EU-Wettbewerbsaufsichtsbehörde genehmigt Übernahme von Osram durch AMS in Höhe von 4,16 Mrd. Pfund

EU-Wettbewerbsaufsichtsbehörde genehmigt Übernahme von Osram durch AMS in Höhe von 4,16 Mrd. Pfund
  • EU-Wettbewerbsaufsichtsbehörde genehmigt Übernahme von Osram durch AMS i.H.v 4,16 Mrd. Pfund.
  • Die Kartellbehörde sieht durch die Übernahme keine Gefahr für den Wettbewerb.
  • Die AMS ist zuversichtlich, dass das Abkommen am 9. Juli abgeschlossen werden kann.

Die Kartellbehörde der Europäischen Union gab am Montag ihre bedingungslose Zustimmung zum 4,16 Mrd. Pfund teuren Übernahmeangebot der AMS AG (SWX: AMS) für die Osram Licht AG (ETR: OSR) bekannt. Das Geschäft von AMS mit dem deutschen Lichtkonzern ist das größte, das jemals abgeschlossen wurde. AMS war früher unter dem Namen Austria MicroSystems bekannt.

Die Aktien von AMS schlossen am Montag mit einem Plus von mehr als 1%. Mit 13 Pfund pro Aktie liegt der Sensor-Hersteller an der Börse über 40% unter dem bisherigen Jahreskurs, nachdem er sich von einem Tiefststand von 6,65 Pfund pro Aktie in der ersten Aprilwoche erholt hatte. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 3,45 Mrd. Pfund hat derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,90. Erfahren Sie mehr darüber, warum die Preise auf dem Aktienmarkt steigen und fallen.

EU-Aufsichtsbehörde sieht durch die Übernahme keine Gefahr für den Wettbewerb

Laut der Europäischen Kommission ist es unwahrscheinlich, dass die Übernahme signifikante Auswirkungen auf den Wettbewerb auf dem Markt für optische Halbleiter haben wird. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass es zahlreiche andere Wettbewerber auf dem Markt gibt, die zur Aufrechterhaltung des Wettbewerbs beitragen werden. Die Credit Suisse hat kürzlich ihr Kauf-Rating für die AMS AG bekräftigt.

Die Kommission fügte am Montag auch hinzu, dass der Marktanteil der beiden Unternehmen gering bis mäßig sei, was die Bedrohung des fairen Wettbewerbs nach Abschluss der Übernahme weiter minimiert.

In einem Bericht, der in der letzten Juniwoche veröffentlicht wurde, hob Reuters hervor, dass anspruchsvolle Käufer und schnelle Produktumsätze zu mäßiger Marktmacht für AMS und Osram führen; eine Behauptung, die die EU-Wettbewerbsaufsichtsbehörde am Montag bestätigte, als sie die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen über 4,16 Mrd. Pfund genehmigte.

Nach der Übernahme, so kommentierte die Kommission, wird das zusammengeschlossene Unternehmen immer noch keine ausreichende Kontrolle über den Markt haben, um konkurrierenden Unternehmen den Zugang zu wichtigen Inputs zu erschweren.

AMS ist ein bedeutender Lieferant für Apple Inc.

AMS ist ein prominenter Lieferant von Sensoren an Unternehmen aus aller Welt, darunter Apple Inc., das seinen größten Kunden darstellt. Die Übernahme von Osram, so das Unternehmen mit Sitz in Premstatten, wird wesentlich dazu beitragen, die Abhängigkeit von dem US-Technologie-Giganten zu minimieren. Apple hat 11 seiner Läden in vier Bundesstaaten geschlossen, da die COVID-19-Fälle im Juni wieder angestiegen sind.

Das Geschäft wird nach Angaben des österreichischen Sensor-Herstellers voraussichtlich am 9. Juli abgeschlossen sein. Nach Angaben von Osram wird aus der Vereinbarung ein Weltklasse-Unternehmen hervorgehen, das auf Photonik und Sensoren spezialisiert ist.

Auch Osram ist am Montag an der Börse um mehr als 1% gestiegen. Der Münchner Leuchtmittel-Hersteller verlor bisher rund 5% im Jahresvergleich. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts hat er eine Marktkapitalisierung von 3,69 Mrd. Pfund.

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