EUR/USD steigt, als Danske die Schätzung auf 1,1500 vor der EZB anhebt

EUR/USD steigt, als Danske die Schätzung auf 1,1500 vor der EZB anhebt
Crispus Nyaga
13. Juli 2020, 21:52 PM
  • EUR/USD steigt zum zweiten Tag in Folge, da sich Händler wieder auf Daten und wichtige Treffen konzentrieren.
  • Die Staats- und Regierungschefs der EU und EZB werden diese Woche treffen, als sich die Region weiter erholt.
  • Analysten der Danske Bank erwarten einen Anstieg des EUR/USD um fast 2% auf 1,15.

Die EUR/USD-Paarung ist um mehr als 0,50% gestiegen, da Händler sich wieder auf das geldpolitische Treffen der EZB, Inflationsdaten, die steigende Zahl der Coronavirus-Fälle und das Treffen der Eurogruppe am Freitag konzentrieren. Das Paar wird bei 1,1360 gehandelt, was über dem Intraday-Tief von 1,1300 liegt.

Optimismus für den Euro bleibt

Die EUR/USD-Paarung stieg an, da mehr Investoren dem Euro weiterhin optimistisch gegenüberstanden. Am Freitag zeigten Daten der CFTC, dass die spekulative Nettoposition der Währung von 99,000 am am Futures-Markt auf 103,600 anstieg.

In einem gestern veröffentlichten Bericht äußerten sich auch die Analysten der Danske Bank optimistisch über den Euro. Sie erwarten nun, dass die EUR/USD-Paarung 1,15 erreichen wird, was einem Anstieg von ~2% gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. Sie schrieben:

Die gleiche Stimmung wurde auch von Analysten der ING geäußert. In einem Bericht erklärten die Analysten von ING:

Konjunkturfonds der Eurozone im Visier

Die größte Bewegung für den EUR/USD-Kurs in dieser Woche wird nicht die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag sein. Das liegt daran, dass Analysten erwarten, dass die Zentralbank bei diesem Treffen wenig tun wird. Da sich die Wirtschaft der Eurozone verbessert, erwarten die Analysten, dass die Zentralbank den Zinssatz unverändert lassen wird. Christine Lagarde wird auch Vorsicht in Bezug auf die anhaltende Erholung zum Ausdruck bringen und eine Fortsetzung der QE ankündigen.

Daher wird laut ING das bevorstehende Treffen der Eurogruppe, das in Brüssel stattfinden wird, den größten Einfluss haben. Bei diesem Treffen werden die Mitglieder eine offene Diskussion über den vor zwei Monaten vorgeschlagenen Rückforderungsfonds in Höhe von 750 Milliarden Euro führen.

Die größte Herausforderung für den Recovery-Fonds besteht darin, dass sich einige Länder gegen die Größe und Art des Fonds ausgesprochen haben. Die Länder, die auf den Namen der sparsamen Vier getauft wurden, haben sich dagegen ausgesprochen, den Ländern die Mittel als Zuschüsse zu gewähren. Stattdessen haben sie vorgeschlagen, die Mittel in Form von zinsgünstigen Darlehen auszugeben. Länder wie Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland haben die Vergabe von Zuschüssen unterstützt. Laut ING wird eine Einigung über die Finanzierung eine positive Sache für den Euro sein.

Andere Dinge, die das EUR/USD-Paar bewegen werden, sind die Anzahl der Coronavirus-Fälle in den USA, Inflationsdaten und die Einkommenssaison. Die Zahl der COVID-19-Fälle ist gestiegen, was die Wahrscheinlichkeit negativer Raten in den USA erhöht, was sich negativ auf den US-Dollar auswirkt.

Technischer Ausblick EUR/USD

EUR/USD

Die EUR/USD-Paarung wird bei 1,1365 gehandelt, was einige Pips unter dem Hoch vom vergangenen Donnerstag von 1,1375 liegt. Auf der Tages-Chart liegt der Kurs zentimeterweise über dem 78,6%-Retracement und höher als der 50-Tage- und 100-Tage-EMA. Er befindet sich auch leicht oberhalb der aufsteigenden violetten Trendlinie. Ferner zeigt das Diagramm, dass der Preis nicht unter 1,1167 ausbrechen konnte. Daher gehe ich davon aus, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird, da die Haussiers versuchen werden, sich über das Juni-Hoch von 1,1425 hinaus zu bewegen.