EUR/USD: Darum fiel der Euro nach den starken EU-EMI-Daten

By: Crispus Nyaga
Crispus Nyaga
Crispus ist ein aktiver Trader, wo er bei Capital.com verfolgt und kopiert wird. Er lebt in Nairobi mit seiner… read more.
on Mrz 1, 2021
  • Der EUR/USD-Kurs sank heute nach den starken EMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe in der EU
  • Das liegt vor allem an der Entwicklung auf dem Markt für US-Staatsanleihen
  • Die 10-jährige Benchmark-Rendite fiel, nachdem sie einen Rekordwert in diesem Jahr erreichte

Der EUR/USD-Kurs ist heute auch nach den relativ starken EMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe aus der Europäischen Union (EU) gesunken. Das Paar fiel auf ein Intraday-Tief von 1,2050, nachdem es anfänglich auf 1,2240 anstieg.

EUR/USD
EUR/USD Chart

EMI für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone

IHS Markit veröffentlichte relativ starke EMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone. In seinem Bericht heißt es, dass der EMI für das verarbeitende Gewerbe von 54,8 im Januar auf 57,9 im Februar gestiegen sei. Dieser Anstieg war besser als die mittlere Schätzung von 57,7.

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Die starke Leistung des verarbeitenden Gewerbes war über die gesamte Region verteilt. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft in Europa, stieg der EMI von 57,1 auf 60,7, besser als die Schätzungen von 60,6. Auch in Frankreich wuchs der EMI von 51,6 auf 56,1, während in Italien der Wert von 56,1 auf 56,9 kletterte.

In seinem Bericht führte Markit diese Leistung auf die steigende Nachfrage nach Industriegütern und den allgemeinen Optimismus bei den Herstellern aufgrund der anhaltenden Impfkampagne zurück. In derErklärung heißt es:

Die Hersteller profitieren von der wiederauflebenden Nachfrage nach Gütern sowohl auf dem Inlands- als auch auf dem Exportmarkt, die mit den Hoffnungen auf eine Erholung nach dem COVID verbunden ist und zu einem erneuten Lageraufbau und zu Investitionen in Geschäftsausstattung und Maschinen sowie zu einem verbesserten Konsum führt.

Das EUR/USD-Paar stieg auch nach den starken Inflationsdaten aus Italien. Nach Angaben der Statistikbehörde des Landes stieg der Gesamt-Verbraucherpreisindex (VPI) von 0,4% im Januar auf 0,6% im Vormonat. Dieser Anstieg war besser als die mittlere Schätzung von -0,6%. Der harmonisierte VPI stieg von 0,7% auf 1,0%.

Daher gab das Paar vor allem aufgrund des starken US-Dollars nach. Der Dollar-Index stieg um mehr als 0,40%, da die starke Rallye der US-Staatsanleihen nachließ. Die zehnjährige Rendite sank auf 1,46% und lag damit unter dem Höchststand der vergangenen Woche von über 1,55%. Dies geschah, nachdem die Demokraten im Repräsentantenhaus ein Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Bio. $ verabschiedeten.

EUR/USD technischer Ausblick

EUR/USD
EUR/USD technisches Diagramm

Das Tagesdiagramm zeigt, dass der EUR/USD-Kurs eine absteigende Handelsspanne gebildet hat. Diese Spanne ist als bearishes Flaggen-Muster gebildet. In der technischen Analyse ist dieses Muster normalerweise bullish. Der Kurs liegt auch leicht unter den 15- und 25-Tage exponentiellen gleitenden Durchschnitten. Während der Kurs also kurzfristig weiter fallen könnte, besteht die Möglichkeit eines Aufwärtstrends noch in diesem Monat. Sie können dieses Muster auf einem kostenlosen Demo-Konto üben.

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