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Deutsche Bundesbank testet eine DLT-basierte Schnittstelle zur Wertpapierabwicklung

  • Bundesbank entwickelte diese Lösung zusammen mit der Deutschen Börse und der Deutschen Finanzagentur
  • Die Lösung wurde von führenden Banken wie Barclays, Citibank und Goldman Sachs getestet
  • Berichten zufolge bietet diese Lösung den Zentralbanken eine einfache Alternative zur Entwicklung von CBDCs

Deutsche Bundesbank hat erfolgreich eine DLT-basierte Abwicklungsschnittstelle für elektronische Wertpapiere getestet. Wie die Bank am 23. März in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat sie gemeinsam mit der Deutschen Börse und der Deutschen Finanzagentur diese Schnittstelle entwickelt und getestet. Neben diesen beiden Agenturen arbeitete die Deutsche Bundesbank auch mit anderen Marktteilnehmern wie Barclays, Citibank, Commerzbank, DZ Bank, Goldman Sachs und Société Générale zusammen, um diese Leistung zu erreichen.

Laut der Pressemitteilung haben die Teilnehmer im Rahmen dieser Initiative entdeckt, dass es möglich ist, eine Verbindung zwischen der Blockchain und bestehenden Zahlungssystemen herzustellen, um Wertpapiere mit Zentralbankgeld abzuwickeln. Zu diesem Zweck stellten die Teilnehmer fest, dass die Zentralbanken keine von der Zentralbank ausgegebenen digitalen Währungen (CBDCs) für die Abwicklung erstellen müssen.

In der Veröffentlichung wurde erläutert, wie das System funktioniert, und es wird als Schnittstelle zwischen herkömmlichen Zahlungssystemen und DLT-basierten Wertpapierplattformen verwendet. Es verfügt über zwei Softwaremodule, eine Triggerkette der Deutschen Bundesbank und einen Transaktionskoordinator, eine Kombination aus TARGET2 und einem DLT Securities-System der Deutschen Börse.

Angeblich stellt diese Lösung sicher, dass Wertpapiere und Zentralbankgeld erst dann den Besitzer wechseln, wenn die Überweisung von allen Parteien erfolgreich bestätigt wurde. Dadurch wird das Kontrahentenrisiko sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer minimiert.

Während DLT-basierte Abwicklungssysteme Geld und Wertpapiere tokenisieren, erfordert diese Lösung kein tokenisiertes Geld, um ausgeführt zu werden. Dies liegt daran, dass es im Wesentlichen als Schnittstelle fungiert, die eine DLT-Plattform mit einem herkömmlichen System verbindet und Zahlungen auslöst, wenn Geschäfte abgeschlossen werden.

Entwicklung hybrider Finanzsysteme

In der Studie hat die deutsche Finanzagentur über das DLT-System eine 10-jährige Bundesanleihe ausgegeben. Bei dem Test wurde die Primär- und Sekundärmarkttransaktion über die Blockchain abgewickelt. Die Transaktionen waren jedoch nicht rechtsverbindlich.

Stephen Leithner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse, sagte, dass neue Technologien für die Entwicklung zukunftssicherer Infrastrukturen, die den Marktanforderungen gerecht werden, von entscheidender Bedeutung sind. Seiner Ansicht nach ist dieses Projekt ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der Effizienz der Wertpapierabwicklung und der Digitalisierung von Wertpapieren, da es die vorhandene Infrastruktur und neue disruptive Technologien intelligent kombiniert.