BMW, Honda und Toyota stellen die Produktion in Großbritannien ein

BMW, Honda und Toyota stellen die Produktion in Großbritannien ein
Michael Harris
21. März 2020, 11:06 AM
  • BMW, Toyota und Honda sagten, dass sie ihre Werke in Großbritannien wegen Coronavirus schließen werden
  • Drei Unternehmen stellen über 1 Million der jährlichen Produktion des Landes von 1,5 Millionen Autos her
  • Automobilexperten sagen, dass die britische Autoindustrie nach der Krise möglicherweise nicht wieder an Boden kommt

Die britische Autoindustrie wird sich nach Ansicht von Experten möglicherweise nie vollständig von der Coronavirus-Krise erholen, da BMW (FRA:BMW), Toyota (TYO:7203) und Honda (TYO:7267) nach eigenen Angaben aufgrund einer Pandemie ihre Aktivitäten in Großbritannien vorübergehend einstellen wollen.

Nissan und Vauxhall haben ihre Geschäftstätigkeit in Großbritannien aufgrund rückläufiger Verkäufe und Teilemangel bereits eingestellt, während Jaguar und Land Rover in den kommenden Tagen voraussichtlich Fabriken schließen wird. In den USA werden Ford und General Motors ebenfalls ihre Werke schließen.

Zu den jüngsten Stillständen in Großbritannien zählen Unternehmen, die rund 20.000 Arbeitnehmer beschäftigen und über 1 Million der jährlichen Produktion des Landes von 1,5 Millionen Fahrzeugen produzieren. BMW beschäftigt in Großbritannien rund 8.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen betreibt Mini-Werke in Oxford, Swindon und Hams Hall und produziert in Goodwood Rolls-Royce-Fahrzeuge.

Der japanische Autobauer Toyota gab außerdem bekannt, dass er die Produktion in Fabriken in Großbritannien, einschließlich seines Werks in Burnaston in Derbyshire sowie seines Motorenwerks in Deeside, von morgen bis auf weiteres einstellen werde.

In den beiden Toyota-Fabriken sind rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, die mindestens zwei Wochen lang bezahlten Urlaub erhalten.

Mike Hawes, CEO der Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT), sagte, die britische Autoindustrie stehe "am Abgrund", da die Epidemie die Branche gelähmt habe.

Laut Automobilexperten erholt sich die britische Autoindustrie nach dem Ende der Krise möglicherweise nicht vollständig.

Prof. Bailey forderte die britischen Behörden auf, Lohnsubventionen in Betracht zu ziehen, um zu verhindern, dass Arbeitnehmer entlassen werden und Kapazitäten in der Branche verlieren.

Karel Williams, Professor an der Manchester Business School, hält es für wahrscheinlich, dass die britische Automobilindustrie schwächer aus der Krise zurückkehren würde als sie gewesen wäre.