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EUR/USD fiel nach schwachen deutschen Einzelhandelsumsätzen

EUR/USD fiel nach schwachen deutschen Einzelhandelsumsätzen
Crispus Nyaga
02. Juni 2021, 14:33 PM
  • Der EUR/USD-Kurs fiel nach der Veröffentlichung schwacher Einzelhandelsumsätze aus Deutschland
  • Die Umsätze gingen im April aufgrund des Lockdowns in der zweiten Monatshälfte um 5,5% zurück
  • Der Fokus liegt nun auf der anstehenden EZB-Entscheidung und den US-NFP-Daten

Der EUR/USD-Kurs fiel am Dienstag nach den relativ enttäuschenden deutschen Einzelhandelsumsätzen. Er sank auf 1,2180, was 0,60% unter dem höchsten Stand vom Dienstag lag.

Deutsche Einzelhandelsumsätze enttäuschen

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in der Eurozone und seine Daten haben tendenziell einen großen Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger des Blocks wie die Europäische Zentralbank (EZB).

In einem heutigen Bericht sagte Destatis, dass die Einzelhandelsumsätze des Landes im April gegenüber dem Vormonat um 5,5% zurückgegangen sind. Dies war ein stärkerer Rückgang als die Medianschätzung von 2,0% und der Anstieg des Vormonats von 7,7%. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze um 4,4%, nachdem sie im Vormonat um 11% zulegten.

In seinem Bericht führte Destatis den Rückgang auf den in der zweiten Monatshälfte eingeführten Lockdown und die umfangreichen Einkäufe vor Ostern im März zurück.

Die Daten kamen einen Tag, nachdem Eurostat starke Inflationsdaten aus der Eurozone veröffentlichte. Die Zahlen zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im April um 2,0% gestiegen ist, gegenüber 1,6% im Vormonat. Dieser Wert entsprach dem Ziel der EZB. Es war das erste Mal seit 2018, dass die Inflation des Blocks auf 2,0% stieg.

Diese Zahlen kamen eine Woche vor der Zinsentscheidung der EZB. Analysten gehen davon aus, dass die Bank die Zinssätze unverändert lassen wird, selbst wenn die Inflation steigt und die Impfaktion weitergeht. Sie erwarten auch, dass die Bank ihre Asset-Käufe intakt lässt, da Lagarde bereits gewarnt hat, dass der aktuelle Inflationsdruck vorübergehend ist. In einer Notiz schrieben Analysten von ING:

EUR/USD technische Analyse

Der Tagesdiagramm zeigt, dass sich EUR/USD nach den schwachen deutschen Einzelhandelsumsätzen gesunken ist. Das Paar bleibt jedoch über den exponentiellen gleitenden 25- und 50-Tage-Durchschnitten (EMA), was ein Zeichen dafür ist, dass die Haussiers die Kontrolle behalten.

Das Paar liegt auch leicht über der unteren Linie des aufsteigenden Channel-Musters. Es liegt auch leicht unter 1,2245, was der höchste Stand am 25. Februar war. Daher wird das Paar wahrscheinlich den Aufwärtstrend fortsetzen, solange der Kurs oberhalb der beiden gleitenden Durchschnitte bleibt.