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Verbrauchervertrauen in der Eurozone sinkt im März auf -11,6

Verbrauchervertrauen in der Eurozone sinkt im März auf -11,6
Wajeeh Khan
25. März 2020, 09:50 AM
  • Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone verliert 5 Punkte und liegt im März bei -11,6.
  • Die Verbraucherstimmung in der Europäischen Union insgesamt ging im März auf -10,4 zurück.
  • Nach Angaben der Europäischen Kommission könnten im März nur 15% der Verbraucher Antworten erhalten.

Eurostat hat am Montag seinen monatlichen Bericht über das Verbrauchervertrauen in der Eurozone veröffentlicht. Die Daten zeigten einen Rückgang des Verbrauchervertrauens in der Eurozone um 5,0 Punkte im März. Das Verbrauchervertrauen lag im März bei -11,6 gegenüber -6,6 im Februar.

Ökonomen hatten im März einen stärkeren Rückgang des Verbrauchervertrauens auf -14,2 erwartet. Der breitere Indikator für die Verbraucherstimmung, der die gesamte Europäische Union abdeckt, fiel dagegen im März um 4,5 Punkte auf -10,4.

Die Europäische Kommission gibt an, dass die Datenerfassung aufgrund von COVID-19 unterbrochen wurde

Laut der Erklärung der Europäischen Kommission vom Montag hatte die COVID-19-Situation eine abrupte Pause bei der Datenerfassung ausgelöst, da die Länder auf Sperrungen und strenge Maßnahmen zurückgegriffen hatten, um die Übertragung des sich schnell ausbreitenden grippeähnlichen Virus zu minimieren. Die Kommission erklärte, dass nur etwa 15% der Verbraucher Antworten erhalten könnten.

Die unvollständigen Daten deuten auf die Möglichkeit hin, dass die tatsächliche Zahl auch weitaus schlechter sein kann als angegeben. In den folgenden Monaten dürfte die Zahl einen starken Abschwung verzeichnen, da sich die Coronavirus-Krise weitgehend in den Wirtschaftsdaten widerspiegelt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Europa kürzlich als Epizentrum des Coronavirus eingestuft, dessen Übertragungsrate auf ihrem Höhepunkt viel schneller ist als in China. Der Gesundheitsnotstand hat mehrere Volkswirtschaften wie Italien, Frankreich und Spanien in eine landesweite Sperrung getrieben und die globalen Geschäftsabläufe sabotiert. Das Vereinigte Königreich erklärte am Montag außerdem eine landesweite Sperrung und forderte die Armee auf, die Einhaltung der Vorschriften durch die Öffentlichkeit sicherzustellen.

Alles in allem treibt die Coronavirus-Pandemie die Weltwirtschaft der Rezession immer einen Schritt näher. Laut dem ehemaligen Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, ist die Coronavirus-Bedrohung für die britische Wirtschaft viel größer als der Marktcrash von 2008.

Goldman Sachs prognostiziert für 2020 einen Rückgang des globalen BIP um 1,0%

Das führende amerikanische Investmentbankingunternehmen Goldman Sachs schätzte auch einen Rückgang des globalen BIP um 1% im Jahr 2020, der sich bei einer Verschlechterung der Pandemie noch verschlimmern könnte.

Nach der Veröffentlichung des Verbrauchervertrauensindex der Eurozone verlor der EUR / USD an Bedeutung auf dem Forex Markt. Das Paar fiel von einem Tageshoch von 1,0825 auf ein Tief von 1,0723. Zum Zeitpunkt des Schreibens wechselt es bei 1.0760 die Hände.

Nach Angaben der technischen Analysten dürfte EUR / USD kurzfristig einen Widerstand um das Niveau von 1,0830 feststellen. Ein Bruch über dem Widerstand öffnet den Weg für 1,09. Auf der anderen Seite wird das Paar bei 1,0660 unterstützt, unterhalb dessen ein weiterer Rückgang auf 1,06 erwartet wird.