Unregulierte Krypto-Derivatebörsen werden zu riskant

Unregulierte Krypto-Derivatebörsen werden zu riskant
  • Tim Kelly von BitOoda kommentierte kürzlich den Stand des Handels mit Krypto-Derivaten an unregulierten Börsen.
  • Er merkte an, dass diese Börsen den Handel mit Fremdkapital zerstören werden, sobald sie untergehen.
  • Unterdessen werden regulierte Plattformen immer beliebter.

Es ist mehr als 11 Jahre her, dass die Kryptoindustrie entstanden ist, und in dieser Zeit gelang es ihr, sich recht gut zu diversifizieren. Es gibt viele verschiedene Produkte, und es werden immer mehr davon entwickelt. Gleichzeitig wird der Derivatebereich immer aktiver und attraktiver für Händler und Investoren auf der ganzen Welt.

Obwohl dieser Sektor nicht gerade neu ist, erhält er erst seit kurzem die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. Zu beachten ist jedoch auch, dass die beliebtesten Plattformen in diesem Sektor diejenigen sind, die nicht reguliert sind.

Der Gründer und CEO von BitOoda, Tim Kelly, schlussfolgerte dies während des jüngsten Interviews im Podcast „On The Brink“. Kelly sagte: „Ich weiß nicht, wie man unregulierte Derivatebörsen betreiben kann. Es spielt keine Rolle, ob man sich in Antigua oder Panama befindet oder wo auch immer der Standort ist, die Regulierungsbehörden werden kommen. Es gibt kein Rennen. Jeder, der eine unregulierte Derivatebörse betreibt, mir egal wer, ist ein binäres Risiko“.

Der Handel mit Fremdkapital ist in den letzten Jahren zu einer sehr beliebten Art des Handels geworden. Risikofreudige Anleger sind inzwischen sehr daran interessiert, ihr Glück und ihr Können zu versuchen, aber sie können dies auf regulierten Plattformen nur selten tun, zumindest nicht in dem Maße, wie sie daran interessiert sind.

Regulierte vs. unregulierte Plattformen: Welche werden dominieren?

Natürlich gibt es Plattformen wie CME und sogar Bakkt. Allerdings sind diese Plattformen zwar vollständig reguliert und sicher, aber auch sehr begrenzt, da sie nur eine geringe Fremdfinanzierung zulassen.

Mittlerweile erlauben Plattformen wie BitMEX und Binance eine Marge von 100x bis 125x, was für die Experten der Handelswelt viel spannender ist.

Kelly ist jedoch nicht damit einverstanden. Er sagte, dass diese Börsen zusammen mit ihren Kunden früher oder später untergehen werden. Wenn dies geschieht, wird es das 100x Leverage-Ökosystem ruinieren. Er beendete das Ganze als „völligen Unsinn“.

Obwohl seine Bedenken durchaus sinnvoll sind, waren es historisch gesehen unregulierte Plattformen, die das ganze Volumen anzogen. Die Tatsache, dass regulierte Plattformen jetzt mit Krypto arbeiten, ist jedoch mehr als genug, um viele von ihnen anzuziehen. Die Händler sind derzeit hin- und hergerissen zwischen hoher Leverage und hohen Erträgen und der Sicherheit regulierter Plattformen. Nach den jüngsten Zahlen scheint es, dass die regulierten Plattformen beginnen, zu den lockereren unregulierten Plattformen aufzuholen.

Von Ali Raza
Ali ist ein Journalist mit Erfahrung im Web-Journalismus und Marketing. Er hat einen Masterabschluss in Finanzen und schreibt gerne über Kryptowährungen und Fintech. Alis Artikel wurden bereits in einer Reihe von Krypto-Publikationen veröffentlicht.
Invezz verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Benutzererfahrung zu ermöglichen. Mit der Nutzung von Invezz akzeptieren Sie unsere privacy policy.