Dr. Gottlieb über das orale COVID-19-Medikament von Merck: "Es ist eine echte Spielwende"

Dr. Gottlieb über das orale COVID-19-Medikament von Merck: "Es ist eine echte Spielwende"
Wajeeh Khan
01. Okt. 2021, 17:16 PM
  • Laut Merck reduziert seine orale COVID-19-Pille das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Tod um 50%
  • Die Zwischenergebnisse von Merck seien phänomenal, sagte Dr. Gottlieb in der "Squawk Box" von CNBC
  • Der Aktienkurs des Pharmaunternehmens ist am Freitagmorgen um 7,0% gestiegen

Merck & Co Inc (NYSE: MRK) hat am Freitag die Zwischenergebnisse für die klinische Studie seiner experimentellen COVID-19-Pille veröffentlicht, die zeigten, dass Molnupiravir bei der Reduzierung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Patienten mit einem Risiko für schwere Erkrankungen um etwa 50% wirksam ist.

Das orale Medikament wurde in Zusammenarbeit mit Ridgeback Biotherapeutics entwickelt. Merck plant nun, so bald wie möglich eine behördliche Zulassung für Molnupiravir in den USA und anderswo zu beantragen.

Dr. Scott Gottliebs Anmerkungen in CNBCs „Squawk Box“

In der „Squawk Box“ von CNBC bezeichnete der ehemalige FDA-Kommissar Dr. Scott Gottlieb die Zwischenergebnisse als "phänomenal" und äußerte sein Vertrauen in das Team, das hinter dem oralen COVID-19-Medikament von Merck steht.

Darüber hinaus sei das Sicherheitsprofil der oral einzunehmenden Pille "ziemlich sauber", da sie in Studien am Menschen keine Nebenwirkungen gezeigt habe.

US-Regierung kaufte 1,7 Millionen Exemplare der oralen Pille

Laut Dr. Gottlieb hat Molnupiravir einen Vorteil gegenüber dem Antikörpercocktail von Regeneron, da der Patient kein Krankenhaus aufsuchen muss und sich das Medikament problemlos zu Hause selbst verabreichen kann.

Die US-Regierung hat eine Vereinbarung über den Kauf von 1,7 Millionen oralen COVID-19-Präparaten von Merck unterzeichnet, die laut Dr. Gottlieb NICHT für Patienten zur Verfügung stehen werden, die "gerade erst infiziert wurden", um sicherzustellen, dass genügend Präparate für diejenigen verfügbar sind, "die sie wirklich brauchen".

Der Aktienkurs von Merck & Co eröffnete am Freitagmorgen mit einem Plus von etwa 7%.