Hauptproduktionsstandort für beide oben genannten Unternehmen.

Bisher hat Coronavirus weltweit rund 1,20.000 Menschen betroffen und 4.300 Todesfälle verursacht.

Zum Zeitpunkt des Schreibens tauscht Adidas an der Börse 209,0 € pro Aktie aus, was einem Rückgang von rund 30% im Jahr 2020 entspricht. Mit 58,0 € je Aktie hat Puma hingegen in diesem Jahr rund 20% verloren.

In Bezug auf die Marktkapitalisierung ist Adidas eine deutlich größere Marke mit einem Marktwert von 41,84 Mrd. EUR, während der Wert von Puma auf 8,59 Mrd. EUR begrenzt ist.