Schlechte Nachrichten für Elektrofahrzeuge: Vermeiden Sie die Aktien von ARVL, Nio & VinFast

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auf Oct 17, 2023
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  • Der Markt für Elektrofahrzeuge steht unter starkem Gegenwind
  • Das Angebot an Elektroautos steigt stark an, da die Unternehmen ihre Produktion hochfahren
  • Unternehmen wie Nio, Arrival und VinFast sind hochriskante Investitionen

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Die Lage für die Unternehmen der Elektrofahrzeugbranche verschlechtert sich, da immer mehr Anzeichen für eine Verlangsamung auftreten. Am Montag bestätigte Ford, dass es seine Lightning-Produktion reduziert, eine bemerkenswerte Situation, da es sich um eines der beliebtesten Elektrofahrzeuge in den USA handelt. Ford setzt nun verstärkt auf Hybridfahrzeuge.

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Die Verlangsamung von Elektrofahrzeugen ist real

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Unternehmen wie Tesla haben ihre Preise weiter gesenkt, um den Umsatz und den Marktanteil zu steigern. Und was am wichtigsten ist: Studien zeigen, dass die Verkäufe von Elektrofahrzeugen zurückgehen, obwohl die Zahl der Verbrennungsmotoren (ICE) stetig zunimmt.

Jüngste Daten zeigen, dass die meisten E-Fahrzeuge mehr als doppelt so lange bei Händlern stehen. Dies geschah zu einer Zeit, in der die Zahl der Ladestationen in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist. Tesla hat sein großes Netz auch für andere Elektroautohersteller wie General Motors und Ford geöffnet.

Ein Überangebot ist ein zentrales Problem, das vielen Investoren und Analysten Sorgen bereitet. Zum einen fahren die meisten Unternehmen, einschließlich traditioneller Unternehmen wie Mercedes Benz, Stellantis, Nissan und GM, ihre Produktion hoch. So lag die Laufzeit der ICE-Autos in den Autohäusern bei 52 Tagen, die der Pickups bei 57 Tagen und die der EVs bei 90-100 Tagen.

Die Verkäufe von Elektroautos sind auch wegen ihrer Kosten und ihres Wiederverkaufswerts rückläufig. Der durchschnittliche Preis für ein Elektroauto lag in den USA bei 53.000 $, während der Preis für ein ICE-Auto weniger als 50.000 $ betrug. Schlimmer noch: Da E-Fahrzeuge von Batterien angetrieben werden, haben sie in der Regel einen geringeren Wiederverkaufswert als ICE-Fahrzeuge.

Eine weitere Statistik von S&P Global zeigt, dass weniger Amerikaner den Kauf eines Elektroautos im Vergleich zu 2021 in Betracht ziehen. Der Prozentsatz sank von 87 % auf 67 %, was auf weitere Probleme in der Branche hindeutet.

Kleinere EV-Unternehmen sind gefährdet

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Dies alles hat zur Folge, dass viele EV-Unternehmen in dieser neuen Normalität ums Überleben kämpfen werden. In China ist die Zahl der EV-Unternehmen von über 500 vor einigen Jahren auf heute weniger als 100 zurückgegangen.

Dies erklärt, warum die Aktienkurse vieler Elektrofahrzeuge in diesem Jahr abgestürzt sind. Der Aktienkurs von Mullen Automotive (NASDAQ: MULN) ist in diesem Jahr um über 90 % eingebrochen und liegt nun auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Andere EV-Aktien wie Faraday Future, Lucid Motors und Nikola sind ebenfalls gesunken. Lordstown Motors hat kürzlich Insolvenz angemeldet.

In meinem vorherigen Artikel habe ich Anleger vor Unternehmen wie Faraday Future, Mullen Automotive und Workhorse Group gewarnt. Ich glaube, dass Arrival (ARVL), Nio und VinFast äußerst riskante Unternehmen sind.

Arrival, ein britisches Elektrofahrzeugunternehmen, engagierte Berater für eine mögliche Insolvenz. Seine Aktie ist in den letzten 12 Monaten um 96 % eingebrochen und liegt bei 1,09 $. VinFast (VFS), das nach Marktkapitalisierung viertgrößte Elektrofahrzeugunternehmen der Welt nach Tesla, Li Auto und Rivian, ist ein weiteres Unternehmen, das man meiden sollte.

VinFast ist einfach sehr überbewertet und riskant, auch wenn die Wachstumsdynamik andauert. Das Unternehmen wird wahrscheinlich zusätzliche Barmittel aufnehmen müssen, um seine amerikanische Expansion zu finanzieren.

Chinesische EV-Unternehmen wie Nio sind aufgrund der Sättigung des Marktes ebenfalls sehr riskant. Auch bei der Expansion nach Europa und in andere Märkte sind sie auf einige Herausforderungen gestoßen. Chinas Wirtschaft entwickelt sich ebenfalls nicht gut. Daher vermute ich, dass Aktien wie Nio und XPeng in den nächsten Jahren unter Druck bleiben werden.

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