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Diese 2 KI-Aktien werden abgestraft – Goldman Sachs rät, den Rücksetzer zu kaufen

Diese 2 KI-Aktien werden abgestraft – Goldman Sachs rät, den Rücksetzer zu kaufen
Devesh Kumar
08. Aug. 2026, 13:01 PM

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SK Hynix (005930.KS)

Kaufen. Die Meldungen deuten darauf hin, dass der Markt einen Memory-Einbruch zu früh einpreist, während UBS/Golman auf eine sich verschärfende DRAM-Situation und eine stark steigende HBM-Nachfrage hinweisen (HBM-Nachfrage um ~90% in 2026 und ~77% in 2027). Der Ausverkauf scheint durch ETF-/gehebelte Fonds-Entschuldung und Short-Positionen getrieben zu sein, nicht durch die Fundamentaldaten. Wenn KI-Budgets halten, sollte Hynix schnell wieder aufgewertet werden, sobald das Narrativ „der Zyklus ist vorbei“ bricht.

Kernrisiko: Hyperscaler kürzen KI-Capex und die HBM/DRAM-Nachfrage fällt schneller als die Angebotsengpässe ausgleichen können.

Samsung Electronics (005930.KS)

Kaufen. Samsung liegt rund 27% im Minus und wird als Proxy für Korea-KI verkauft, obwohl das zentrale Bull-Argument weiterhin ein stärkerer/länger andauernder Speicherzyklus ist. Mit schrumpfender Hebel-ETF-Exponierung und sinkenden Margin-Salden sollte der Zwangsverkaufsdruck nachlassen. Wenn Kontraktpreise wie prognostiziert steigen, kann Samsungs Gewinnkraft dem noch engen Speichermarkt aufholen.

Kernrisiko: Die Speicherpreisentwicklung dreht nach unten (DRAM-Kontraktpreise steigen nicht weiter) aufgrund eines Nachfrageschocks oder eines plötzlichen Angebotsanstiegs.

  • Goldman sagt, der Speicherzyklus in Korea könnte deutlich länger und stärker anhalten.
  • UBS erwartet DRAM-Engpässe mindestens bis ins zweite Quartal 2028.
  • Entschuldung und starke Short-Positionen könnten den Chip-Ausverkauf verstärkt erscheinen lassen.

Samsung Electronics und SK Hynix haben sich von den Treibern der KI-Rallye in Südkorea zu Symbolen ihres heftigen Rückschlags gewandelt.

Samsung hat im vergangenen Monat rund 27% verloren und SK Hynix etwa 36%, da Anleger Speicherpreise, chinesische Konkurrenz und Hyperscaler-KI-Budgets neu bewerten.

Am Freitag gab es kaum Erleichterung, wobei Samsung 0.22% zulegte, während SK Hynix 4.88% verlor und der Kospi um 0.6% nachgab.

Goldman Sachs sieht den Ausverkauf anders. Statt das Ende des Speicherbooms zu signalisieren, geht die Bank davon aus, dass Anleger einen Abschwung einpreisen.

Goldman meint, Anleger preisen den Einbruch zu früh ein

Goldman bekräftigte seine Overweight-Einschätzung für koreanische Aktien und ein 12-Monats-Kospi-Ziel von 12.000 und argumentiert, dass Speicher weiterhin zentral für das bullishe Szenario ist.

„Unser zentrales Szenario ist, dass der Speicherzyklus wahrscheinlich stärker ist und länger andauern wird als frühere Zyklen“, schrieben Goldman-Analysten in einer Mitteilung.

Sie führen an, dass die beschleunigte KI-Compute-Nachfrage und starke Engpässe die Chippreise und Gewinne länger stützen könnten, als Anleger erwarten.

Die Bank erkennt Risiken bei den Kapitalausgaben großer Tech-Konzerne, der Finanzierungskapazität und dem Wettbewerb an, argumentiert aber, dass die Aktienkurse zunehmend ein härteres Ergebnis widerspiegeln, als diese Risiken rechtfertigen.

Das ist nach dem 22%-igen Rückgang des Kospi im Juli relevant. Samsung und SK Hynix dominieren den Index, sodass Anleger, die ihr Korea-Engagement reduzieren, oft beide Chiphersteller verkauft haben, unabhängig von deren Ergebnisprognosen.

UBS: Der physische Speichermarkt bleibt eng

Goldman ist nicht allein mit der Einschätzung, dass der Speicherzyklus stärker ist, als die Aktienkurse suggerieren.

UBS sagte, der Memory-Upcycle habe sich „weiter verstärkt“, nachdem der globale Memory-Umsatz im Juli mit einem Rekord von $74.6 billion lag.

Die Bank erwartet, dass DRAM-Kontraktpreise im dritten Quartal um 32% steigen und im vierten Quartal nochmals um 18% zulegen.

UBS rechnet damit, dass die DRAM-Nachfrage zumindest bis ins zweite Quartal 2028 das Angebot übersteigen wird. Sie prognostiziert, dass die HBM-Nachfrage 2026 um etwa 90% und 2027 um weitere 77% steigen wird, da Hyperscaler ihre KI-Infrastruktur ausbauen.

Diese Perspektive stützt SK Hynix. William-Blair-Analyst Sebastien Naji nannte das Unternehmen laut Barron’s den „Memory-Leader für das KI-Zeitalter“.

Der Widerspruch ist auffällig, da die Aktien bereits durch den Zyklus gehandelt werden, während die Prognosen weiterhin auf Engpässe und steigende Kontraktpreise hindeuten.

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Entschuldung könnte die Korrektur verschärft aussehen lassen

Marktmechaniken haben den Rückgang verstärkt.

Goldman schätzt, dass die Vermögenswerte in koreanischen gehebelten ETFs von $53 billion auf $25 billion gesunken sind, während die Einzelhandels-Margin-Kreditbestände von $25 billion auf $19 billion gefallen sind.

Da Anleger gehebelte Positionen abbauen und Hedgefonds ihre Positionen reduzieren, sagt Goldman, sei die Positionierung nun „deutlich bereinigt“.

Marktdaten zufolge waren die gehebelten ETFs, die an Samsung und SK Hynix gekoppelt sind, von Ende Juni etwa $50 billion auf $17 billion letzte Woche eingebrochen.

JPMorgan-Analysten sagten, der ETF-Abbau sei abgeschlossen und die Deleveraging-Aktivitäten der Hedgefonds seien zu rund 90% erledigt.

Short-Positionen schaffen einen weiteren Katalysator.

Citi-Analyst David Chew sagte gegenüber MarketWatch, dass die Short-Interessen an koreanischen Aktien ein Dreijahreshoch erreicht hätten, wodurch der Markt anfällig für ein Short-Squeeze wäre, falls die KI-Stimmung sich stabilisiert.